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Baukunstarchiv NRW im alten Museum am Ostwall in Dortmund: Die Hälfte des Umbaus ist schon geschafft

Bleibt weiter hell und luftig: die große Halle des ehemaligen Ostwallmuseums.

Bleibt weiter hell und luftig: die große Halle des ehemaligen Ostwallmuseums. Fotos: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Die Hälfte ist geschafft! Das künftige Baukunstarchiv im ehemaligen Ostwallmuseum wird rechtzeitig nach den Sommerferien 2018 fertig sein und eröffnen können. Nachdem die Hälfte der Modernisierung des Gebäudes geschafft ist, informierten sich die Gesellschafter vor Ort. Gleichzeitig wurde eine neue Webseite geschaltet. Unter www.baukunstarchiv.nrw.de  können Interessierte sich künftig über den Baufortschritt und über die künftigen Planungen informieren.

Ausstellung mit Arbeiten von Prof. Eckard Gerber – Alles ist im Zeit und Kostenplan geblieben

Schalteten die neue Webseite frei: Prof. Dr. Wolfgang Sonne, TU Dortmund und wissenschaftlicher Leiter, Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW, OB Ullrich Sierau und Walter Brune vom Förderverein. Fotos: Joachim vom Brocke

Schalteten die neue Webseite frei: Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Ernst Uhing, Ullrich Sierau und Walter Brune.

„1, 2, 3 Baukunstarchiv“ wird Titel der ersten Ausstellung im Eröffnungsjahr sein, kündigte Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund und wissenschaftlicher Leiter) an. Darüber hinaus werde es demnächst Dortmunder Architekturtage geben sowie eine Ausstellung über Arbeiten des prominenten Dortmunder Architekten Prof. Eckard Gerber aus Anlass seines 80. Geburtstages.

OB Ullrich Sierau freute es, dass „zum Bergfest alles im Zeit und Kostenplan geblieben ist“, ja sogar noch günstiger sei als geplant. Zahlen wollte Sierau allerdings nicht nennen. Insgesamt habe der bisherige Umbau planmäßig geklappt. „Goldene Wasserhähne sind hier nicht verbaut worden“, so Sierau, doch auf Qualität bei den einzelnen Gewerken sei schon geachtet worden.

Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW, war sehr zufrieden mit dem großen Engagement der beteiligten Projektpartner. Das Haus werde zu einer „Perle des Ruhrgebiets“. Das Baukunstarchiv NRW werde als offenes Haus geplant und solle demnächst zu einem Treffpunkt für Menschen werden, die Interesse an den Themen Architektur und Baukultur haben.

Malerarbeiten im Erdgeschoss haben begonnen – Baukulturforschung soll Maßstäbe setzen

Noch viele Strippen hängen unter der Decke, Mitte nächsten Jahres soll alles fertig sein.

Noch viele Strippen hängen unter der Decke, Mitte nächsten Jahres soll alles fertig sein.

Die im Januar 2017 begonnenen Arbeiten zur Revitalisierung und Modernisierung des geschichtsträchtigen Gebäudes am Ostwall 7 (zuletzt Museum, davor Oberbergamt) sind etwa zur Hälfte erledigt. Der neue Dachaufbau mit Sonnenschutz wurde fertiggestellt, die Neuverglasung der Lichtdächer abgeschlossen. Die Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung Heizung, Lüftung, Sanitär sowie die Elektroarbeiten laufen nach Plan. Die Malerarbeiten im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind aufgenommen worden.

Den Betrieb des Baukunstarchivs NRW übernehmen die Architektenkammer NRW, die Stiftung Deutscher Architekten, die Ingenieurkammer-Bau NRW und der Förderverein für das Baukunstarchiv NRW. Das Gebäude selbst bleibt im Eigentum der Stadt, die es der „Baukunstarchiv NRW gGmbH“ zur Verfügung stellt. Die Projektleitung für den Umbau hat der Fachbereich Immobilienwirtschaft der Stadt Dortmund.

Mit der TU Dortmund, die als Kooperationspartner eine zentrale Rolle einnimmt, soll gewährleistet werden, dass Baukulturforschung aus NRW Maßstäbe setzt. Der Förderverein für das Baukunstarchiv übernimmt zehn Prozent der Kosten für die Ertüchtigung und notwendigen Revitalisierungsmaßnahmen am Gebäude. Darin enthalten sind auch ein Teil der Gewerke- und Sachspenden wie Sanitärausstattung, Fliesen, Trockenbau.

Mehr Informationen:

  • Das Baukunstarchiv NRW am Ostwall wird Nachlässe einflussreicher und regional bedeutsamer ArchitektInnen sowie IngenieurInnen sammeln und für die wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich machen.
  • Entstehen soll am Ostwall 7 auch ein neues Zentrum der Architekturkommunikation und der Baukultur.
  • www.baukunstarchiv.nrw.de

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