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Neue Nutzung der ConcordiArt-Räume ist geplant – Das Kunstkaufhaus hat sich nicht am Borsigplatz durchgesetzt

Das ConcordiArt am Borsigplatz ist Geschichte Fotos: Susanne Schulte

Das Kulturkaufhaus ConcordiArt am Borsigplatz ist nach 3,5 Jahren Geschichte Fotos: Susanne Schulte

Von Susanne Schulte

Die Regale sind (fast) leer, die Kaffeemaschine ist aus der Caféecke in den Küche verschwunden: Das ConcordiArt am Borsigplatz sucht neue Aufgaben. Dreieinhalb Jahre betrieb der gleichnamige Verein mit Geld von der Wirtschaftsförderung in den ehemaligen Räumen der Deutschen Bank ein Kunstkaufhaus. Nun ist die Förderung ausgelaufen, neue Mieterin ist der Verein KulturMeileNordstadt. Die wird am 9. Februar ihre Pläne vorstellen, was die Zukunft bringt; Ute Ellermann, Vorsitzende von ConcordiArt, erzählte jetzt, was die Vergangenheit gebracht hat.

Gut 50 AnbieterInnen stellten ihre Arbeiten und Produkte im ConcordiArt zum Verkauf aus

Ute Ellermann, Vorsitzende von ConcordiArt, lässt die 3,5 Jahre Revue passieren.

Ute Ellermann ist Vorsitzende von ConcordiArt.

„Das Kaufhaus war ein Vorzeigeprojekt“, so Ellermann. Die Wirtschaftsförderung der Nordstadt wollte leere Ladenlokale wieder füllen. Dafür gab es Geld.

Im ConcordiArt verkauften heimische KünstlerInnen ihre Arbeiten – Schmuck und Kleider, Möbel und Gestricktes – und standen dafür auch stunden- und tageweise im Laden als VerkäuferInnen. Das Angebot wurde ausgeweitet auf ein Café mit Waffel- und Crêpe-Bäckerei, man lud zu Konzerten und Filmabenden ein, zu Adventsaktionen und Lesungen.

„Gut 50 Anbieter, nicht nur aus Dortmund, habe ihre Sachen in der ganzen Zeit hier ausgestellt“, so Ellermann. Wer das machte, musste Mitglied im Verein ConcordiArt werden.

Das Café war im letzten halben Jahr gut besucht – vor allem von Frauen mit Kindern

Zuletzt fand der Cafébereich stärkeren Zulauf.

Zuletzt fand der Cafébereich stärkeren Zulauf.

So schön die Einrichtung und die Atmosphäre war, so bemüht die Vorsitzende und ihre MitstreiterInnen mit einem Repair-Café und Nähkursen, mit Bio-Brot und Nordstadthonig die Kundschaft in das Geschäft zu kommen, so war es dann doch nicht die große Nachbarschaft, die sich dort umschaute und einkaufte.

Ob so eine Geschäftsidee im Kreuzviertel mehr Erfolg gehabt hätte oder ob der Atem doch zu kurz war, kann Ellermann nicht sagen. „Im Nachhinein denke ich, es ist schwierig so eine Truppe von außen aufzubauen. Besser ist es sicher, die Gruppe findet sich selbst.“ Das Café sei vor allem im letzten halben Jahr gut besucht gewesen, vor allem von Frauen mit kleinen Kindern.

Ansonsten haben sich nur wenige Stammgäste mal eine Kaffeepause gegönnt. „Gegenüber einer Dönerbude verkauft sich ein Crêpe für zwei Euro schlecht.“ Vor allem rund um den Borsigplatz.

Spar- und Bauverein ist für die Vereine ein sehr verständnisvoller Vermieter

Der Spar- und Bauverein als Vermieter hat während der Übergangsphase die Miete für die KulturMeile gesenkt, die wiederum einen Teil des Geldes durch die Untervermietung zwei kleinerer Räume herein bekommt. Ein Untermieter ist der Verein ConcordiArt, der auch weiterhin Nordstadt-Produkte verkauft, wie die T-Shirts. Was die KulturMeile plant, wie man den zentralen, gut gelegenen und gut ausgestatteten Treffpunkt weiter nutzt, wird dann am 9. Februar bekanntgegeben.

Konzert mit Rocco Wirsch am 9. Februar – Der Eintritt ist frei – Es gibt einen Imbiss und Getränke

Ebenfalls am 9. Februar lädt ConcordiArt zu einem Konzert mit Rocco Wiersch ein. Der Gitarrist und Sänger ist seit 10 Jahren mit unterschiedlichen Bands und Projekten in der Ruhrgebiets-Musikszene unterwegs. Der Eintritt ist kostenlos.

Unter dem Motto „Klunkerpöttchen“ gibt es Gelegenheit zum Klönen, leckeres Eintopfessen, Getränke und rockige Songs. Die Veranstaltung wird durch das Kulturbüro aus dem Programm für populäre Musik/Popkultur „Dortmund macht lauter“ gefördert.

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Ein Gedanke zu “Neue Nutzung der ConcordiArt-Räume ist geplant – Das Kunstkaufhaus hat sich nicht am Borsigplatz durchgesetzt

  1. ConcordiArt

    Folgende Konzerte finden in nächster Zeit im ConcordiArt-Laden am Borsigplatz statt:

    Stefan Bauer – Geschichten und Musik
    Freitag, 16. Februar 2018
    19:30 Uhr
    Stefan Bauer macht Gitarrenmusik und erzählt dabei kleine Geschichten, die viel mit dem Leben und mehr zu tun haben. Der Songwriter aus der kleinen Stadt an der Ruhr singt mal verträumt und mal zornig, bleibt seinen Geschichten dabei immer treu. Die Musik vermischt die Stile und findet dabei ihren ganz eigenen Weg. Sie ist hoffnungstragend, gnadenlos klagend, traurig und machmal voller Frohsinn. Dabei zeigt sie genaus das, was den Menschen ausmacht: seine Gedanken.
    Durch seine zahlreichen Konzerte als Solokünstler und Musiker bringt der Junge aus dem Ruhrgebiet eine ungewohnte Energie auf die Bühne, welche die Zuhörer mitreißt und sie zum Lachen, Träumen und sogar gelegentlich zum Weinen bringt. (Text: Stefan Bauer, Foto: Michael Golab).
    Mehr Infos zum Künstler:
    http://www.stefanbauermusik.de
    http://www.stefanbauerprojekte.de
    http://www.fastwatermusic.de

    Zwischenstopp Christopher`s Journey
    Freitag, 09. März 2018
    19:30 Uhr
    „Meine Reise bewegt sich auch 2018 durch viele verschiedene Locations! Diesmal bei ConcordiArt! Ich bin Christopher’s Journey und bin ein Singer Songwriter im Alternative Rock & Acoustic Bereich. 2017 habe ich mein Album „Introspection“ rausgebracht und konnte zusätzlich mit Covern insgesamt 14 Bühnen besuchen. Dieses Jahr gibt es schon einige Auftritte für mich, einer davon ist bei ConcordiArt. Meine Songs bewegen sich oft in Richtung Selbstbeobachtung und ich cover zusätzlich auf der Bühne Songs die mich in meinem Leben und auf meinem Weg inspiriert haben! Von Stone Sour bis hin zu Papa Roach über Muse!
    Mehr zu meiner Musik findet man auf Facebook, YouTube und Spotify!“ (Text und Foto: Christopher Schierbrock)

    Edy Edwards – Ruhrpott-Rock&Blues
    Freitag, 16. März 2018
    19:30 Uhr
    „… ist der Mann mit der Gitarre. Er singt über das Leben, über die Liebe und das ganze andere Zeug. Mit Biss, Hirn und Herzblut. Am liebsten live. Ob alleine akustisch oder als Trio und Quartett elektrisch, bringt er das volle Brett auf die Bühne. Authentisch. Mitreißend. Intelligent. Live.
    Kurz-Biografie: 1989 in Dortmund geboren, verbrachte Edy seine Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet und Teilen von Europa. Nach der Schulzeit wusste Edy nicht so recht wohin mit sich: Ein paar Jobs, Zivildienst, sich ausprobieren, das Übliche halt. Plötzlich griff er zur Gitarre – ein bis dahin unbeachtetes Geburtstagsgeschenk aus Kindertagen – und fing an, erste Akkorde zu schrammeln. Als Autodidakt feilte er hartnäckig an seinen musikalischen Fähigkeiten und begann sofort damit, eigene Songs zu schreiben. Es war für seine Angehörigen nur ein kurzer Schock, als er ihnen mitteilte, dass er seinen Lebensunterhalt mit Musik verdienen will.
    Seine Begeisterung überzeugte schnell und Edy’s Mutter sagte einen für ihn entscheidenden Satz: „Wenn du Musik machen willst, geh raus und zeig dich den Leuten.“ Bald schon folgten erste Gigs in den Kneipen und Clubs der Umgebung. Damals noch im Singer/Songwriter- und PopFahrwasser unterwegs, wurde seine erste EP „1989“ im Herbst 2011 bei ‚Retter des Rock Records’ veröffentlicht. Nachdem Edy über einhundert mal die Bühnen der Republik unsicher gemacht hatte, folgte die EP „Ruhrpott-Poesie“. Hier zeichnet sich bereits deutlich die musikalische Ausrichtung auf Rock und Hard Blues ab. Die EP enthält auch gesprochenes Wort von Michael Meyer, dem Autoren von “Piss-Pott – Das Leben ist (k)ein Kinderspiel”. Die Idee zur gemeinsamen Veröffentlichung entstand aus einem Theaterstück von Michael Meyer, das Edy musikalisch begleitet hatte.
    Nach dem beachtlichen Erfolg der ersten beiden Veröffentlichungen und wiederum einer Tonne Gigs später, ging es abermals ins Studio. Gemeinsam mit seinem Produzenten Hans Christian Becker (zeitgeist Tonstudio) entwickelte Edy mit Elementen aus Rock, Hard Blues und einer wohldosierten Vintage-Attitüde einen komplett eigenen Stil und Sound. Das Debüt-Album „Medienapplaus“ erschien am 24.03.2016. Ein weiteres ist bereits in Arbeit. Seine markante, charakterstarke Stimme und sein unkonventionelles und treibendes Gitarrenspiel ergänzen sich perfekt. Ob alleine akustisch – als Trio oder Quartett elektrisch – es knallt sowohl Live, als auch auf Platte authentisch und mitreißend.“ (Text: Edy Edwards, Foto: Anja Hecker fotografie)

    Wir freuen uns sehr, beste Singer/Songwriter bei uns am Borsigplatz begrüßen zu dürfen, die mit individueller Musik und authentischen Texten ihren Gästen jeweils jeder auf seine Art einen ganz besonderen Abend bieten.
    Im ConcordiArt ist an den Konzertabenden ab 16 Uhr Platz zum Klönen und es können eine leckere Suppe, Obstsalat sowie Getränke genossen werden. Konzertbeginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
    Die Veranstaltung wird durch das Kulturbüro aus dem Programm für populäre Musik/Popkultur „Dortmund macht lauter“ gefördert. Veranstalter: ConcordiArt e.V.

    Diese Veranstaltungshinweise können gerne weitergeleitet werden.

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