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Schonfrist ist vorbei: Verstöße auf E-Parkplätzen werden in Dortmund ab sofort geahndet – Abschleppen droht

Oft sind nur die eParkplätze frei. Doch Falschparken wird ab sofort mit Abschleppen geahndet.

Verlockend: Oft sind nur die eParkplätze frei. Doch Falschparken wird ab sofort mit Abschleppen geahndet.

Die Übergangs- oder „Probezeit“ ist vorbei: Ab sofort wird die Stadt Dortmund Parkverstöße an E-Tankstellen und den zur Förderung der Elektromobilität geschaffenen E-Parkplätzen ahnden und auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren abschleppen. Denn die Beschwerden von FahrerInnen von Elektrofahrzeugen, dass sie nicht parken bzw. laden konnten, nehmen Überhand.

Verkehrsüberwachung kündigt verstärkte Kontrollen an  

Mit der Einführung des Elektromobilitätsgesetzes – EmoG – wurden einerseits elektrisch betriebene Fahrzeuge privilegiert und andererseits auch eine Ermächtigungsgrundlage zur besseren Verbreitung dieser Fahrzeuge geschaffen.

Seit dem Frühjahr 2017 sind die in Dortmund eingerichteten E-Tankstellen und E-Parkplätze ordnungsgemäß beschildert. Bislang hat die Verkehrsüberwachung dort widerrechtlich parkende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor an E-Tankstellen verwarnt, an E-Parkplätzen wurden entsprechende Hinweiszettel verteilt.

Dieses gestufte Verfahren diente dazu, die neuen rechtlichen Regelungen auf Basis des neuen EmoG in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und um eine erweiterte Akzeptanz für die E-Mobilität – insbesondere bei E-Tankstellen – zu werben.

Keine Gnade: An Ladestationen werden Falschparker mit Verbrennungsmotor abgeschleppt

Während Autos mit Verbrennungsmotoren zahlen müssen, parken eAutos in Dortmund kostenlos.

Während Autos mit Verbrennungsmotoren zahlen müssen, parken eAutos in Dortmund kostenlos.

Diese sanfte Übergangszeit mit dem gestuften Verfahren ist seit dem 1. Januar 2018 beendet. Die Verkehrsüberwachung wird nun das gestufte Verfahren einstellen, die gesetzlichen Regelungen konsequent umsetzen und an E-Tankstellen und auf E-Parkplätzen abgestellte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab sofort abschleppen.

Das kostenfreie Parken ohne zeitliche Begrenzung und das E-Tanken ist ausschließlich elektrisch betriebenen Fahrzeugen vorbehalten, die mit einem entsprechenden besonderen Kennzeichenschild – gut zu erkennen an dem Zusatzbuchstaben „E“ im Anschluss an die Nummernkombination – auszustatten sind. Wer dieses „E“ nicht hat, muss auch mit Konsequenzen rechnen. So hatte ein E-Mobil-Fahrer sogar während des Ladevorgangs ein „Knöllchen“ kassiert.

Die Verkehrsüberwachung bittet alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen um Einhaltung dieser Regelungen. Angesichts der vielfach noch immer kurzen Reichweite von E-Fahrzeugen ist die steigende Anzahl an e-Mobilität-Nutzern auf sich bietende Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum zwingend angewiesen. „Wir müssen den gestiegenen Bedarf Rechnung tragen“, machte OB Ullrich Sierau im Verwaltungsvorstand deutlich.

Derzeit gibt es 18 E-Parkplätze und 47 Ladestationen im öffentlichen Raum in Dortmund

Wo diese Symbole zu sehen sind, dürfen nur EMobile parken. Fotos: Alex Völkel

Wo diese Symbole zu sehen sind, dürfen nur EMobile parken. Fotos: Alex Völkel

In Dortmund sind derzeit 18 E-Parkplätze und 47 Ladestationen, welche zwei Fahrzeugen gleichzeitig das Laden ermöglichen, eingerichtet. Daher arbeitet die Stadt auch am Ausbau der Ladeinfrastruktur. So sind Stadttöchter angewiesen, entsprechende Aktivitäten zu unternehmen.

„Wir beteiligen uns an einem Bundesprogramm zum Ausbau der integrierten Ladeinfrastruktur. Dabei prüfen wir, ob die Flächen da sind und das Netz ausreicht“, betont Wirtschaftsförderer Thomas Westphal.

Die E-Mobilität ist auch ein Standbein beim Pilotprogramm „Emissionsfreie Innenstadt“, wo Dortmund in den nächsten Jahren 10,5 Millionen Euro bekommt. So sucht die Stadt auch mit in der Innenstadt ansässigen Unternehmen das Gespräch, um gemeinsam Mobilitätskonzepte zu entwickeln, machte Planungsdezernent Ludger Wilde deutlich.

Auch mit dem Taxiverband sei die Stadt im Gespräch, dass die Taxen zunehmend auf eMobility umgestellt werden. „Doch das bedingt eine entsprechende Ladeinfrastruktur“, ist sich Wilde bewusst. Ein Baustein wird sein, diese unter anderem an den Taxiständen am Hauptbahnhof zu schaffen.

Übrigens: Aber auch Privatleute können sich die Installation fördern lassen: Selbst für ausschließlich privat genutzte Stationen können bis zu 50 Prozent der Kosten gefördert werden.

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