Nordstadtblogger

Unterstützer gesucht: Ein neuer Förderverein bittet um Spenden für Restaurierungen auf dem Nordfriedhof

Offiziell gegründet wurde der Förderverein Nordfriedhof e.V. (Foto: Joachim vom Brocke)

Offiziell gegründet wurde jetzt der Förderverein Nordfriedhof e.V.. Foto: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Der Förderverein für die historischen Nordfriedhof ist gegründet. Die ersten Mitglieder um Initiatorin Gerda Horitzky hoffen auf viele weitere Mitstreiter. Vorrangiges Ziel ist es, die Grabmäler und Denkmäler zu erhalten, von deren Familien niemand mehr lebt. Sie sind nach Auffassung der Fördervereins-Mitglieder erhaltenswert und können restauriert werden.

Viele alte Denkmäler sind Zeugen der Vergangenheit – Anregung: Ein Gottesdienst im Freien

Diebe haben die großformatige Bronzetafel mit Brecheisen herausgebrochen.

Diebe haben die großformatige Bronzetafel mit Brecheisen herausgebrochen. Foto: Alex Völkel

Doch das kostet Geld. Zwei der über 100 Jahre alten Denkmäler, die auch den Reichtum der alten Nordstädter zeigen, wurden in der Vergangenheit leider gestohlen. So ist zum Beispiel unter der Tafel der Familie Tiemann ein riesiges Loch zu sehen.

Hier wurde eine historische Figur aus Bronze brutal abgeschlagen und mitgenommen. Einer bronzenen Frauengestalt auf dem Grab der Familie Schmiemann aus dem Jahr 1907 fehlt ein Daumen und hat auffallend große Risse am Rücken. Viel zu tun also für die Nordmarkt-Friedhofsfreunde.

Gerda Horitzky kündigte an, dass dem Förderverein bereits größere Spendenzusagen vorliegen. Außerdem habe man sich für das Projekt Nordwärts angemeldet. Schließlich würde sich Horitzky mal „über einen Gottesdienst im Freien“ auf dem weitläufigen Gelände freuen. Darüber hinaus denkt sie zu einem späteren Zeitpunkt an Führungen.

Die erste Beisetzung auf dem Nordfriedhof waram 25. November 1897

Gründung eines Förderkreises zur Erhaltung historischer Grabmale auf dem Nordfriedhof durch Gerda Horitzky

Das Denkmal erinnert an die Opfer der Explosions auf Zeche Minister Stein 1925. Foto: Hartmann

Der Nordfriedhof wurde 1897 als vierter kommunaler Friedhof gegründet. Am ältesten Grab erinnert eine Plakette an die erste Beisetzung am 25. November 1897. Außerdem erinnert ein Denkmal an die Explosionskatastrophe von 1925 auf der nahe gelegenen Zeche Minister Stein.

Ein weiteres Denkmal wurde den 30 Menschen gesetzt, die 1920 bei der Grubenausfahrt aus Kaiserstuhl II tödlich verunglückten. Das aus dem Friedhof, der nach Gerda Horitzky vor einiger Zeit noch „ein Trauerspiel war“, eine parkähnliche Landschaft geworden ist, schreibt sie dem Engagement von Verwalter Christian Berndt zu.

Dem Förderverein Nordfriedhof e.V. gehörten an: Vorsitzende Gerda Horitzky, Stellvertreter Andre Buchloh, Schatzmeister Dorian Marius Vornweg, Schriftführer Marcus Bäckerling, Beisitzer Dr. Wilhelm Grote, Dr. Franz-Josef Ingenmey und Sascha Horitzky. Weitere Gründungsmitglieder sind: Freddy Bahr, Rosemarie Hackenfort, Kristina Kalamajka und Christian Schmitt.

Mehr Informationen:

  • Spendenkonten wurden bei Sparkasse und Volksbank eingerichtet:
  • Sparkasse Dortmund: DE39 4405 0199 0131 0222 71
  • Volksbank Dortmund: DE49 44160014 6540 8285 00
  • Ein Internetangebot ist in Vorbereitung.

Mehr zum Thema auf nordstadtblogger.de:

Die Gründung eines Fördervereins für den Nordfriedhof soll die Geschichte der Nordstadt bewahren helfen

Zum Kapp-Putsch 1920: Dortmunder Kommunisten gedenken auf dem Nordfriedhof den Widerstandskämpfern

Bedeutende Kunstgegenstände auf dem Nordfriedhof gestohlen – Relief und Statue aus Bronze verschwunden

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.