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„ArtLab“ und „Urban Blind Date“ im U-Turm in Dortmund: Zwei neue Ausstellungen locken auf die „UZWEI“

Die Szenografinnen Lena Wesholowski und Simone Wanzke mit Mechthild Eickhoff, Leiterin der UZWEI, am Eingang der Ausstellung „ArtLab“ auf der UZWEI.

Die Szenografinnen Lena Wesholowski und Simone Wanzke mit Mechthild Eickhoff, am Eingang zu „ArtLab“.

Gleich zwei neue Ausstellungen starten auf der UZWEI, der Etage für kulturelle Bildung im Dortmunder U: Zum einen wird die UZWEI vom 1. April bis 25. Juni zum „ArtLab“, zum lebendigen Atelier. Die Mitmach-Ausstellung eröffnet am heutigen Freitag, 31. März, um 18 Uhr. Unter dem Titel „Urban Blind Date“ sind vom 1. bis 23. April außerdem die Ergebnisse eines künstlerischen Austauschs unter Schülerinnen und Schülern zu sehen. Diese Ausstellung wurde bereits am Vormittag im Beisein der SchülerInnen eröffnet.

„Urban Blind Date“: Werkschau von Hellwig- und Kielhorn-SchülerInnen

„Urban Blind Date“ ist eine Werkschau: Achtzehn Schülerinnen und Schüler der Dellwig- und der Kielhornschule haben sich ein Schuljahr lang Fotos, Kunstwerke und Zeichnungen hin und her geschickt, ohne einander zu kennen.

Die Post aus der jeweils anderen Schule haben sie künstlerisch weiter bearbeitet und wieder zurück geschickt. Was bei diesem künstlerischen Blind Date unter der Leitung von Etta Gerdes und Dagmar Lippok herausgekommen ist, wird nun auf der UZWEI bis zum 23. April 2017 gezeigt.

Zu sehen sind bearbeitete Fotografien, Stop-Motion-Clips, Zeichnungen und Minimalereien. Die guten Erfahrungen mit diesem Projektformat gehen nun auch auf die Europäische Ebene: Ab April tauschen sich im Rahmen des EU-Projekts „SmART places“ des Dortmunder U auch Jugendgruppen aus Europa auf diese Weise aus.

„ArtLab“ macht künstlerische Prozesse versteh- und erlebbar

„ArtLab“ macht das, was das ganze Jahr über in den Workshop-Räumen auf der UZWEI geschieht, als Ausstellung für alle erlebbar: Wie funktionieren künstlerische Prozesse? Wie entsteht etwas, das es nicht im Laden zu kaufen gibt oder als Bastel-Set sowieso schon fertig ist? Das wissen am besten die Dozenten der UZWEI: freie Künstlerinnen und Künstler, die mit Kindern und Jugendlichen künstlerisch arbeiten.

Also hat die UZWEI ihre Dozentinnen und Dozenten, einen Praktikanten und die Partnereinrichtungen im Hause gebeten, Kunst-Stationen mit besonderen Aufgaben zu gestalten. Gezeigt werden keine fertigen Werke, sondern Labor-Arbeitsplätze, an denen die Besucher selbst gestalterisch arbeiten können.

Eine Jury, zu der auch zwei Jugendliche und zwei kenntnisreiche Servicekräfte des Dortmunder U gehören, wählte aus den Einreichungen elf Stationen aus. Sie können nun bis zum 25. Juni während der regulären Öffnungszeiten getestet werden.

Kunstvitrine des Museum am Ostwall und Kino-Wunschprogramm gehören dazu

 Mechthild Eickhoff, Leiterin der UZWEI, macht ein Selfie in der Instagram-Kunststation. Fotos: Katrin Pinetzki

Mechthild Eickhoff, Leiterin der UZWEI, macht ein Selfie in der Instagram-Kunststation. Fotos: Katrin Pinetzki

An den Stationen geht es z.B. um Licht- und Schattenspiele bei „Blendwerk“ (Tabea Sieben und Claudia Terlunen) oder um den Bau von Animationsfiguren bei „Die Puppe erträumt den Schmetterling“ (Anna Hilfrich), um Soundspiele zwischen Stift und Plattenspieler, Instagram-Takeover im Fotostudio oder eine lebensgroße „Zaubertafel“, auf der Zeichen, Geheimsprachen und Hiroglyphen ihren Platz haben.

Zur Ausstellung gehören auch eine Kunstvitrine vom Museum Ostwall, in der Kunstwerke getauscht werden können; und es gibt eine Kinostation für Wunschprogramm, das am 2. Juli 2017 gezeigt werden soll – diese Station ist eine Kooperation des Jugendfilmprojekt YOUNG DOGS und des Kino im U e.V. Die „Tanzenden Hände“, ein besonderer Zeichentisch der UZWEI in Kooperation mit der FH Dortmund.

Mit ArtLab erprobt die UZWEI eine neues, partizipatives Ausstellungsformat: Nicht das perfekte Kunstergebnis steht im Vordergrund, sondern die Lust und Kompetenz jedes Menschen, selbst mit Phantasie zu gestalten. Dass das geht, ist ganzjährig in den Kursen, Workshops und Projekten der UZWEI und des Dortmunder U zu sehen. Die UZWEI braucht ihre Besucher – als Künstler einer Ausstellung!

In Szene gesetzt wurde das Labor von Lena Wesholowski und Simone Wanzke. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind: Angelika von Ammon, Etta Gerdes, Anna Hilfrich, Justin Ivancic, Alesha Klein, Dagmar Lippok, Tabea Sieben, Claudia Terlunen, Petra Warras, Hannes Woidich, Johannes Wünsch sowie Museum Ostwall, Kino im U e.V., Young Dogs – Junger Dokumentarfilm, FH Dortmund und UZWEI.

Öffnungszeiten:

  • Di, Mi – 11-18 Uhr
  • Do, Fr, 11-20 Uhr
  • Sa, So, 11-18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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Ein Gedanke zu “„ArtLab“ und „Urban Blind Date“ im U-Turm in Dortmund: Zwei neue Ausstellungen locken auf die „UZWEI“

  1. UZWEI Beitrags Autor

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    Spannende Angebote stecken auch in den Osterferien im „Kulturrucksack“: Das Landesprogramm fördert jährlich zahlreiche Kunst- und Kultur-Angebote an verschiedenen Orten für alle Zehn- bis 14-Jährigen, koordiniert vom Dortmunder Kulturbüro.

    „Wünsch dir was“ auf der UZWEI
    Auf der UZWEI, der Etage für kulturelle Bildung im Dortmunder U, können Mädchen und Jungen im Kulturrucksackalter tanzen, schauspielern, Filme drehen und Kunstwerke schaffen. Im Workshop „Wünsch Dir was“ beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ihren Sehnsüchten und Wünschen, die sie dann durch Tanz- und Theaterszenen, im Film oder durch Kunstwerke zum Ausdruck bringen. Das Ziel ist eine Performance, in der Kunstwerke, Schauspielszenen und Tanz sich mischen. Die Leitung haben Birgit Götz, Jasmina Götz, Alisha Leutner und Sabine Gorski,
    Workshop vom 18. – 22. April, 11 – 16.30 Uhr, Infotreffen am 5. April, 17 Uhr; Präsentation am 22. April, 15.30 Uhr. Kosten: 15 Euro
    Anmeldung: b.goetz@t-online.de oder Tel: 0177 / 2592176 (Birgit Götz)

    „Klangkoffer“ im Museum Ostwall
    Der preisgekrönte Musiker Peter Eisold und Künstler Matthias Plenkmann bieten in Kooperation mit dem Museum Ostwall im Dortmunder den Workshop „Klangkoffer“ an. Hier soll das Gebäude zum Klingen gebracht werden. Ausgerüstet mit Klangkoffern und Kameras erkunden die Jugendlichen das ganze Gebäude und entwickeln zusammen eine Geschichte aus Sound und Video.
    Kostenloser Workshop am 8./ 9. April, 11.30 – 17.30 Uhr, Anmeldung unter Tel.: 0176 / 81194349 oder E-Mail: info-lichtgestalten.de.

    „Schattenspiel“ im Künstlerhaus
    Im Künstlerhaus e.V. kann man im Fotografie-Workshop „Schattenspiel“ unter Leitung von Hannes Woidich und Alesha Klein mit verschiedenen fotografischen Techniken experimentieren.
    Kostenloser Workshop vom 18. bis 22. April, 11 – 15.30 Uhr, Abschlusspräsentation: Samstag, 22. April, 14 Uhr im Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1. Anmeldung unter mail@hanneswoidich.de

    Kleine Helden – große Helden - Kulturbrigaden
    Auch bei den Kulturbrigaden e.V. in der Brückstraße geht es ums Theaterspielen. Hier dreht sich alles um große und kleine Helden. Wann ist man ein Held? Kann man Mut lernen? Was ist Angst? Was macht uns Angst? Die Leitung haben Rada Radojcic und Jens Wachholz.
    Kostenloser Workshop vom 10. bis 15. April, 12 – 17 Uhr beim Kulturbrigaden e.V., Brückstr. 32. Anmeldung unter kulturbrigaden@web.de.

    Stadtrundfahrt
    Außerdem können Kinder und Jugendliche in einem Bus quer durch Dortmund reisen. Auf dem Programm dieser kostenlosen Stadtrundfahrt (22.4., 10.30 – 17 Uhr) stehen Museumsbesuche, eine Schnitzeljagd mit Picknick und der Besuch eines HipHop-Festivals. Los geht’s am Dortmunder U.
    Anmeldung unter kulturrucksack@stadtdo.de oder Tel. (0231) 50 25275.

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