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Integration von Flüchtlingen: „Projekt Ankommen e.V.“ sucht HelferInnen im Stadtbezirk Innenstadt-West und zieht Bilanz

Viele Bürger helfen, um die Menschen willkommen zu heißen.

Viele DortmunderInnen helfen mit, um die Menschen willkommen zu heißen und zu integrieren.

Der Verein „Projekt Ankommen e.V.“ sucht HelferInnen, die die Integration von geflüchteten Menschen im Stadtbezirk Innenstadt-West unterstützen wollen.

Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge in Alltagssituationen

Obwohl immer weniger Geflüchtete nach Dortmund kommen und die Stadt Dortmund bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften bis zur Entscheidung über die gestellten Asylanträge gut aufgestellt ist, benötigen besonders die Geflüchteten, die in eigenen Wohnungen leben, Unterstützung in Alltagssituationen, die für sie fast unlösbar erscheinen.

„Projekt Ankommen e.V.“ setzt an dieser Problematik an und unterstützt Geflüchtete in den Bereichen Patenschaften, Sport, Sprache, Arbeit und Bildung, Gesundheit, Umzug und Veranstaltungen.

Ehrenamtliche des „Projektes Ankommen e.V.“ berichten

Ehrenamtliche des „Projektes Ankommen e.V.“ berichten am Dienstag, den 21.03.2017, um 19 Uhr im Mütterzentrum Dortmund, Hospitalstraße 6, von ihrer Arbeit und erklären, wie eine Unterstützung im Verein aussehen kann.

Kontakt:  

Verein „Projekt Ankommen e.V.“ zieht Bilanz

Im Literaturhaus Dortmund fand jüngst die zweite Jahreshauptversammlung des Vereins „Projekt Ankommen e.V.“ statt. Zum Vorstand des Vereins „Projekt Ankommen e.V.“ gehören nun auch zwei ehemals vom Verein betreute Geflüchtete.

Zwei syrische Flüchtlinge wurden als Beisitzer in den Vorstand gewählt

Die Jahreshauptversammlung wählte die beiden Syrer als Beisitzer in den neuen Vorstand. Die bisherige Vorsitzende Nahid Farshi wurde einstimmig als erste Vorsitzende wiedergewählt. Bettina Bielefeld (Stadtteilgruppe Hörde) wurde ebenfalls einstimmig als Stellvertreterin bestätigt.

Der neu formierte Vorstand des Vereins „Projekt Ankommen e.V.“.

Der neu formierte Vorstand des Vereins.

Astrid Cramer gab den stellvertretenden Vorsitz ab, bleibt aber im Vorstand als Beisitzerin aktiv. Den zweiten stellvertretenden Vorsitz übernimmt von nun an Christian Krause (Stadtteilgruppe Eving). Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden Karola Beyling als Schatzmeisterin und Alena Mörtl als Protokollführerin.

Insgesamt acht Personen gehören als BeisitzerInnen zum neuen Vorstand: Astrid Cramer, Jasmin Dehmel, Falk Freudenau, Ismail Khlef, Karina Meyer, Rabeeh Nasif, Marlies Schäfer und Hannah de Vries.

Künftig wird der Verein die Möglichkeit haben, für Geflüchtete in Dortmund politisch Stellung zu beziehen. Die Jahreshauptversammlung hat einer entsprechenden Änderung der Satzung zugestimmt.

Neue Aufgaben  für  2017: Bildung und Arbeit rücken in den Vordergrund

„Wir passen unsere Arbeit den Bedürfnissen der Geflüchteten an. In den Dortmunder Flüchtlingsunterkünften leben nur noch 1300 Menschen. Die Themen Bildung und Arbeit werden zunehmend in den Vordergrund unserer Vereinsarbeit rücken. Denn wir müssen der Mehrheit der Geflüchteten in unserer Stadt helfen, ihr Leben in Dortmund zu strukturieren“, so Nahid Farshi.

Um die Geflüchteten bei ihrer Integration zu unterstützen, wird es unter anderem ab März 2017 eine Schulungsreihe zu den Themen „Wohnen, Gesundheit und Zusammenleben“ geben.

Rückblick auf  die Vereinsarbeit 2016 – mehrere Preise erhalten

Für seine Arbeit hat der Verein 2016 mehrere Preise erhalten, u.a. den Multikulti-Preis des Multi-Kulturellen Forums und das Agenda-Siegel der Stadt Dortmund. „Wir freuen uns sehr über diese Preise, weil sie zeigen, dass unsere Arbeit in Dortmund wahrgenommen und anerkannt wird“, so Nahid Farshi.

Projekt Ankommen e.V. ist ein wachsender Verein: Die Anzahl der Mitglieder ist 2016 von 270 (2015) auf 402 gestiegen, darunter sind auch 20 Geflüchtete. „Viele unserer Mitglieder sind aktiv. Sie engagieren sich in den Bereichen Umzugshilfe, Patenschaften, Deutschkurse oder beim Sport“, erläutert Nahid Farshi.

2016 gab es außerdem mehrere organisatorische Neuerungen: Der Verein verfügt nun über ein eigenes Möbellager, einen Transporter für die Durchführung von Umzügen sowie ein eigenes Büro in der Heinrichstr. 1 im Unionviertel. Dort finden regelmäßig Beratungen für Geflüchtete sowie ein Sprachtreff statt. In Hörde und Eving gibt es zudem jetzt eigene Stadtteilgruppen, in Brackel eine Patenschaftsgruppe.

„Coffee with friends“ im Mütterzentrum in Dorstfeld

Der Verein baute 2016 auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen aus:  So findet einmal im Monat das „Coffee with friends“ im Mütterzentrum in Dorstfeld statt. Gemeinsam mit dem „Adam’s Corner“ des Projektes „Angekommen in deiner Stadt“ werden Fußballspiele organisiert und in der Kita „Ährenkorn“ veranstaltet der Verein regelmäßig internationale Kochabende

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