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„Rosinenblues II“ in der Nordstadt: Alltagsbeobachtungen aus dem Ruhrgebiet mit Rolf Dennemann im Depot zu sehen

Rolf Dennemann, Gregor Hengesbach und Thomas Erkelenz sorgen für den Rosinenblues. Foto: Veranstalter

Rolf Dennemann, Gregor Hengesbach und Thomas Erkelenz sorgen für den Rosinenblues. Foto: Veranstalter

Von Joachim vom Brocke

„Rosinenblues“ die „II“. Nach der Erstausgabe im Jahr 2014 legt das Trio um Rolf Dennemann die Neuauflage vor: „Rosinenblues II“. Wieder mit von der Partie die musikalischen Begleiter Thomas Erkelenz und Gregor Hengesbach, die für stets richtige Töne rund um die Texte sorgen. Premiere ist am Samstag, 8. Juli, um 20 Uhr im Theater im Depot an der Immermannstraße. Einen Tag später, am Sonntag, 9. Juli, beginnt um 18 Uhr die zweite Vorstellung.

Erlebnisse eines „Alleinessers in Griechenland“

Sein eigener Autor und sein eigener Regisseur ist der Schauspieler Rolf Dennemann nach eigenen Angaben seit Anfang 2010. Seine Alltagsbeobachtungen, Heimaterkundungen und szenischen Gedanken bringt Rolf Dennemann irgendwann zu Papier.

Er schreibt später detailliert auf, was er im Straßencafé gesehen hat: „Was haben die Leute für Klamotten an, wie bewegen sie sich, bei welchen Temperaturen fallen die ersten Hüllen“, so schildert Dennemann seine Arbeitsweise. „Das kann auch mal beim Zahnarztbesuch sein“, die er meist tiefenentspannt angeht. Ja selbst Erlebnisse eines „Alleinessers in Griechenland“ oder Begegnungen am Strand von Cala Ratjada auf der Sonneninsel Mallorca geben textliche Inspirationen.

Meist Szenen aus dem Ruhrgebiet

Doch meist spielt sich alles im Ruhrgebiet ab. Themen, die Rolf Dennemann aufgreift, ist das Verschwinden von Briefkästen zum Beispiel, der nervig-lärmende Laubbläser, der am frühen Morgen alles aufweckt. „Rosenblues II“, sagt Rolf Dennemann, „wird ein „Lese-Blues, eine Performance aus Text und Musik. Eine Kombination aus Melancholie, coolen Riffs, warmen Worten und inspirierendem Humor“.

Auf der Suche nach neuen Formen, literarische Texte anders zu präsentieren, sind das Trio Rolf Dennemann, Thomas Erkelenz und Gregor Hengesbach musikalisch „rückwärts gegangen und auf den Blues gestoßen“. Diese archaische musikalische Form des Erzählens, so glauben sie, trifft hier auf Alltagsgeschichten, die in ihren Übertreibungen und Querschüssen mit der Musik Schabernack betreibt und umgekehrt.

Musik von Thomas Erkelenz und Gregor Hengesbach

Die Musiker sind Thomas Erkelenz, Komponist, Arrangeur und Gitarrist, Mitbegründer der Gruppe White, Hot & Blue, die als eine der besten deutschen Bluesformationen gilt. Gregor Hengesbach studierte Musik und anschließend im Masterstudiengang Improvisation und Komposition in Arnheim (Holland).

Neben seiner Bandtätigkeit bei Kapelsky wirkte er bei verschiedenen Produktionen des Schauspielhauses Bochum mit (u.a. „A Tribute to Johnny Cash“) und übernahm musikalische Leitungen am Theater Heilbronn und Schauspiel Leipzig. Zunächst beheimatet in Rock und Jazz entwickelte der Dortmunder auf Reisen durch Osteuropa eine Affinität zur Balkanmusik, Klezmer und Sinti-Swing.

Mehr Informationen:

  • Karten gibt es im Theater im Depot, Telefon (0231) 98 22 336 oder ticket@theaterimdepot.de 
  • Vorverkauf bei Dortmundticket oder Dortmund-tourismus (Max-von-der-Grün-Platz 5-6.
  • Preis: 14 Euro Vorverkauf, Abendkasse 16 Euro, ermäßigt 8 Euro bzw. 10 Euro.
  • www.depotdortmund.de

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