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Zwischen Phoenixsee und Nordmarkt: Katholische SeelsorgerInnen sammeln Eindrücke für ein Leitbild

Diplom-Designer Christoph Illigens von den „Kommunikationslotsen“ erstellte aus den Berichten der Arbeitsgruppen eine Live-Visualisierung. Fotos: Michael Bodin / pdp

Diplom-Designer Christoph Illigens v erstellte aus den Berichten eine Live-Visualisierung. Fotos: M. Bodin / pdp

Ausgestattet mit der Bibel, einem Tagesticket für Bus und Bahn, Stift, Papier und etwas Wegzehrung machten sich mehrere Gruppen von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Katholischen Kirche im Dekanat Dortmund auf den Weg. Ihre Ziele waren acht verschiedene Orte in der Stadt. Die Aufgabe hieß, jeweils zu schauen, was Seelsorge in Dortmund an diesen Orten bedeuten kann.

Mit Menschen am Borsigplatz, Nordmarkt und im Süden ins Gespräch kommen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Dekanatspastoraltages sollten die Orte wie den Borsigplatz, den Nordmarkt, das Rodenberg Center in Aplerbeck oder den Phoenix-See wahrnehmen und mit Menschen dort ins Gespräch kommen.

Später wurden Eindrücke und Fotos zusammengetragen, mit dem Ziel aus den vielen Bildern ein Leitbild für die Katholische Kirche in Dortmund zu entwickeln.

„Jagt der Liebe nach! Geliebt – gerüstet – gesandt“, hieß in Anlehnung an den Brief des Paulus an die Korinther (1 Kor. 14) die Überschrift der kreativen Leitbildentwicklung. Christoph Illigens.

SeelsorgerInnen hatten zumeist freundliche und offene Begegnungen

Propst Andreas Coersmeier (2.v.r) erteilte den Reisesegen für eine Gruppe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die beim Dekanatspastoraltag den Nordmarkt aufsuchte (v.l.): Bastian Lauf, Markus Kohlenberg, Ulrike Rövekamp, Sven Laube und Eva-Maria Blaschke.

Propst Andreas Coersmeier mit einer SeelsorgerInnen-Gruppe, die  den Nordmarkt aufsuchte.

Der Diplom-Designer und Live-Visualisierer der „Kommunikationslotsen“ aus Köln half dabei, Beiträge, Ideen, Fragen, Zusammenhänge und Lösungsvorschläge strukturiert auf „Dialoglandkarten“ zusammenzustellen.

Mehrere Meter lang war das Bild, das Christoph Illigens anhand der Berichte der Gruppen zeitgleich zu deren Vorträgen zeichnete und so die Eindrücke festhielt.

Zu erkennen sind die acht besuchten Orte mit ihren charakteristischen Merkmalen sowie den dortigen Erfahrungen der Arbeitsgruppen.

Diese reichten von einem Gefühl der Ruhe und Ästhetik im Rombergpark bis zu eher trostloser Leere am Wilhelmsplatz, Zerrissenheit am Nordmarkt und einem bunten Miteinander am Borsigplatz.

„Als Kirche müssten wir mehr präsent und für die Menschen ansprechbar sein“

Überall sprachen die Seelsorgerinnen und Seelsorger mit Menschen, die sie zufällig trafen und freuten sich über meist freundliche und offene Begegnungen. „Als Kirche müssten wir mehr präsent und für die Menschen sichtbar und ansprechbar sein“, hieß dann ein Fazit der Exkursionen.

„Man könnte da nur eine Bank ausgucken und sich als Ansprechpartner zur Verfügung stellen“, meinte Brigitte Duve, die mit ihrer Gruppe am Phoenix-See Rentner, junge Mütter und Jogger traf.

Orte wie der Rombergpark würden von Menschen aufgesucht, weil sie sich dort wohlfühlten, berichtete Pastor Liudger Gottschlich. Das sollte auch für kirchliche Orte gelten. „Die Propsteikirche ist ein solcher Ort, aber es müsste in jedem Pastoralen Raum ähnliche Seelsorgeorte geben“, meinte Luidger Gottschlich.

Das große Bild vom Dekanatspastoraltag liefert nun die Vorlage für die weitere Arbeit an einem Leitbild der Seelsorge und Pastoral im Dekanat Dortmund.

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