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Die Nordstadt hat eine neue Attraktion: „Sportpark DKH“ bereichert Außenanlage des Dietrich-Keuning-Hauses

Eröffnung des neuen Sportparks am Dietrich-Keuning-Haus. V.l.: Levent Arslan (kommissarischer Leiter des DKH), Ulrike Markowski (Leitung Kinder- & Jugendbereich) und Kulturdezernent Jörg Stüdemann. Fotos: Wolf-Dieter Blank.

Eröffnung des neuen Sportparks am Dietrich-Keuning-Haus. V.l.: Levent Arslan (kommissarischer Leiter des DKH), Ulrike Markowski (Leitung Kinder- & Jugendbereich) und Kulturdezernent Jörg Stüdemann. Fotos: Wolf-Dieter Blank.

Endlich ist es soweit: Der neu errichtete „Sportpark“ auf dem Außengelände des Dietrich-Keuning-Hauses (DKH) in der Dortmunder Nordstadt wurde unter dem Jubel begeisterter Kids eröffnet. Die waren am Entwurf für die spielgerechte Bebauung des Areals beteiligt und dürfen sich nun über vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten freuen.

Kosten des Sportparks: nicht gerade ein Pappenstiel, aber es hat sich definitiv gelohnt

Bislang Baustelle, jetzt eröffnet: der neue Sportpark am DKH.

Bislang Baustelle, jetzt eröffnet: der neue „Sportpark“ am DKH.

Das DKH ist um eine Attraktion reicher: Am Freitag, den 26. Januar, eröffnete mit dem „Sportpark DKH“ das frisch gestaltete Außengelände des hinter dem Nordausgang des Hauptbahnhofs gelegenen Begegnungs- und Stadtteilzentrums. Kinder und Jugendliche, aber auch alle anderen NutzerInnen können von nun an im gesicherten Außengelände klettern und Ball spielen, Parkourtraining machen, tanzen und vieles mehr.

Die Außen-Spielfläche bietet einen künstlichen Kletterfelsen, eine freie Spielfläche mit weichem Tartanboden, einen Streetkick-Platz, einen fest installierten Grill, Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und Plaudern sowie viel Platz für freies Spiel.

Für die Anlage investierten die Kulturbetriebe nach einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2015 rund 400.000 Euro. Nicht gerade ein Pappenstiel. Das weiß natürlich auch Stadtkämmerer Jörg Stüdemann, der in seiner kurzen Eröffnungsansprache gleich – aber doch ziemlich entspannt – darauf verweist, dass die spiel- und freizeitgerechte Bebauung des Außengeländes „viel Geld gekostet“ habe. Allerdings hat es sich in seinen Augen offenbar auch gelohnt. Denn der Sportpark sei, so der Kulturdezernent sichtlich angetan, „für das Dietrich-Keunig-Haus eine gewaltige Bereicherung.“

Gestaltung des Außenbereichs am DKH: eines der ersten Projekte des Generationenvorhabens „nordwärts“

Auch „Emma“ durfte bei der Eröffnung natürlich nicht fehlen …

Bislang fehlte Dortmunds größtem Veranstaltungs- und Begegnungszentrum im kinderreichsten Stadtteil nämlich eine geeignete Außen-Spielfläche. Die Kinder und Jugendlichen, auf deren Initiative die Neugestaltung zurückgeht, wurden selbstverständlich in die Planung mit eingebunden. Der Sportpark DKH ist eines der ersten Projekte von „nordwärts“, dem städtischen Zehn-Jahres-Projekt für die nördlichen Stadtbezirke.

„nordwärts“ ist ein städtisches Generationenvorhaben für den nördlichen Teil von Dortmund. 2015 begonnen und auf 10 Jahre angelegt, umfasst es knapp 46 Prozent der Dortmunder Stadtfläche und gut 42 Prozent der rund 601.000 Einwohner. Sieben von zwölf Dortmunder Stadtbezirken gehören zur Gebietskulisse von „nordwärts“: Eving, Huckarde, Innenstadt-Nord, Mengede, Scharnhorst, Teile der Innenstadt-West und Lütgendortmund.

Ziel des Projektes ist es, den Strukturwandel in den nördlichen Stadtbezirken gezielt und unter systematischer Partizipation von BürgerInnen voranzutreiben, um auf diese Weise die Lebensbedingungen in und zwischen allen Dortmunder Stadtteilen zu harmonisieren. Hier sind neue Konzepte und kreative Ideen stets willkommen, ja gewünscht. Zumal mit ihnen ebenfalls „Leuchtfeuer“– als Basis für die Einwerbung weiterer öffentlicher und privater Fördermittel – entfacht werden können.

Die Kids waren initiativ und gestalteten den „Sportpark“ nach ihren Wünschen mit

Keine schmutzigen Trikots und aufgeschürften Knie versprich der Tartan-Belag auf dem Fußballfeld.

Keine schmutzigen Trikots und aufgeschürften Knie verspricht der Tartan-Belag auf dem Fußballfeld.

Levent Arslan, kommissarischer Leiter des DKH, betont in seiner – entgegen den vorherigen Erwartungen Stüdemanns („Zwei Stunden“) – noch knapperen Begrüßungsrede, dass die Kinder selbst sich eine solche Anlage „sehnlichst gewünscht“ hätten. Und selbstverständlich waren sie – wie im „nordwärts“-Konzept vorgesehen – an ihrem gesamten Entwurf beteiligt.

Und was davon realisiert wurde, kann sich, mit den Worten Arslans, in der Tat mehr als nur „sehen lassen“. Da wären die beiden in vielerlei Hinsicht verwendbaren Freiflächen vor dem Kinder- bzw. Jungendbereich auf dem Außengelände des Gebäudekomplexes. Das kleine Multifunktionsspielfeld vor der Kindersektion des DKH kann ab jetzt beispielsweise je nach Gusto für diverse Ballsportarten und Gruppenspiele genutzt werden.

Der größere Teil der Außenfläche vor dem Jugendbereich bietet einen Sportplatz für Fußball-, Basketball-, Volleyball- oder Badmintonspiele. Der in Stadionform errichtete Bolzplatz könnte auch als Trainingsgelände unter anderem von Straßenfußballteams und für Spiele der Dortmunder Fußball-Liga „BuntKicktGut“ genutzt werden. – Na ja, „Bolzplatz“ ist vielleicht etwas zu viel gesagt: Die jungen Damen und Herren spielen auf einem Tartanbelag statt „auf Aschenplatz“.

Weitreichende Nutzungsmöglichkeiten des Geländes – nicht nur für Kinder und Jugendliche

Noch nicht bekletterbar: der Boulder-Felsen auf dem Gelände.

Noch nicht bekletterbar: der Boulder-Felsen auf dem Gelände.

Der unübersehbare „Leuchtturm“ des Sportparks DKH ist allerdings der neue, 10 Meter hohe Boulder-Felsen. Dort können die Kids unter pädagogischer Anleitung und nach Herzenslust sicher angeseilt klettern. Das trainiert nicht nur den Körper, sondern unterstützt auch ihre Sozialkompetenzen. Dadurch können zudem Ängste abgebaut und ein maßvollerer Umgang mit der eigenen Risikobereitschaft bewirkt werden.

Der neue Sportpark DKH bietet neben Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie Rückzugsmöglichkeiten (auch für Erwachsene!) mit seinem gesicherten und abgegrenzten Außengelände nun ebenfalls die Chance, mit neuen Partnern und Trägern zusammenzuarbeiten. Künftig können zum Beispiel Open-Air-Konzerte angeboten werden.

Um den spielenden Kindern und Jugendlichen einen geschützten Rahmen zu bieten, wird das Gelände neben einem stabilen Zaun durch zwei herausnehmbare Tore gesichert – ähnlich wie bei Tageseinrichtungen, Schulen und Jugendfreizeitstätten.

Zu den NutzerInnen der Anlage gehören die angrenzenden FABIDO-Kitas, potentiell auch Schulklassen, sowie Mitglieder der Dortmunder Feuerwehr, die bereits angekündigt hat, am künstlichen Felsen trainieren zu wollen.

Weitere Informationen:

  • Der Boulder-Felsen kann derzeit leider noch nicht beklettert werden, da er auf seine sicherheitstechnische Abnahme wartet. Dies wird im März der Fall sein.
  • Näheres zu festen Terminen auf dem Gelände der Außenanlage im Programm des 1. Halbjahres des DKH für den Kinder- und Jugendbereich: hier.

 

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