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Dortmund: Anträge für kleinen Waffenschein nehmen massiv zu – Polizei warnt eindringlich vor trügerischer Sicherheit

Scharfe Waffen in Privathaushalten (Archivbild) beschäftigen die Polizei von jeher. Jetzt gibt es einen Ansturm auf Schreckschusswaffen.

Scharfe Waffen in Privathaushalten (Archivbild) beschäftigen die Polizei seit jeher. Jetzt gibt es zusätzlich einen Ansturm auf Schreckschusswaffen, der den Sicherheitsbehörden Kopfschmerzen bereitet. Foto: Alex Völkel

Die Polizei Dortmund registriert für den Monat Januar 2016 einen deutlichen Anstieg von Anträgen zum sogenannten „kleinen Waffenschein“.

Statt 200 Anträgen im ganzen Jahr nun schon 300 Anträge im Januar

So lag die Gesamtzahl der Anträge im vergangenen Jahr (2015) bei circa 200 Anträgen. In den ersten Wochen des Januars 2016 wurde diese Zahl bereits mit über 300 Anträgen deutlich übertroffen.

Die zuständige Abteilung im Polizeipräsidium Dortmund rechnet damit, dass bis zum Monatsende insgesamt circa 500 bis 600 Anträge eingehen. Zu vermuten ist, dass die Antragsflut mit der aktuellen und breit geführten Sicherheitsdebatte nach den Vorfällen in Köln einhergeht.

Warnung: Waffen vermitteln eine trügerische Sicherheit

Die Polizei Dortmund warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor der trügerischen Sicherheit von sogenannten PTB-Waffen. Solche Waffen könnten im Ernstfall zu einer Eskalation führen.

Zudem könnten eingesetzte Polizeibeamte können unter Umständen nicht als Gaswaffe erkennen und sie für eine echte und schussbereite Waffe halten.

Vorfälle mit echten Tätern könnten aufgrund einer echt aussehenden Waffe außer Kontrolle geraten, warnt die Dortmunder Polizei.

Polizei:  Aktuelle Sicherheitslage liefert keinerlei Anlass für eine Aufrüstung auf der Straße

„Zusätzlich gibt die aktuelle Sicherheitslage in Dortmund keinerlei Anlass für eine Aufrüstung auf der Straße. Vertrauen Sie im Ernstfall auf die Profis für ihre Sicherheit und alarmieren sie die Polizei über die Notrufnummer 110“, so die Polizei weiter.

Ein weiterer Tipp: „Stellen Sie in jedem Fall durch lautes Rufen Öffentlichkeit her, machen Sie Zeugen auf das Geschehen aufmerksam! Überlegen sie genau, ob eine Gaswaffe (PTB-Waffe) im Ernstfall wirklich ihre Sicherheit garantieren kann“, teilt die Polizei mit.

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