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Anlaufstelle für Roma-Familien und Flüchtlinge: „Raum vor Ort“ in der Nordstadt in größeren Räumen neu eröffnet

Vielfältige Möglichkeiten gibt es im Raum vor Ort. Fotos: Alex Völkel

Vielfältige Möglichkeiten gibt es im „Raum vor Ort“ im Schleswiger Viertel. Fotos: Alex Völkel

Seit mehr als drei Jahren ist der Nachbarschaftstreff „Raum vor Ort“ an der Missundestraße 8 eine feste Anlaufstelle für Roma-Familien und Flüchtlinge in der Dortmunder Nordstadt. Am Freitag wurde diese besondere Außenstelle der Katholischen Bildungsstätte für Erwachsenen- und Familienbildung (KBS) nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet.

In der Nachbarschaft leben viele Neuzuwanderer unter schwierigsten Bedingungen

Pastor Daniel Schwarzmann, Nora Oertel-Ribeiro und Uwe Gockel bei der Einweihung.

Pastor Daniel Schwarzmann, Nora Oertel-Ribeiro und Uwe Gockel bei der Einweihung.

Pastor Daniel Schwarzmann von der Nordstadtgemeinde Heilige Dreikönige Dortmund segnete die neuen Räumlichkeiten. Mit mehr als 160 Quadratmetern sind diese etwa dreimal so groß wie bisher. Darüber freut sich besonders Nora Oertel-Ribeiro, Bildungsreferentin der KBS und Leiterin des „Raum vor Ort“.

Im Schleswiger Viertel und in direkter Nachbarschaft zum „Raum vor Ort“ leben viele Neuzuwanderer aus Rumänien und Bulgarien unter schwierigsten Bedingungen. Hier konzentrieren sich sehr viele Menschen in prekären Lebenslagen und mit ihnen die Probleme und Konflikte auf engem Raum.

Um in dieser Gemengelage einen Ort der Begegnung und eine Anlaufstelle für die Anwohner zu schaffen, entstand 2014 der „Raum vor Ort“.  Im Rahmen eines Nachbarschaftstreffs können die Anwohner, insbesondere die Frauen, niederschwellige und kostenlose Bildungsangebote wahrnehmen, angefangen von einem Deutschkurs, über einen Nähkurs, bis hin zu Kochkursen und Frühstückstreffs.

Projekt wurde nicht nur räumlich, sondern auch personell erweitert

Das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen sorgte auch für die Verpflegung.

Das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen sorgte auch für die Verpflegung.

Nicht nur räumlich, auch personell wurde das Projekt nun erweitert. Seit März 2017 ist Inga Pedossenko Ansprechpartnerin für das von der Stiftung „Bildung ist Zukunft“ über zwei Jahre geförderte Projekt „Grundkurs Deutschland“.

Dabei werden wichtige Informationen zum Leben in Deutschland in den Herkunftssprachen der Neuzuwanderer vermittelt. Weitere eineinhalb Stellen werden für das Projekt „Kulturmittlerin vor Ort“ für Familien mit kleinen Kindern geschaffen.

Angefangen als kleines Projekt, konnte so nach einer Kooperation zwischen dem Erzbistum Paderborn und der KBS sowie dem Vermieter Karlshaus GbR der Erhalt und der anschließende Umbau umgesetzt werden. Zwei große Seminarräume, eine Küche und ein Büro kamen zu den ursprünglichen Räumen hinzu. Auch das bereits genutzte Ladenlokal wurde renoviert und mit einem Durchbruch mit den neuen Räumen verbunden.

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