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Jonathan Meese im Dortmunder U: International renommierter Künstler kuratiert 2019 eine Ausstellung im MO

Jonathan Meese vor Ernst Ludwig Kirchners Stafelalp bei Mondschein, 1919. Fotos. Tim van Laere

Jonathan Meese vor Ernst Ludwig Kirchners Stafelalp bei Mondschein, 1919. Fotos. Tim van Laere

Es ist für beide Seiten eine Premiere: Der international bekannte deutsche Künstler Jonathan Meese wird 2019 eine Ausstellung im Museum Ostwall (MO) im Dortmunder U kuratieren. Die Schau mit dem Arbeitstitel „Sammlung ,Keine Angst‘ (Dr. Nullzensur)“ soll am 4. Oktober 2019 eröffnen und ein Jahr lang in Dortmund zu sehen sein.

Meese ist der erste zeitgenössische Künstler als Kurator im Museum Ostwall im U

Jonathan Meese vor Max Beckmanns „Selbstbildnis mit Zigarette“, 1947

Jonathan Meese vor Max Beckmanns „Selbstbildnis mit Zigarette“, 1947

Meese ist der erste zeitgenössische Künstler, der vom MO dazu eingeladen wird, sich mit der museumseigenen Sammlung auseinanderzusetzen. Dr. Nicole Grothe, Leiterin der Sammlung des MO und das gesamte MO-Team werden ihn dabei unterstützen.

Auch für Jonathan Meese ist es das erste Mal, dass er sich als Kurator mit einer Museumssammlung beschäftigt. Bei einem ersten Besuch in Dortmund in der vergangenen Woche hatten es ihm besonders die Expressionisten angetan, die in der aktuellen Ausstellung „Fast wie im echten Leben“ auf den Ebenen 4 und 5 im Dortmunder U zu sehen sind.

Brigitte Meese, in ihrer Rolle als „Mami“ aktives Mitglied des Meese-Teams, legte dem Künstler vor allem Henri Laurens Skulptur „L’adieu“ ans Herz.

Die Arbeit von und mit Meese im Dortmunder MO

In den nächsten Monaten werden Meese und sein Team des Öfteren in Dortmund und in der Sammlung anzutreffen sein, um gemeinsam mit dem MO ein Konzept zu entwickeln. „Ziel ist es, die Geschichten der Stadt und des Museums, die Werke der MO-Sammlung und Meeses eigene Arbeiten zu verbinden“, sagt Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe.

Jonathan und Brigitte Meese im Gespräch mit Edwin Jacobs (Direktor des Dortmunder U) und Nicole Grothe (Leiterin der Sammlung des Museums Ostwall im Dortmunder U)

Jonathan und Brigitte Meese im Gespräch mit Edwin Jacobs und Nicole Grothe.

Edwin Jacobs, Direktor des Dortmunder U, ist begeistert: „Mit Jonathan Meeses Projekt führen wir unsere Idee fort, in Zukunft dynamischer mit der Sammlungspräsentation zu arbeiten. Unsere Besucher werden die Werke unserer Sammlung mit ganz neuen Augen sehen.“

Jonathan Meese wurde 1970 in Tokio geboren. Er lebt in Berlin und Ahrensburg, Schleswig-Holstein, bei Hamburg. In seinen oft provokanten Gemälden, Skulpturen und Performances thematisiert er die Weltgeschichte, Mythen und Sagen, das Scheitern der Ideologien und die Rolle und Macht der Kunst.

Seine Arbeiten und Inszenierungen sind in Museen und Galerien auf der ganzen Welt zu sehen und wurden von Museen wie dem Pariser Centre Pompidou, dem Städel Museum in Frankfurt oder dem Museum Abteiberg in Mönchengladbach angekauft.

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