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Die Westfalenhallen in Dortmund sind nach wie vor Besuchermagnet: Höchsten Umsatz in diesem Jahrzehnt erzielt

Bagger durchwühlen das Erdreich für das ehrgeizige Modernisierungsprojekt.

Bagger durchwühlen das Erdreich für das ehrgeizige Modernisierungsprojekt. Fotos: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Zahlen, die zufrieden stimmen: Sechs Millionen Euro Umsatz beim operativen Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) und ein zwei Mio. Euro höherer Umsatz, der 2016 bei 47,4 Mio. Euro liegt (Vorjahr 45,2 Mio. Euro). Der Unternehmensverbund Westfalenhallen hat erneut kräftig zugelegt. Hauptgeschäftsführerin Sabine Loos sprach auf der Bilanzkonferenz vom „höchsten Umsatz in diesem Jahrzehnt“ und bekräftigte: „Ein Umsatz in dieser Höhe wurde in den vergangenen 20 Jahren – und vermutlich auch in der Zeit davor – überhaupt erst ein einziges Mal erreicht“.

Besuchermagneten sind Creativa und Jagd und Hund – Fast 100 000 BesucherInnen im Kongresszentrum

Zufrieden über den Fortschritt der Bauarbeiten für das neue Messe-Eingangsportal ist die Geschäftsführung des Unternehmensverbundes Westfalenhallen. Voraussichtliche Fertigstellung: Ende 2018.

Zufrieden über den Fortschritt der Bauarbeiten für das neue Messe-Eingangsportal ist die Geschäftsführung.

Zugelegt wurde in allen Bereichen: im Eigen- als auch im Gastmessebereich ebenso wie beim beim Tochterunternehmen KHC (Kongresse, Hotel, Catering, Veranstaltungsgastronomie) sowie beim Veranstaltungszentrum mit einem attraktiven Programm. Geboten wurden in den Westfalenhallen 35 Messen, acht Eigenmessen und 35 Gastmessen, die von 788 925 Menschen besucht wurden und 8724 Aussteller nach Dortmund lockte.

Christian Plothe, seit 1. November 2016 Geschäftsführer der Messe: „Besuchermagneten sind Jagd und Hund, die Creativa, Inter-Modellbau und die Fachmesse Intertabac, eine Leitmesse der Branche mit vielen ausländischen Gästen“. Plothe kündigte würden Herbst eine weitere Messe zum Thema Heiraten an sowie eine Fachmesse für die Verpackungsindustrie im nächsten Jahr.

Im modernisierten Kongresszentrum gab es 1181 Veranstaltungen (Vorjahr: 976). Dabei handelt es sich in erster Linie um Firmen-Veranstaltungen, aber auch gastronomische und gesellschaftliche Veranstaltungen mit insgesamt 98 455 Besuchern aus nah und fern. Die Auslastung des Hotels im Westfalenhallen-Komplex bezifferte Geschäftsführer Frank Weeke mit 66 Prozent. Sehr stark gefragt, so Weeke, sei ebenso die Cateringabteilung, die über die Westfalenhallen hinaus erfolgreich tätig ist.

Exodus und Schlagerboom wird fortgesetzt – Ausbildungsplätze sind gefragt

Etwa auf Vorjahresniveau lag das Veranstaltungszentrum. Die 191 Veranstaltungen – Konzerte, Sportveranstaltungen, Tagungen – wurden von 814 398 Personen besucht.  Für Geschäftsführer Jochen Meschke war 2016 ein „Jahr der Premieren“. Viele Erstveranstaltungen, wie das Festival Exodus oder die TV-Produktion Schlagerboom werde es auch in diesem Jahr geben. „Live-Entertain spielt eine große Rolle“, so Meschke, der vorausschauend für 2018 einige Highlights ankündigte, doch nähere Details – außer den bereits bekannten Terminen – nicht verraten durfte.

Insgesamt sind im Unternehmensverbund Westfalenhallen 316 Mitarbeiter beschäftigt, darin sind 43 Auszubildende enthalten. Sabine Loos: „Die Westfalenhallen engagieren sich stark für die Ausbildung junger Leute. Die Quote liegt mit 13,6 Prozent weiterhin hoch“. Aktuellen seien zwei Flüchtlinge als Azubis beschäftigt, einer komme im September dazu, eine weiterer habe seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Kräne und Bagger rund um die Messe arbeiten für das Modernisierungsprojekt Welcome2018. In Sichtweite zur B 1 entsteht dort ein neues Messe-Eingangsportal sowie eine neue Besucher-Passage mit neu gestaltetem Messevorplatz. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin: im Herbst nächsten Jahres.

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