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Gemeinsam für einen sicheren Winter: SportlerInnen und Kinder freuen sich – Arbeit für EDG und DortmunderInnen

Der Winterdienst in Dortmund ist einsatzbereit. Archivfoto: Frauke Schumann/edg

Der Winterdienst in Dortmund ist einsatzbereit. Archivfoto: Frauke Schumann/edg

Das Wetter kündigt den Winter in den vergangenen Tagen mit novembertypischer Tristesse an – Jahresendzeitstimmung. Und bereits vor dem 1. Advents-Wochenende kann es Schnee bis in die Niederungen geben. Was Kinder und Wintersportfans freut, bedeutet aber für die meisten Menschen ungeliebte Pflichten. Die EDG Entsorgung Dortmund ist nach eigener Aussage gut für mögliche bevorstehende winterliche Behinderungen gerüstet – 5.000 Tonnen Salz, 1.000 Tonnen Eifellava, 60.000 Liter Salzsole und 200 Beschäftigten in Bereitschaft. Doch auch die BürgerInnen Dortmunds müssen beim Winterdienst ran.

AnwohnerInnen haben eine Sorgfaltspflicht für den Winterdienst

Gehwege müssen im Winter schnee- und eisfrei gehalten werden. Archivfoto: Oliver Schaper

Gehwege müssen im Winter schnee- und eisfrei gehalten werden. Archivfotos (4): Oliver Schaper

Allerdings besteht für die BürgerInnen der Stadt Dortmund, und nicht nur hier, eine eigene Sorgfaltspflicht für die Gehwege. Diese kündigt sich in Miethäusern dadurch an, dass Winterdienste für die Hausgemeinschaften ausgehängt werden. Die Privatgrundstück-EignerInnen sind hier ebenso in der Pflicht den Bürgersteig vor dem Grundstück schneefrei zu machen.

Es ist hilfreich für den Winterdienst vorbereitet zu sein – Besen, Schneeschieber und Streugut. „Ausreden“ gelten nicht! Bis 7 Uhr in der Früh muss der Bürgersteig vor dem Grundstück von Schnee und Eis befreit sein. Der Gehweg muss ausrutschsicher gemacht werden: Also entweder mit Salz (bei Gefälle und Treppen) streuen oder ansonsten mit Splitt und Asche – das ist auch besser für die Umwelt.

Gehwege von Schnee und Eis räumen: Mit den ersten dicken Flocken beginnt für HauseigentümerInnen und BewohnerInnen von Miethäusern, sofern nicht anders geregelt, im Winter auch der Winterdienst vor der eigenen Haustür. Das heißt: Gehwege und Zufahrten müssen geräumt, vereiste Flächen gestreut werden.

Den Winterdienst haben die MieterInnen zu übernehmen, sofern das im Mietvertrag vereinbart wurde. Rutschen PassantInnen aus und verletzen sich, können Ersatzansprüche auf diejenigen mit Räumpflicht zu. Ohne Haftpflichtversicherung kann das dann teuer werden, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Versicherungen können bei Schäden helfen – Winterdienst besteht schon lange

Über 200 Beschäftigte der EDG sind auch für den Winterdienst zuständig. Archivfoto: Oliver Schaper

Über 200 Beschäftigte der EDG sind auch für den Winterdienst in Dortmund zuständig.

Wird PassantInnen ein vorschriftsmäßig geräumter Gehweg dennoch zum Verhängnis, springt bei den Verletzungen die gesetzliche Unfallversicherung ein – aber nur dann, wenn der so genannte „Wegeunfall“ auf dem unmittelbaren Weg zur Arbeit oder anschließend auf dem direkten Heimweg passiert ist.

Auch für diesen und sonstige Ausrutscher mit schmerzhaften Folgen zahlt die private Unfallversicherung. Ist die eigene Arbeitskraft aufgrund eines Sturzes dauerhaft beeinträchtigt, ist dies ein Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Beide finanziellen Absicherungen greifen aber nur, wenn sie rechtzeitig abgeschlossen wurden.

Diese Bürgerpflicht ist keinesfalls ein Ergebnis unglücklicher Sparmaßnahmen, sondern eine allgemeine und schon lange bestehende Pflicht. Wer es selber nicht schafft, dem Winterdienst nachzukommen, sollte andere beauftragen.

Für die Straßen im Dortmunder Stadtgebiet gibt verschiedene Prioritäten

Die Straßen im Dortmunder Stadtgebiet werden hinsichtlich des Winterdienstes sehr unterschiedlich behandelt. Es gibt verschiedene Prioritäten. In Stufe I werden zunächst die Hauptverkehrswege in Dortmund geräumt. Dies sind z.B. der Rheinlanddamm, der Hellweg, die Flughafenstraße und andere Hauptverkehrsachsen.

In Stufe II sind die innerörtlichen Verbindungswege in Dortmund. In den Stufen I und II werden insgesamt 1106 Kilometer Straßen Dortmunds abgedeckt – sie werden vorrangig behandelt. 682 Straßenkilometer der Winterdienststufe III bleiben aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen unbehandelt. Dazu gehören Sackgassen, Stichstraßen, Straßen ohne Durchgangsverkehr und Straßen, die nicht vom öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden

Hauptverbindungs- und Durchgangsstraßen werden vorrangig von Schnee und Eis befreit. Archivfoto: Oliver Schaper

Hauptverbindungs- und Durchgangsstraßen werden vorrangig von Schnee und Eis befreit.

Die EDG kümmert sich neben den Fahrbahnen der Straße zusätzlich um rund 3745 Überwegepunkte, wie Ampelbereiche und Übergänge. Hier streuen die EDG-MitarbeiterInnen ebenfalls aus ökologischen Gründen kein Salz, sondern abstumpfend wirkende Eifellava.

Im Rahmen einer Sondervereinbarung mit der Stadt Dortmund und über die gesetzliche Verpflichtung hinaus werden 103 Kilometer Radwege von der EDG beim Winterdienst berücksichtigt. Die Strecke wird mit der jeweils tagesaktuellen, witterungsabhängigen Aufnahme des Winterdienstes auf den Fahrbahnen der Winterdienststufen I und II entsprechend einmal am Tag behandelt.

„Nach aktueller Rechtsprechung gilt: Wenn ausgewiesene Radwege im Winter aufgrund von Eis oder Schnellfall objektiv nicht benutzbar sind, entfällt die Pflicht diese zu benutzen“, betont die EDG. „RadfahrerInnen dürfen dann auf den Gehweg (als Fußgänger) oder auf die Fahrbahn ausweichen, die ihrem Schutzbedürfnis besser genügen.“

 Schon in dieser Woche kann es Schneefall bis in die Niederungen geben. Archivfoto: Oliver Schaper gesehen in Hörde am Neumarkt

Schon in dieser Woche kann es Schneefall bis in die Niederungen geben.

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