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Die Ausstellung, „Echoes – revisited“ im Künstlerhaus ist ein Plädoyer für den Austausch zwischen Dortmund und Linz

Ausstellung: Echoes - Residencies revisted im Künstlerhaus. Elissa Andessner und Dirk Pleyer, "In der Ecke", Inkjet-Print im Leuchtkasten

Elissa Andessner und Dirk Pleyer, „In der Ecke“, Inkjet-Print im Leuchtkasten.

Die aktuelle Ausstellung, „Echoes – revisited“ im Künstlerhaus am Sunderweg in der Dortmunder Nordstadt ist ein Plädoyer für den Austausch, dafür den Blick über Grenzen hinweg zu richten. Sie wird am Freitag, 26. November, um 18 Uhr eröffnet.

Alle Ausstellenden haben sich an längeren Aufenthalten in Linz oder Dortmund beteiligt

Ausstellung: Echoes - Residencies revisted im Künstlerhaus. Adriane Wachholz mit ihrer Arbeit: White Atlas

Adriane Wachholz mit ihrer Arbeit: White Atlas

Welche Auswirkungen auf das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern hat ein längerer Aufenthalt in der Fremde, Residencies genannt?

„Haben Gespräche, Hinweise, Landschaften, Materialien, Orte zu Experimenten angeregt? Oder eine schon gekannte Strategie vertieft?“

Diese Fragen beantworten die Organisatoren der Werkschau Elisa Andessner und Holger Jagersberger aus Österreich und Adriane Wachholz und Peter Schmieder aus Deutschland.

Ausgestellt werden neunzehn Arbeiten von zwanzig Künstlerinnen und Künstlern. Allen gemeinsam ist, dass sie am Austausch zwischen dem Atelierhaus Salzamt in Linz an der Donau, Österreich, und dem Künstlerhaus in Dortmund beteiligt waren.

Seit 2009 findet jährlich die künstlerische Befruchtung zwischen beiden Häusern statt.

Dortmund und Linz blicken auf eine montan-industrielle Vergangenheit zurück

Ausstellung: Echoes - Residencies revisted im Künstlerhaus. Jens Sundheim mit Video, The Traveller

Jens Sundheim mit Video, The Traveller

Beide Städte haben viele Gemeinsamkeiten aufzuweisen: früher einmal Standort der Schwerindustrie, Strukturwandel und Kulturhauptstadt Europas oder ein Teil davon.

So unterschiedlich wie die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler sind auch deren Materialen und Formen.

Tuschemalereien auf Papier wie bei Kristyna Krabatschová, Denise Winters Schreibmaschinenzeichnungen, Fotografien von Elisa Andessner und Dirk Pleyer, Raum in Raum-Installation von Thomas Kluckner, Video von Jens Sundheim und UNIT oder die Kombination verschiedener Stilmittel wie bei Kristina Kornmüller.

Die Künstlerin kombiniert in ihrer Arbeit „Die Kunst liegt in der Natur. Wer sie herausreißen kann, der hat sie“, Fotografie Video und Computeranimation. Im nächsten Jahr findet die Ausstellung in Linz statt.

Mehr Details:

  • Ausstellung: „Echoes – revisited“ im Künstlerhaus, Sunderweg 1, 44147 Dortmund
    Dauer: 28.11.15 – 17.01.16
    Öffnungszeiten: Do – So von 16:00 – 19:00 Uhr
    Kuratorenführungen: Samstag 28.11.15 und Freitag, 15.01.16
    Eröffnung: Freitag, 27.11.15, 20: 00 Uhr mit einer Performance von Marita Bullmann
  • Infos zur Ausstellung: Künstlerhaus
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3 Gedanken über “Die Ausstellung, „Echoes – revisited“ im Künstlerhaus ist ein Plädoyer für den Austausch zwischen Dortmund und Linz

  1. Stadt Dortmund

    Kunstspaziergang führt ins Künstlerhaus

    Ins Künstlerhaus am Sunderweg führt der nächste „Spaziergang zur Kunst im öffentlichen Raum“. Am Sonntag, 6. Dezember, 14 Uhr, besuchen die Kunstinteressierten die aktuelle Ausstellung „ECHOES – Residencies revisited“ und sind anschließend zu Gast im Atelier von Elly Valk-Verheijen. Die 1951 in Bergen (NL) geborene Künstlerin lebt seit Mitte der 1980er Jahre im Ruhrgebiet und ist langjähriges Mitglied im Dortmunder Künstlerhaus.

    Die Ausstellung „ECHOES – Residencies revisited“ (bis 17.1.2016) setzt sich damit auseinander, wie Residenz-Aufenthalte Künstlerinnen und Künstler beeinflussen. An einen 30-minütigen Rundgang schließt sich der Besuch im Atelier von Elly Valk-Verheijen an.

    In ihren temporären Installationen untersucht Elly Valk-Verheijen die Relation von Licht und Farbe. Ihren Wandarbeiten liegen digitale Fotografien zugrunde, die sie vor Ort aufnimmt und mit dem Computer bearbeitet. Dabei filtert sie Farben heraus, die mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar sind. Die so entstandenen Farbraster bringt sie in Form von Installationen oder Wandmalereien wieder an ihren Ursprungsort. Auch in anderen Arbeiten beschäftigt sich die Künstlerin mit Farbe und Farb-Wahrnehmung und verknüpft dabei Realität und virtuelle Darstellung.

    Im Gespräch mit Kunsthistorikern Claudia Rinke und bei Kaffee und Gebäck erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr über die Arbeitsweise von Elly Valk-Verheijen und erhalten Einblick in das Schaffen der Künstlerin.

    Der Atelierbesuch kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Tickets gibt es an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Telefon (0231) 50-25525. Gäste von außerhalb erhalten eine Rechnung.

  2. Martin Griesser

    Es wäre schön, wenn diese Ausstellung zeitgleich auch in Linz stattfinden würde (genügend Museen in Linz oder Galerien wäre doch vorhanden). Dadurch würde man erneut Kunst auf eine andere Art über Grenzen vollrichten. Ist aber natürlich einfacher gesagt als getan, da ein Großteil der Kunstwerke nur von einer Stadt aus besichtigt werden können. Trotz allem wäre es schön, wenn diese Ausstellung in Linz auch stattfinden würde. Schließlich werden beide Städte behandelt und sowohl Dortmund als auch Linz waren Kulturhauptstadt Europas.
    Die Fotos zur Ausstellung sind auf jeden Fall sehr vielversprechend und interessant. Spannend zu wissen wäre, ob die unterschiedlichen Materialien und Stilrichtungen unbewusst (oder vielleicht sogar bewusst) interdependent unter den verschiedenen Künstlern wurden.

  3. Künstlerhaus DO

    Kuratorenführung durch ECHOES – Residencies revisited

    Am Freitag, 15. Januar 2016, gibt es um 16.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die aktuelle Ausstellung ECHOES – Residencies revisited.

    Welche Einflüsse und Auswirkungen haben Residencies im Werk von KünstlerInnen?
    Sind es direkte Wirkungen, die sich in Gestalt einer neuen Arbeit zeigen, die in der anderen Stadt entsteht? Oder ist es ein verzögerter Nachhall, der sich erst nach einiger Zeit bemerkbar macht? Ist es eine Vernetzung mit Menschen, die Zugang zu neuen Herangehensweisen geöffnet hat? Haben Gespräche, Hinweise, Landschaften, Materialien, Orte zu Experimenten angeregt? Oder eine schon gekannte Strategie vertieft?

    Die Bandbreite der Antworten zeigt die individuellen Werkprozesse der GastkünstlerInnen und die Wirkungskräfte von Reisen und Residenzaufenthalten, die zu weiteren Echos führen kann (etwa die Adaptierung der Ausstellung 2016 in Linz).

    Im Fokus der Ausstellung sind die KünstlerInnen, die im seit sieben Jahren laufenden Austausch zwischen dem Künstlerhaus Dortmund und dem Atelierhaus Salzamt Linz beteiligt waren.

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