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„Nach dem Brand“: Überlebender des Brandanschlags von Mölln steht im Jugendforum Nordstadt Rede und Antwort

Ibrahim Arslan ist zu Gast bei der nächsten Sitzung des Jugendforums Nordstadt am Montag, 11. September 2017, um 18 Uhr im Treffpunkt Stollenpark (Bergmannstr. 51, Dortmund). Er wird mit Jugendlichen über Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft diskutieren.

Dokumentarfilm zeigt, wie Familie Arslan mit den Folgen eines Mordanschlages umgeht

Ibrahim Arslan hat den Brandanschlag von Mölln im November 1992 überlebt. Foto: Stefan Querl

Ibrahim Arslan hat den Brandanschlag von Mölln im November 1992 überlebt. Foto: Stefan Querl

Ibrahim Arslan hat den Brandanschlag von Mölln im November 1992 überlebt. Damals starben drei Menschen. Die Anschläge wurden von Rechtsradikalen mittels Molotowcocktails auf von türkischen Familien bewohnte Häuser nachts verübt.

Gezeigt wird der Film „Nach dem Brand“. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Familie Arslan mit den Folgen eines Mordanschlages umgeht. Im Film wird das gesellschaftliche Klima Anfang der 1990er Jahre nur am Rande thematisiert.

Im Anschluss an den Film wird die Diskussion stattfinden.  Alle Jugendlichen sind herzlich eingeladen. Eine weitere Veranstaltung wird am selben Tag auch in der Anne-Frank-Gesamtschule um 13 Uhr.

Die Veranstaltung des Jugendforums Nordstadt/Planerladen e.V. findet statt in Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und ist gefördert durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

Über den Film/Hintergrund:

Am 23. November 1992 legen Neonazis in Mölln einen Brand im Haus der türkischstämmigen Familie Arslan. Der siebenjährige Ibrahim überlebt den Brandanschlag, bei dem drei Familienmitglieder sterben: seine Schwester, seine Oma und seine Cousine. 15 Jahre später, kurz vor der Haftentlassung der Täter, beginnen die Dreharbeiten.

Der siebenjährige Ibrahim überlebt den Brandanschlag, bei dem drei Familienmitglieder sterben: seine Schwester, seine Oma und seine Cousine.

Ibrahim überlebt den Brandanschlag, bei dem seine Schwester, seine Oma und seine Cousine sterben.

Die Regisseurin Malou Berlin begleitet die Familie Arslan vier Jahre bei dem Versuch, mit der Trauer und dem Trauma umzugehen. Sie zeigt auf behutsame Weise, in welchem Spannungsfeld sie sich bewegen: zwischen den traumatischen Folgen des Anschlags und dem Wunsch nach einer unbekümmerten Gegenwart. Trotz des Zuspruchs von Verwandten, Nachbar_innen und Freund_innen gibt es für die Familie Arslan keinen normalen Alltag mehr.

Der Film lässt uns an ihrem Alltag teilhaben und damit auch an der Auseinandersetzung über ihre persönliche und zugleich politische Geschichte. Nach dem Brand ist das eindrückliche Porträt einer Familie, die zwei Jahrzehnte nach dem Brandanschlag noch immer mit den Folgen der erlebten Gewalt und der Sinnlosigkeit ihres Verlustes ringt.

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