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Bis 2020 Bildungs- und Beratungshaus im Heimathafen Dortmund: Stiftung Soziale Stadt erhält 3,67 Mio Euro 

Noch liegt der Gebäudekomplex in Dornröschenschlaf. Das soll sich bald ändern.

Noch liegt der Gebäudekomplex in Dornröschenschlaf. Das soll sich bald ändern.

„In zehn Jahren werden sie das Quartier zwar noch wiedererkennen, aber es wird sich fundamental verändert haben“, prophezeit OB Ullrich Sierau, als er den Bewilligungsbescheid für den „Heimathafen Dortmund“ an den Vorstand der Stiftung „Soziale Stadt“ überreichte. Mit 3,67 Millionen Euro soll die leerstehende und völlig marode Immobilie in der Speicherstraße 15 zu einem Bildungs-, Begegnungs- und Beratungszentrum ausgebaut werden.

Die Inbetriebnahme des Heimathafen Dortmund ist für 2020 geplant

OB Ullrich Sierau und die Stadterneuerung übergaben den Bewilligungsbescheid an die Stiftung Soziale Stadt.

OB Ullrich Sierau und die Stadterneuerung übergaben den Bewilligungsbescheid an die Stiftung Soziale Stadt.

„Mit dem Projekt Heimathafen startet das erste Hochbauprojekt im Integrierten Handlungskonzept Dortmund Nordstadt. Es läutet gleichzeitig die Hafenentwicklung-Speicherstraße Süd ein“, so Sierau.

Nach der Bewilligung können nun Architekten beauftragt werden. Rund ein Jahr werden die Planungen und Auftragsvergaben für die unterschiedlichen Gewerke brauchen. 2019 wird gebaut und 2020 wird hier gefeiert, kündigte Andreas Koch von der Stiftung Soziale Stadt an.

Beratung, Bildung, Qualifizierung und Kultur finden unter einem Dach zusammen. Träger der Maßnahme ist die Stiftung Soziale Stadt, die der Bund Deutscher Architekten (BDA Dortmund) mit großem ehrenamtlichem Engagement unterstützt und berät.

Umbau und Betrieb sollen mit Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen erfolgen

3,67 Millionen Euro sollen Rettung, Sanierung und Umbau des Gebäudekomplexes kosten.

3,67 Millionen Euro sollen Rettung, Sanierung und Umbau des Gebäudekomplexes kosten.

Koch stellte vor, dass zu den geplanten Nutzungen im Heimathafen Nordstadt Kulturtrainings, die Musikschule, soziale Beratung, Qualifizierungs-, Sprach-/Integrationskurse, Weiterbildungsveranstaltungen, Ausbildungs-/Jobcoaching, Arbeitsvermittlung und -beschaffung zählen.

So soll das Ausbildungscoaching von Grünbau hierhin umziehen. Auch andere Träger wollen sich hier ansiedeln. Sowohl beim Umbau der extrem maroden Immobilie, als auch später im Betrieb sollen sowohl Langzeitarbeitslose als auch Flüchtlinge Arbeit finden.

Sie sollen in unterschiedlichen Berufen qualifiziert werden und auch anschließend eine Beschäftigung finden. Hierfür ist auch der Hafen wichtig – hier gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die auch Arbeit für Menschen mit geringeren Qualifikationen beschäftigten.

Mit einer Lernküche im Erdgeschoss des Heimathafens entsteht in der Speicherstraße eine erste Einrichtung zur Gastronomie, die einen echten Mehrwert im Hafenquartier bedeutet. Auch Veranstaltungen sind in den Räumlichkeiten geplant.

40 Millionen Euro aus dem Stadterneuerungsprogramm für die Nordstadt

Im zukünftigen Heimathafen fand die Podiumsdiskussion statt.

Im Heimathafen – hier im Pferdestall – sollen auch künftig Veranstaltungen stattfinden.

„Im Rahmen der Städtebauförderung wird nicht nur die Speicherstraße 15 umgebaut, sondern zeitnah auch die Neugestaltung des öffentlichen Raums in der südlichen Speicherstraße erfolgen“, sagt Susanne Linnebach, stellvertretende Leiterin des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung.

„In zwei Bauabschnitten wird der öffentliche Raum nach funktionalen, städtebaulichen und ökologischen Gesichtspunkte grundlegend neu gestaltet.“ Insgesamt 40 Millionen Euro – darunter 29 Millionen Euro für den eigentlichen Städtebau – stehen im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes für die Nordstadt zur Verfügung. Größte Projektbereiche sind dabei der Hafen und der Hoeschpark.

Der Heimathafen Dortmund wird mit Mitteln der EU, des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Dortmund über das Stadterneuerungsprogramm „Soziale Stadt NRW Dortmund Nordstadt“ finanziert.

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