Nordstadtblogger

Vom Adventskalender bis zum Hafenspaziergang: 47.000 Euro machen viele Projekte in der Nordstadt möglich

Gruppenbild der Sponsoren und Organisatoren auf dem Nordmarkt. Foto: Alex Völkel

Gruppenbild der Sponsoren und Organisatoren auf dem Nordmarkt. Foto: Alex Völkel

Wohnungsunternehmen und die Entsorgung Dortmund unterstützen die Aktivitäten des Quartiermanagements in der Nordstadt im Jahr 2017 mit 47.000 Euro. Damit werden große Aktionen wie der Hafenspaziergang, das Stilleben Borsigplatz oder auch die Reihe „Musik.Kultur.Picknick“ möglich gemacht.

Imageverbesserung, Beteiligung und Zusammenarbeit stärken

„Die Akteure haben es zum achten Mal möglich gemacht, dieses besondere Format zu ermöglichen. Herzlichen Dank dafür“, sagte Planungsdezernent Ludger Wilde bei der Programmvorstellung.

Ludger Wilde und Martin Gansau stellten die Programme vor.

Ludger Wilde und Martin Gansau stellten die Programme vor. Foto: Alex Völkel

Die Wohnungsunternehmen Julius Ewald Schmitt GbR, LEG Wohnen NRW GmbH, Spar- und Bauverein eG, Vivawest Wohnen GmbH DOGEWO21 und Dr. Hetmeier Immobilien sowie die Entsorgung Dortmund GmbH sind mit dabei.

„Die kontinuierliche Unterstützung durch die Unternehmen seit dem Jahr 2010 ist ein Beleg dafür, dass die Akteure aktiv und gemeinsam die positive Entwicklung des Stadtteils vorantreiben.“ betonte Wilde.

Mit den nun zur Verfügung gestellten Mitteln hat das Team des Quartiersmanagements mit Jana Heger, Didi Stahlschmidt, Alexander Sbosny und Martin Gansau ein umfangreiches Programm geplant.

Die einzelnen Projekte sollen zur Imageverbesserung beitragen, die Mitwirkung von BewohnerInnen fördern und die Zusammenarbeit der AkteurInnen im Stadtteil stärken. Insgesamt werden rund 150 Gruppen, Institutionen, Unternehmen und Initiativen mitwirken.

Begehrt waren vor allem sie schattigen Plätze auf dem Borsigplatz.

Begehrt waren beim ersten Stil-Leben im Jahr 2016 vor allem schattige Plätze auf dem Borsigplatz. Foto: Alex Völkel

Still-Leben am Borsigplatz erlebt eine Neuauflage

Unter dem einladenden Titel BORSIG nehmen Sie PLATZ gelang es im Vorjahr ein weiteres großes Event in der Nordstadt zu platzieren. Trotz der Größenordnung, für die immerhin einen Tag lang der gesamte Verkehr am Borsigplatz zur Ruhe kommen musste, war es ein echtes Nachbarschaftsfest.

Inspiriert vom Kulturhauptstadtjahr hat sich dabei ein ganz eigener Veranstaltungscharakter entwickelt. Die Fördermittel, weitere Unterstützung und ganz viel Engagement der Beteiligten machen eine Neuauflage am 27.08.2017 möglich.

Hafenspaziergang in Dortmund, Innenstadt Nord. Fotografiert am Samstag, 27. August 2016. Foto: Dietmar Wäsche

Der Hafenspaziergang in der Dortmunder Nordstadt geht in die siebte Runde. Foto: Dietmar Wäsche

Hafenspaziergang geht in die siebte Runde

Schon zum siebten Mal wird am 2. September 2017 gemeinsam mit der Dortmunder Hafen AG der Hafenspaziergang veranstaltet. Wie im letzten Jahr begonnen wird auch diesmal der Hafen selbst neben dem Wohnquartier weitere spannende Attraktionen bieten.

Zusammenhalt im Quartier wird gelebt, wenn vom Wirtschaftsunternehmen, der Baptistengemeinde, dem Atelierhaus, der Szenegastronomie über das freie Theater bis hin zu Kulturkirche ganz unterschiedliche Partner zusammenwirken.

Hofmärkte in der Nordstadt werden fortgesetzt

Mit dem bereits im Vorjahr erfolgreichen Projekt sollen die Innenhöfe der Nordstadt für die Dortmunder BürgerInnen geöffnet und der Austausch zwischen BewohnerInnen und BesucherInnen gefördert werden. Nachbarschaften aus den jeweiligen Siedlungsbereichen gestalten die kleinen Märkte in Eigenregie.

Die erste Runde der Hofflohmärkte in der Nordstadt kamen gut an.  Foto: Dietmar Wäsche

Open-Air Reihe Musik.Kultur.Picknick. startet mit dem 100. Konzert

Die Auftaktveranstaltung 2017 ist die Hundertste in der Reihe Musik.Kultur.Picknick. Das wird am 16. Juli gebührend gefeiert.  An insgesamt sechs aufeinanderfolgenden Sonntagen werden eigene Kompositionen regionaler KünstlerInnen live dargeboten.

Diese werden über das Programm des Kulturbüros „Dortmund macht lauter“ gefördert. Eng eingebunden wird der „Grüne Salon“ als neue Gastronomie am Nordmarkt,

Lebenswerte Nordstadt“ statt des Aktionstages „Nordstadt spielt“

Das Quartiersmanagement hat sich vorgenommen, eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe Nord zur positiven Belebung öffentlicher Plätze und Grünanlagen zu unterstützen. Mit den Fördermitteln können Programminformationen zusammengestellt und veröffentlicht werden und allerlei organisatorische Unterstützung geleistet werden.

Anders als in den Vorjahren soll es nicht mehr den einen großen Aktionstag „Nordstadt spielt“ geben. Stattdessen werden sich zahlreiche kleine Aktionen über die gesamte warme Jahreszeit erstrecken.

DKH - Frühlingserwachen

Die Initiative Lebenswerte Nordstadt will Plätze für Kinder und Familien zurückerobern. Foto: Alex Völkel

Zentrales Kinder- und Familienfest am Nordmarkt 

In diesem Jahr wird es keine Vielzahl von kleineren Spielfesten geben, um die Beteiligten nicht „zu verschleißen“. Stattdessen werden die Aktivitäten zu einem großen Fest gebündelt, welches im Wechsel in einem der drei Quartiere stattfinden wird.

„Nordmarkt in Bewegung“ ist das Motto der 2017er Veranstaltung. Actionreiches Klettern und Kicken gehört dann ebenso dazu wie kreatives Gestalten. Im Vorfeld der Veranstaltung werden zudem Workshops für Kinder angeboten, deren Ergebnisse beim Fest präsentiert werden.

Einer davon wird sich dem Thema „Rollstuhlsport“ widmen. Die Spielfläche erstreckt sich vom Spielplatz bis zum Schulhof der Nordmarkt Grundschule.

Adventskalender Borsigplatz wird an 24 Tagen Angebote machen

Der Adventskalender bindet Traditionsveranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt des Gewerbevereins oder die schwarz-gelbe Nikolausfeier ein. Mit anderen kulturellen Events sollen weitere Zielgruppen angesprochen werden.

An allen 24 Adventstagen gibt es ein eigenes Angebot, gestaltet von Atelierhäusern, sozialen Einrichtungen, Künstlergruppen und Gastronomiebetrieben. „Programmheft“ ist der, von Tobias Marx liebevoll gestaltete, Adventskalender, der hinter den 24 Türchen die Veranstaltungshinweise versteckt.

Präsentation des Adventskalenders auf dem Borsigplatz in Dortmund. Foto: Dietmar Wäsche

Präsentation des Adventskalenders 2016 auf dem Borsigplatz in Dortmund. Foto: Dietmar Wäsche

Nordstadt als positives Vorbild für Netzwerke und Zusammenarbeit

„Ein Quartier ist eine Gemeinschaftsaufgabe und für ein Unternehmen ist es sehr wichtig, dass viele zusammenarbeiten. Ich sehe das hier in der Nordstadt idealtypisch“, sagt Christian Schmitt, Geschäftsführer eines privaten Wohnungsunternehmens mit 270 Wohnungen in der Nordstadt.

„Wir begrüßen den ganzheitlicheren Ansatz im Quartier, der die Akteure einbindet, um Synergien zu erzeugen“, betont Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins.

Die Aktivitäten müssten über das reine Wohnhaus hinausgehen. „Urbanität wird immer wichtiger. Ein Unternehmen allein kann das nicht. Wir begrüßen, dass die Stadt als Koordinator und Ideengeber mit in den Prozess eingebunden sind.“

Ralf Biehl (edg) verwies darauf, dass auf die Akteure neue Aufgaben warteten. So ginge es darum, auch die neuen BewohnerInnen in Arbeit zu integrieren, ihnen ein auskömmliches Leben zu ermöglichen und vernünftiges Wohnen. „Wir müssen gemeinsam Lebensperspektiven erarbeiten.“

Die edg schaffe beispielsweise Arbeitsplätze in der Straßenreinigung und der Entsorgung, damit Probleme kleiner werden. „Weitere Projekte im Rahmen der Wirtschaftsförderung wären gut. Wir brauchen Projekte mit Perspektive. Eben Arbeitsplätze für die Zukunft – für die Zukunft der Menschen und der Quartiere“, so Biehl.

Kinder- und Familienfest auf dem Nordmarkt

2017 wird es ein zentrales Kinder- und Familienfest auf dem Nordmarkt geben. Foto: Alex Völkel

Unternehmen verzeichnen „viele gute Zuzüge“ in die Nordstadt

Die ganzheitliche Betrachtung der Quartiere und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure habe sich bewährt, so Große-Wilde. Eine Einschätzung, die auch von anderen Unternehmen geteilt wird:  „Die Quartiersarbeit ist uns sehr wichtig. Wirmüssen Netzwerke schaffen und Entwicklungen gemeinsam voranzutreiben“, so Thomas Kohlhage (LEG).

Das unterstrich auch Sven Jess (Dogewo). „Wir wollen in der Gemeinschaft der Wohnungsunternehmen einen positiven Beitrag geben. Es geht nicht nur um das Wohnen, sondern auch um die Gemeinschaft insgesamt.“

Das wirkt sich offensichtlich auch auf die Nachfrage aus: Die Mietnachfrage ziehe in der Nordstadt an: „Wir haben sehr viele gute Zuzüge und erleben einen Run auf die Altbausubstanz“, erklärt Christian Schmitt. Daher würden die Unternehmen weiter in die Bestände investieren und diese auch vergrößern.

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