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Eindrucksvolle Fotografien von Benedict J. Fernandez erinnern im MKK Dortmund an Bürgerrechtler Martin Luther King

Carly Gettinger, amerikanische Praktikantin im MKK, ist Kuratorin der Ausstellung mit Bildern über Martin Luther King Jr..

Carly Gettinger, US-amerikanische Praktikantin im MKK, ist Kuratorin der kleinen Ausstellung.

Von Joachim vom Brocke

„Die Aufgabe hat mir viel Spaß gemacht“, sagt Carly Gettinger, die junge Kuratorin der kleinen Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Carly, selbst US-Amerikanerin, hatte die Aufgabe, mit Bildern an den 1968 ermordeten Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. zu erinnern. Thema: „50 Jahre danach“.

Eindrucksvolle Bilder, die Nähe zeigen

Hintergrund: vor 50 Jahren, am 4. April 1967, hielt Martin Luther King Jr. in New York City seine berühmt gewordene Rede „Beyond Vietnam – A Time to Break Silence“ (Jenseits von Vietnam – Zeit, das Schweigen zu brechen). Genau ein Jahr später wurde der Kämpfer gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit ermordet.

Noch bis zum 28. August erinnert das MKK an das Jubiläum. Gezeigt werden Bilder des Fotografen Benedict J. Fernandez, der den Bürgerrechtler in den 1960er Jahren bei öffentlichen Auftritten und privat begleitete.

Zwölf Fotos von Benedict Fernandez sind zu sehen, darüber hinaus können sich BesucherInnen die wichtigen Reden von Martin Luther King Jr. über Kopfhörer anhören und so in Erinnerung rufen.  „Martin Luther King“, sagt Museumsdirektor Dr, Jens Stöcker, „ist prägend vor die USA und das Amerikabild in Deutschland gewesen“.

Der Fotograf der Martin Luther King-Bilder ist in Dortmund kein Unbekannter

Insgesamt 12 Bilder, fotografiert von Benedict J. Fernandez, sind bis 28. August zu sehen. Fotos: Joachim vom Brocke

Insgesamt 12 Bilder, fotografiert von Benedict J. Fernandez, sind bis 28. August zu sehen. Fotos: Joachim vom Brocke

Der Fotograf Benedict J. Fernandez ist übrigens in Dortmund kein Unbekannter. Daran erinnerte Dr. Gisela Framke, die stellvertretende Museumsdirektorin.

Bereits 1996 habe es eine große Ausstellung mit Bildern des amerikanischen Fotografen gegeben. Er ist gewissermaßen ein langjähriger Freund des Museums an der Hansastraße.

Ganz besonders schwärmt Gisela Framke über das leckere Chili con Carne, das er während seiner Aktivitäten in Dortmund gekocht hatte.

Benedict J. Fernandez hatte Kontakte zur TU und zur Fachhochschule und so kam der Kontakt auch zum MKK zustande.

Viele internationale Wettbewerbe gewonnen

Fernandez, Jahrgang 1936, ist Autodidakt und machte erfolgreich seinen Weg als Fotograf. So hat er internationale Wettbewerbe wie Focus ins Leben gerufen und gehört zu den Gründern der Magnus-Gruppe.

Dr. Gisela Framke: „Zahlreiche Zeitungen und Magazine druckten seine beeindruckenden Fotos“. Das erste Farbfoto auf der Titelseite der New York Times wurde ebenfalls von Benedict J. Fernandez aufgenommen.

Das sehr freundschaftliche Verhältnis des Fotografen zu Martin Luther King Jr. Brachte eindrucksvolle Fotos der letzten Jahre von Kings Tätigkeit hervor. Darüber hinaus erschienen einige Bildbände. Im Foyer der Ausstellungshalle im MKK sind zwölf schwarz-weiß-Bilder aus dem von Martin Luther King zu sehen, dem Baptistenpastor und Friedensnobelpreisträger.

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