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Die Lebenshilfe Dortmund berät und unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung

Marielena Bimczok (m.) übergibt den Spendenscheck an Resmigül Acil und Melanie Schütte (v.li.) von der Lebenshilfe Dortmund

Marielena Bimczok (m.) übergibt den Scheck an Resmigül Acil und Melanie Schütte (v.li.). Fotos: Ole Steen

Von Ole Steen

Die Lebenshilfe Dortmund unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung. Sie bietet ein Beratungs- und Hilfe-Programm an, um diese Menschen auf einem muttersprachlichen und kultursensiblen Niveau zu erreichen. Das Projekt wird nun durch eine Zuwendung der Sparkasse Dortmund mit 5.000 Euro unterstützt.

Migranten mit Behinderung werden nun auch in ihrer Muttersprache begleitet

Gesetzgebung und neue Reformen in Bezug auf Menschen mit Behinderung sind schon für Deutsche oft nur schwer zu verstehen, erklärt Krystian Waletzko, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Für MigrantInnen, die noch nicht flüssig Deutsch sprechen, wird es dementsprechend noch komplizierter.

Dort setzt seit 1. April 2017 das Projekt „Beratungs- und Kontaktstelle für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung“ der Lebenshilfe Dortmund an. Durch die Kontaktstelle – sie wird auch von der „Aktion Mensch“ unterstützt – werden Menschen mit Behinderung in verschiedensten Sprachen beraten und begleitet.

Die neuen, mehrsprachigen Flyer der Lebenshilfe Dortmund.

Die neuen, mehrsprachigen Flyer der Lebenshilfe Dortmund.

Die beiden Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe, Nigar Aliyeva und Resmigül Agil, beraten kostenlos rund um das Thema Behinderung in den Sprachen türkisch, arabisch, aserbaidschanisch, russisch und englisch. Auf Anfrage sind auch Beratungen in weiteren Sprachen möglich. Es sei wichtig, die Menschen auch in ihrer Muttersprache beraten zu können, damit die Sprachbarriere gebrochen wird, sagt Projektleiterin Melanie Schütte.

Die Beratung ist dabei ein umfangreicher Prozess und umfasst zumeist mehrere Termine, die mehrere Stunden dauern können. Zudem umfasst die Arbeit nicht nur eine Einzelberatung, sondern auch die Zusammenarbeit mit Organisationen wie „BeMig – Verein zur Förderung behinderter Migranten e.V.“, der Max-Wittmann-Schule oder die Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Münsterstraßenfest.

Mit dem Geld wird die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes vorangetrieben

Resmigül Agil und Melanie Schütte (v.li.) arbeiten an dem Beratungsprojekt für behinderte Migranten

Resmigül Agil und Melanie Schütte (v.li.) arbeiten in dem Beratungsprojekt für behinderte MigrantInnen.

Bislang hat sich das Projekt vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda herumgesprochen, doch durch das Geld der Sparkasse bekommt die Lebenshilfe neue Möglichkeiten.

Die kostenlose Beratung wird zwar schon durch die „Aktion Mensch“ gefördert, doch Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit gibt es erst jetzt. „Der Betrag versetzt uns in die Lage, die Übersetzung und Erstellung inklusive Druck der Materialien anzugehen und zu beauftragen“, freut sich Schütte.

Die Lebenshilfe hat nun Flyer, Postkarten u.v.m. in verschiedenen Sprachen erstellt. Als nächstes soll die Homepage der Lebenshilfe auf Türkisch und weitere Sprachen übersetzt werden, ergänzt Waletzko. Zudem sei die Sparkasse „immer bereit für so etwas tolles zu spenden“, erklärt Marielena Bimczok, die den Spendenscheck der Sparkasse übergab.

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