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Stadt Dortmund errichtet Wohngebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen – Neonazis protestieren erneut

Neonazis demonstrierten in Oestrich und Mengede gegen die Unterbringung von Flüchtlingen.

Neonazis demonstrierten in Oestrich und Mengede gegen die Unterbringung von Flüchtlingen.

Die Stadt Dortmund ist zur Unterbringung von Flüchtlingen gesetzlich verpflichtet. Dabei geht die Stadt Dortmund auch einen neuen Weg, in dem sie mit dem städtischen Sondervermögen „Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund“ selbst Wohngebäude auf stadteigenen Grundstücken – bevorzugt in modularer Bauweise – errichten lassen wird.

Mäßig besuchte Neonazidemo führt von Oestrich ins Mengeder Erdbeerfeld

Gegen die Neonazi-Demo formierte sich in Mengede auch Protest aus der Bürgerschaft.

Gegen die Neonazi-Demo formierte sich in Mengede auch Protest aus der Bürgerschaft.

Dagegen haben zum Jahreswechsel erneut Neonazis demonstriert – eingeladen hatte die sogenannte Bürgerinitiative „Mengede sagt nein zum Asylantenheim“. Sie zogen mit wenigen Dutzend Teilnehmern von Oestrich zum Erdbeerfeld.

Die wenigen Aktiven der Mengeder Gruppe wurden von Neonazis aus anderen Stadtbezirken sowie aus Nachbarstädten unterstützt. Für die Logistik und Technik sorgte die Partei „Die Rechte“.

Im Vorfeld hatte die Polizei untersagt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fackeln durch den Ort ziehen. Eine Klage dagegen blieb vor dem Verwaltungsgericht erfolglos.

Während der Beitrag des Anmelders in Oestrich noch von einigen (teils mit Bierflaschen ausgestatteten) Passanten mit Applaus bedacht wurde, animierte der Redebeitrag des Mengeder Bezirksvertreters Thorsten Balzer wegen des rhetorisch unterirdischen Vortrags zu zahlreichen ironischen und hämischen Kommentaren. Verbale Unterstützung seitens der Bevölkerung gab es hier nicht.

Städtische Planungen für Flüchtlinge im Stadtbezirk in Mengede

in Oestrich wird eine Notunterkunft für Flüchtlinge in der Beisenbachstraße gebaut.

in Oestrich wird eine Notunterkunft für Flüchtlinge in der Breisenbachstraße gebaut.

In Oestrich ist an der Breisenbachstraße eine Container-Anlage zur vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen in Bau.

In Mengede geht die Stadt einen anderen Weg: Dabei werden die öffentlichen Fördermöglichkeiten voll ausgeschöpft. Die ersten Projekte werden in Mengede (Erdbeerfeld) und Lütgendortmund (Holtestraße) im nächsten Jahr realisiert.

Das Bauvorhaben im Erdbeerfeld umfasst ein Gebäude mit 49 Wohneinheiten, in denen ca. 150 Personen wohnen können.

Von den Wohnungen sollen 28 Wohnungen (= ca. 60 Prozent) für Flüchtlinge und ca. 21 Wohnungen (= ca. 40 Prozent) für Berechtigte gemäß den Bestimmungen des sozialen Wohnungsbaus bereitgestellt werden.

18,1 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau und Flüchtlingsunterbringung

Neonazis demonstrierten in Oestrich und Mengede gegen die Unterbringung von Flüchtlingen.

Neonazis demonstrierten im Erdbeerfeld in Mengede gegen den Wohnungsbau für Flüchtlinge.

Insgesamt rund 18,1 Millionen Euro fließen in die beiden Wohnbauprojekte. Das Investitionsvolumen im Erdbeerfeld  beträgt rund 5,7 Millionen Euro.

Das Bauvorhaben in Lütgendortmund (Holtestraße) umfasst mehrere Gebäude mit 106 Wohneinheiten, in denen ca. 318 Personen wohnen können.

Von den Wohnungen sollen 62 Wohnungen (= ca. 60 Prozent) für Flüchtlinge und ca. 44 Wohnungen (= ca. 40 Prozent) für Berechtigte gemäß den Bestimmungen des sozialen Wohnungsbaus bereitgestellt werden.

Das Investitionsvolumen beträgt rund 12,4 Millionen Euro.

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