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Die weltweit geachtete World Press Photo-Ausstellung ist erneut im Kulturort Depot in der Nordstadt zu sehen

Auf 62 Tafeln sind 152 Fotos aus acht Kategorien zu sehen. Foto: Alex Völkel

Im Kulturort Depot sind auf 62 Tafeln sind 152 Fotos aus acht Kategorien zu sehen. Fotos: Alex Völkel

Die weltweit wichtigste Fotoausstellung macht wieder in Dortmund Station: Bereits zum sechsten Mal ist die World Press Photo Ausstellung im Kulturort Depot in der Nordstadt zu sehen – als einer der ersten Präsentationsorte weltweit für die neue Tour.

Bei der Ausstellung WPP17 sind auf 62 Tafeln sind 152 Fotos aus acht Kategorien zu sehen

Beim World Press Photo Contest wurden in diesem Jahr insgesamt 45 Fotografen aus 25 Nationen ausgezeichnet - darunter sind auch drei Deutsche.

Beim World Press Photo Contest wurden in diesem Jahr insgesamt 45 Fotografen aus 25 Nationen ausgezeichnet.

Vom 6. bis 28. Mai zeigt das Depot in Kooperation mit der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) die Ausstellung in der großen Halle. Jedes Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in einem internationalen Wettbewerb die besten Pressefotografien aus. In einer Wanderausstellung werden die preisgekrönten Fotos rund um den Globus gezeigt und ziehen mehrere Millionen BesucherInnen an.

Die World Press Photo 17 umfasst über 150 Fotos – es gibt spektakuläre Aufnahmen aus dem Sport, stille, poetische Naturbilder und Fotoreportagen, die ganz intime Einblicke in persönliche Geschichten gewähren. Da alle wichtigen nachrichtenbezogenen Ereignisse des Vorjahres abgebildet sind, bietet die Ausstellung außerdem einen Rückblick auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres.

Das Hauptziel der World Press Photo Foundation ist die internationale Unterstützung und Förderung professioneller Pressefotografen. Beim World Press Photo Contest wurden in diesem Jahr insgesamt 45 Fotografen aus 25 Nationen ausgezeichnet – darunter sind auch drei Deutsche.

Titelbild der Ausstellung erhitzt die Gemüter – Depot verzichtet in der Werbung darauf

Wie selten zuvor hat die Auswahl des Siegerfotos - ein Foto Burhan Ozbilici -die Gemüter erhitzt.

Wie selten zuvor hat die Auswahl des Siegerfotos – ein Foto Burhan Ozbilici -die Gemüter erhitzt.

Wie selten zuvor hat die Auswahl des Siegerfotos die Gemüter erhitzt. Burhan Ozbilici`s Bild – welches auch den ersten Preis in der Kategorie Spot News gewonnen hat – zeigt Mevlüt Mert Altintas, einen 22-jährigen Polizeibeamten außer Dienst, welcher den russischen Botschafter der Türkei, Andrey Karlov, während einer Kunstausstellung in Ankara am 19. Dezember 2016 ermordet hat.

Altintas verwundete drei weitere Personen bevor er von der Polizei erschossen wurde. Ozbilici ist Fotograf bei The Associated Press mit Sitz in Istanbul. Wegen des drastischen Motivs und auch, um den Attentäter keine Plattform zu geben – hat sich das Depot dagegen entschieden, das Bild für die Außenwerbung zu verwenden, berichtet Depot-Geschäftsführerin Claudia Schenk.

In der Ausstellung selbst – sie ist ab 14 Jahren empfohlen – ist eine ganze Serie von Bildern zu sehen. Sie wirft einen spannenderen Blick auf das Attentat, als es das umstrittene Siegerbild selbst vermocht hätte.

DEW21 macht die Ausstellung möglich – Förderung bis 2020 gesichert

Suzan van den Berg, Claudia Schenk und Wolfgang Boedeker stellten die Dortmunder Ausstellung vor.

Suzan van den Berg, Claudia Schenk und Wolfgang Boedeker stellten die Dortmunder Ausstellung vor.

Auf 62 Tafeln sind 152 Fotos aus acht Kategorien zu sehen. Möglich ist das nur, weil die DEW21 das Depot bei der Realisierung unterstützt. „Wir freuen uns, dass wir wieder mit dabei sind. Bis 2020 werden wir die Ausstellung weiter unterstützen“, betont Wolfgang Boedeker.

Entsprechende Verträge wurden bereits unterzeichnet. „Wir finden es sehr wichtig, eine solche Ausstellung zu zeigen. Es ist die international wichtigste Fotoausstellung – davon profitiert die Stadt Dortmund“, so Boedeker.

Das liegt nicht zuletzt am interessanten Rahmenprogramm sowie an den Angeboten für Schulklassen.

Umfangreiches Rahmenprogramm mit Filmen, Führungen und Vorträgen

An zwei Samstagen  (13. und 20.Mai) gibt es jeweils um 15.00 Uhr öffentliche Führungen durch die Ausstellung. Die Führung kostet drei Euro zusätzlich zum Ausstellungseintritt (6 Euro/ 4 Euro ermäßigt).

Einen Vortrag des Fotografen Andy Spyra gibt es am Freitag, 19.05.2017, um 19 Uhr: Seit zehn Jahren dokumentiert der Fotojournalist Andy Spyra die Auswirkungen von Krieg und Völkermord auf Menschen und Gesellschaften.

Vom Bürgerkrieg im indischen Kaschmir über die Genozide in Bosnien und der Türkei bis hin zu den aktuellen Konflikten im Nahen Osten. Spyra berichtet in seinem Vortrag über seine Arbeit als Fotograf in den Krisengebieten der Welt und den Spagat zwischen Krieg und Alltag zuhause. Eintritt frei

sweetSixteen-Kino zeigt zwei Filme

Außerdem gibt es erneut eine Kooperation mit dem Kino „sweetSixteen“ im Depot: Dort werden zwei Filme gezeigt, die unabhängig von der Ausstellung zu sehen sind. Der Eintritt für den Film beträgt jeweils sieben Euro (ermäßigt sechs Euro).

  • „Life“, Kanada/Deutschland/Australien 2014, 111 Min., Regie: Anton Corbijn 

Los Angeles, 1955. Der Fotograf Dennis Stock begegnet dem jungen James Dean. Dean erlebt gerade seinen Durchbruch in Hollywood. Stock sieht in dem kommenden, unkonventionellen Star James Dean seine Chance auf eine anerkannte Karriere als Fotograf. Es sind zwei Außenseiter, die sich vorsichtig aufeinander zubewegen und sich schließlich auf eine gemeinsame Fotoreise begeben: im Auftrag des LIFE Magazins, quer durch die USA nach Indiana. Sie sind zu verschieden, um wirklich Freunde zu werden und doch scheint gerade diese Spannung notwendig, um jene herausragenden, weltberühmten Bilder entstehen zu lassen, die über einen geradezu ikonografischen Status verfügen und bis heute berühren. (DO 11.05. bis SO 14.05.2017 jeweils um 21.00 Uhr und DI 16.05. bis MI 17.05. jeweils um 17.00 Uhr im sweetSixteen-Kino)

  • Don`t blink – Robert Frank, USA/Frankreich/Kanada 2015, 82 Min., OmU, S/W und Farbe, Regie: Laura Israel 

Was wäre die moderne Fotografie ohne das Werk von Robert Frank? Robert Frank gilt als einer der bekanntesten amerikanischen Fotografen, sein 1958 erschienenes Fotobuch „The Americans“ als eine umfassende Dokumentation Amerikas und seiner Bewohner. „Don’t Blink“ ist das Porträt eines künstlerischen Lebenswerks, der Einblick in ein Leben, dessen Maxime immer die Gegenwartskunst ist und war. Musik, Fotografie, Film und Videokunst – „Don’t Blink“ zeigt Robert Frank als Querdenker und Anarchisten in allen Lebenslagen. DO 18.05. bis SO 21.05.2017 jeweils um 21.00 Uhr und DI 23.05. bis MI 24.05. jeweils um 17.00 Uhr im sweetSixteen-Kino

Mehr Details zur World Press Photo Ausstellung 2017:

  • Laufzeit:  Sa., 06. bis So., 28. Mai 2017 
  • Öffnungszeiten Ausstellung: MO – MI: 11 – 19.00 Uhr DO: 11 – 20.00 Uhr FR – SA: 11 – 22 Uhr SO: 11 – 19 Uhr 
  • Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt) 
  • Die World Press Photo Foundation empfiehlt den Besuch der Ausstellung ab 14 Jahren.
  • Führungen für Gruppen können extra gebucht werden. 
  • Ort: Kulturort Depot, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund 
  • Exklusivsponsor der World Press Photo Ausstellung im Depot: DEW21 
  • World Press Photo wird von der Niederländischen Postleitzahl-Lotterie unterstützt und weltweit von Canon gesponsert. 

 

 

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