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Die neue Auslauffläche im Dortmunder Tierheim mit Buddelgruben und Turm erinnert an Reinhold Budde

„Budde-Auslauf“ heißt die neue Auslauffläche im Tierheim Hallerey in Erinnerung an den früheren stellvertretenden Leiter Reinhold Budde. Von links: Stadträtin Birgit Zoerner, Witwe Bianca Budde mit Tochter Kathrin Staudinger und Enkel Piet

„Budde-Auslauf:“Die neue Auslauffläche im Tierheim Hallerey erinnert an den früheren Leiter Reinhold Budde. Von links: Stadträtin Birgit Zoerner, Witwe Bianca Budde mit Tochter Kathrin Staudinger und Enkel Piet.

Von Joachim vom Brocke

Von 1200 auf 2500 Quadratmeter erweitert wurde die Auslauffläche im städtischen Tierheim an der Hallerey. Die neue Auslauffläche wurde auf einer bisher brachliegenden Grünfläche zwischen der Igelschutzstation und dem Hundehaus 1 errichtet, ebenerdig und barrierefrei. Ein Paradies für Hunde mit Buddelgruben, einem Hundeturm für erhöhtes Ablegen und einer Wetterschutzhütte. Die Investition von 86.000 Euro ermöglichte eine Erbschaft des Tierheims.

Gedenktafel wurde von Stadträtin Birgit Zoerner enthüllt – Besonderes Engagement gewürdigt

Die neue Auslauffläche, die von Stadträtin Birgit Zoerner eröffnet wurde, trägt den Namen „Budde-Auslauf“ und erinnert an den langjährigen Kollegen, Tierpfleger und stellvertretenden Tierheimleiter Reinhold Budde. Kurz nach seiner Pensionierung im Jahr 2016 war Budde nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Von 1992 (seit Eröffnung des Tierheimes an der Hallerey) bis August 2016 war der engagierte Tierfreund dort tätig. Der neue Auslauf war maßgeblich von ihm mitgeplant und gestaltet worden.

In Anwesenheit von Bianca Budde, der Witwe von Reinhold Budde, wurde die neue Auslauffläche offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit dabei Tochter Kathrin Staudinger mit dem kleinen Piet und Familie. Peter Hobrecht, der Leiter des Tierschutzzentrums, erinnerte an die „gute Seele im Tierheim“. Selbst exotische Tiere seien von Reinhold Budde stets liebevoll betreut worden und Problemfälle wurden oft einfach mit nach Hause genommen.

Witwe Bianca Budde: Ein Haus voller Tiere – Auf Schlangensuche in einem Linienbus

Ein kleines Wollknäuel freute sich über Streicheleinheiten durch Birgit Zoerner und den kleinen Piet. Fotos: Joachim vom Brocke

Ein kleines Wollknäuel freute sich über Streicheleinheiten durch Birgit Zoerner und den kleinen Piet. Fotos: J.v.Brocke

Bianca Budde berichtete von bis zu 100 Tieren, die im Haus der Familie umsorgt und gepflegt wurden: „Von einer Königspython über weitere Schlangen, Spinnen, Skorpionen oder Leguane – alles war vertreten“. Einzige Bedingung: nur keine giftigen Tiere durften darunter sein – zur Sicherheit der Kinder.

Noch heute betreut Tierfreundin Bianca Budde, die eine Ausbildung im Zoohaus Welke gemacht hat, aber in diesem Beruf nicht mehr tätig ist, viele Tiere: „Am liebsten Spinnen, die finde ich ganz toll“, sagt Bianca Budde: „Mein Wohnzimmer ist schon fast ein Terrarium“. Für Tochter Kathrin Staudinger alles kein Problem: „Wir sind praktisch in einem Zoo aufgewachsen“.

Vor der Auslauferöffnung erinnerte Bianca Budde an die Berufsjahre ihres Mannes – mit vielen nächtlichen Hilferufen oder Anfragen oder als er sich mal in einem Linienbus auf Suche nach einer ausgebüxten Schlange machen musste: „Der Fahrer hatte seine Fahrgäste aussteigen lassen und die Türen zugesperrt“. Reinhold Budde kroch durch den Bus und wurde schnell fündig: eine harmlose Kornnatter hatte das Weite gesucht.

Erstes gegenseitiges Beschnüffeln möglich

Stadträtin Birgit Zoerner freute sich darüber, dass die Erweiterung der Auslaufflächen  „ohne Ausdehnung des Tierheimes auf Kosten des Naturschutzgebietes Hallerey erfolgen konnte“. Die Gegebenheiten seien vor Ort analysiert und sinnvolle Lösungen erarbeitet worden, um „im Sinne der Tiere die Potentiale des Tierheimes intensiver nutzbar zu machen“.

Auch Tierheimleiter Dirk Rojahn ist zufrieden. Denn mit der Nähe zum Hundehaus 1 biete sich zusätzlich die Möglichkeit, auf der Auslauffläche mögliche Adoptanten und ihre neuen Mitbewohner schneller zusammenzuführen und ein erstes gegenseitiges „Beschnüffeln“ zu ermöglichen.

Mehr Informationen:

  • Der neue Hauslauf erhöht die Zahl der Hundeausläufe im Tierheim auf jetzt 14 Einzelflächen, die variabel für die Beschäftigung und Vermittlung der Hund eingesetzt werden können.
  • Im Dorstfelder Tierheim sind zurzeit 42 Hunde untergebracht.
  • Am Samstag, 9. September, feiert das Tierheim an der Hallerey – fast genau 25 Jahre nach der Grundsteinlegung – ein großes Jubiläumsfest.

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25 Jahre Tierschutzzentrum Dortmund: Jubiläumsjahr mit großem Fest, neuen Angeboten und drei Eröffnungen geplant

 

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3 Gedanken über “Die neue Auslauffläche im Dortmunder Tierheim mit Buddelgruben und Turm erinnert an Reinhold Budde

  1. Fraktion Linke & Piraten

    Tierische Diskussion

    Nicht nur Dortmund überrascht.Dich. Auch die CDU tut das. Übrigens zum großen Vergnügen der Linken & Piraten in Dortmund. Nach der Ehe für alle, bislang ein eher eher linkes Bundesthema, haben die Christdemokraten nun eine weitere linke Zielgruppe für sich entdeckt. Dieses Mal in Dortmund. Es geht um Hunde aus dem Tierheim.

    Rückblick. Wir schreiben das Jahr 2012. Die Fraktion DIE LINKE stellt den Antrag, die Hundesteuer für Hunde, die aus dem Tierheim „adoptiert“ werden, im ersten Jahr um 144 Euro zu ermäßigen. Bei der Summe handelt es sich um die aktuelle Höhe der Hundesteuer für den ersten Hund. Sie ist als eine Art Belohnung oder Anreiz für Dortmunder Familien gedacht, die sich für ein neues Familienmitglied aus dem Tierheim entscheiden. „Eine aktive Förderung des Tierschutzes und ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung“, begründet damals DIE LINKE ihre Idee. Schließlich verursacht ein Hund, der im Tierheim leben muss, der Stadt Dortmund Kosten von rund 3600 Euro jährlich.

    Doch der Antrag hat keinen Erfolg. Die großen Fraktionen, darunter auch die CDU, schmettern den Vorschlag der Linken ab. „Doch so schlecht kann der Antrag wohl nicht gewesen sein. Fünf Jahre später hat die CDU unseren Antrag aus ihrer Wiedervorlage geholt“, sagt Nadja Reigl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

    So hat die CDU gerade eben den Antrag gestellt, Hunde aus dem Tierheim für eine befristete Zeit komplett von der Hundesteuer in Höhe von 156 Euro jährlich (für den ersten Hund) zu befreien, oder die Hundesteuer für diese Tiere zumindest zu ermäßigen.

    „Wir sind angenehm überrascht. Wir wussten bislang gar nicht, wie viele Gemeinsamkeiten wir mit der CDU haben“, schmunzelt Nadja Reigl. „Wir werden diesem Antrag natürlich zustimmen. Und wir freuen uns, dass die CDU aufgepasst hat und – im Vergleich zu unserem alten Antrag – die inzwischen auf 156 Euro angehobene Steuer beachtet hat.“

  2. Tierschutzzentrum

    25 Jahre Tierschutzzentrum: Jubiläumsfest am Samstag – Blicke hinter die Kulissen

    Am 11.09.1992 wurde der Grundstein für das Tierheim an der Hallerey 39 gelegt – fast genau 25 Jahre später feiert das Tierschutzzentrum in Dortmund-Dorstfeld den Geburtstag mit einem Jubiläumsfest. Am Samstag, 9. September öffnet das Tierschutzzentrum Dortmund für seine Gäste zwischen 11 und 18 Uhr die Türen und ermöglicht Einblicke hinter die Kulissen des Tierheimbetriebes.

    Jede Stunde beginnt eine Führungen durch das Tierheim, bei der die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Arbeit des Betriebes erhalten. Der NABU wird seine Vogelschutzstation öffnen und über seine vielfältige Arbeit in und um Dortmund herum informieren. Die AG Igelschutz Dortmund präsentiert ihr Engagement rund um den Igel. Auch andere Tierschutzvereine sind vor Ort und präsentieren sich, z.B. der Dortmunder Katzenschutzverein, Arche 90 oder die Kaninchenhilfe.

    „Auch wer das Tierheim schon gut kennt, wird Neues entdecken: Seit dem vergangenen Jahr gibt es einen neuen Hundeauslauf und eine neue Quarantäne- und Seniorenstation für Hunde. Die können besichtigt werden, ebenso wie auch die neu eingerichtete Welpenspielfläche“, erläutert der Leiter des Tierschutzzentrums Dortmund, Peter Hobrecht.

    Kinder können sich tierische Gesichter schminken lassen, Spielzeuge für Katzen basteln oder die Hüpfburg stürmen. Clown „Bubu“ treibt mittags seine Späße mit Groß und Klein. Auch für mitgebrachte Hunde ist gesorgt: Die Mitarbeiter des Tierheims bieten einen Dogsitting-Service, damit Herrchen und Frauchen sich ungestört das Tierschutzzentrum ansehen können. Am Nachmittag veranstaltet die Ortsgruppe Dortmund des Deutschen Doggen Clubs ein Gruppentraining, das sich Interessierte angucken können. Selbstverständlich gibt es auch zu essen und zu trinken.

    Tiere werden am Festtag nicht vermittelt, allerdings können die Gäste die rund 150 tierischen Bewohner des Tierheims kennenlernen und sich vor Ort über die Haltung von Hund, Katze oder Kleintieren beraten lassen.

  3. Tierschutzzentrum

    Tierheim Dortmund stoppt Vermittlung in der Vorweihnachtswoche

    Das Tierheim Dortmund stoppt ab Samstag, 16. Dezember, bis zum 2. Januar 2018 die Vermittlung von Haustieren. Bereits seit fünf Jahren wird dieser Vermittlungsstopp in der Vorweihnachtszeit auf Wunsch von Besucherinnen und Besuchern des Tierschutzzentrums Dortmund durchgeführt und hat sich bewährt. Damit soll verhindert werden, dass Schützlinge des Tierschutzzentrums als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum landen.

    „Wir werden dann bis zum Neujahr 2018 keine Tiere an Interessenten abgeben. Die Anschaffung eines tierischen Mitbewohners sollte gründlich durchdacht und geplant sein – schließlich hat jedes Haustier eigene, artspezifische Bedürfnisse an die Haltung in Haus und Wohnung, die die Besitzerin und den Besitzer neben Geld auch eine Menge Zeit kosten können. Dies wird bei der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk oftmals nicht bedacht“, erläutert der Leiter des Tierschutzzentrums Peter Hobrecht.

    Haustiere, die unbedacht gekauft werden, landen oft nach kurzer Zeit in Tierheimen. Deshalb appelliert das Tierschutzzentrum Dortmund an Unentschlossene, auf der Suche nach dem richtigen Präsent zur Weihnacht: Denken Sie bitte auch im Sinne der „Geschenke“ und verzichten Sie auf Haustiere unter dem Weihnachtsbaum!

    Entlaufene und wiedergefundene Tiere können von ihren Besitzern auch an den Feiertagen im Tierheim abgeholt werden: An Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen sowie Silvester und Neujahr wird das Tierheim Hallerey dazu in der Zeit von 12 bis 13 Uhr seine Türen öffnen.

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