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Hilfen für Blinde und Sehbehinderte: Neue Ampelanlagen in Dortmund sollen ein „hörbares Grün“ bekommen

Bisher gibt es nur fühlbare Ampelanlagen in Dortmund - bald soll es auch hörbare geben.

Bisher gibt es nur fühlbare Ampelanlagen in Dortmund – bald soll es auch hörbare geben.

Von Maike Velden

Die Situation für blinde und sehbehinderte Menschen an Ampeln in Dortmund soll verbessert werden: Die Ampeln sollen ein „hörbares Grün“ bekommen. Ein entsprechendes Vorhaben hat der Verwaltungsvorstand am Dienstag (23.05.) auf den Weg gebracht. Ausschlaggebend für die Änderung war eine Eingabe des Behindertenpolitischen Netzwerkes.

Musteranlage stößt auf gute Rückmeldung von Fachleuten

Die bereits in großem Umfang vorhandenen Blindensignalisierungen in Dortmund setzen bisher auf taktile Signale („fühlbares vibrierendes Grün“). Ziel dieses Projektes ist, dass die Grünphase an Fußgängerampeln von jetzt an auch hörbar wird.

Damit soll die Überquerung der Straßen für sehbehinderte und blinde Menschen erleichtert werden. Schon seit 2016 wird über den Ausbau der Ampelanlagen diskutiert. Als Vorbild für die Weiterentwicklung von Ampeln dient eine Musteranlage an der Zillestraße/Ecke Hombruchsfeld.

Diese wurde im Mai 2016 installiert und stieß seitdem auf positive Rückmeldung beim Behindertenpolitischen Netzwerk, der Behindertenbeauftragten und den Vertretern des Tiefbauamtes.

Alle neuen Ampelanlagen sollen künftig das „hörbare Grün“ bekommen

Bisher gibt es nur fühlbare Ampelanlagen in Dortmund - bald soll es auch hörbare geben.

Bisher gibt es nur fühlbare Ampelanlagen in Dortmund – bald soll es auch hörbare geben.

Auf der Grundlage der Erfahrungen empfiehlt der Verwaltungsvorstand dem Rat zu beschließen, dass das Tiefbauamt künftig bei allen Neuinstallationen auf die Systeme mit hörbarem Grün setzt.

„Bei den ersten Standorten werden wir Prioritäten setzen müssen“, Betont Baudezernent Martin Lürwer. Eine Anpassung an die Situation der BewohnerInnen Dortmunds sei sehr wichtig.

Irgendwann sollen alle Fußgängerampeln der Stadt Dortmund für Sehbehinderte und Blinde mit dem hörbaren Grün ausgerüstet werden, aber bis dahin werde es noch dauern. „Das wird ein längeres Projekt sein“, betont Lürwer.

Kurzfristig könne dieses Umrüstung aus personellen und finanziellen Gründen nicht realisiert werden. In Dortmund gibt es insgesamt 568 städtische Ampelanlagen. Davon sind 328 Anlagen für Kreuzungen und Einmündungen zuständig.

240 Ampeln regeln die  Fußgängerquerungen mit einem Druckknopf. In den letzten drei Jahren wurden etwa 40 Signalanlagen jährlich erneuert. Darunter 20 Ampeln an Fugängerüberquerungen. Künftig sollen alle neuen mit dem hörbaren Grün ausgestattet werden.

 

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