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„Pünktlich“ zur Gedenkfeier: Neonazis beschmieren Grab- und Gedenkstein auf dem Nordfriedhof in Dortmund

Die dkp gedenkt auf dem Nordfriedhof jedes Jahr im März der Opfer des so genannten Kapp-Putsches.

Die dkp gedenkt auf dem Nordfriedhof jedes Jahr im März der Opfer des so genannten Kapp-Putsches.

Der zu Ehren von zwölf gefallenen Dortmunder Kämpfern gegen den Kapp-Putsch errichtete Gedenkstein auf dem Dortmunder Nordfriedhof wurde von Neonazis mit der Drohung „ROTFRONT ZERSCHLAGEN – FREIKORPS“ beschmiert.

Gedenkstein aus der Weimarer Republik gilt als erhaltenswertes Unikat

Der Gedenkstein wurde - mutmaßlich anlässlich der jährlichen Gedenkveranstaltung - von Neonazis beschmiert.

Der Gedenkstein wurde – mutmaßlich anlässlich der Gedenkveranstaltung – von Neonazis beschmiert.

Der Gedenkstein wurde im Jahr 1929 von der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) errichtet. Dr. Güntther Högl, früherer Direktor des Stadtarchivs, würdigte in der Zeitschrift des Historischen Vereins das Denkmal als Unikat.

,Wir werden Euer Werk vollenden’, so lautet kämpferisch die von Hammer und Sichel umrahmte, eingemeißelte Inschrift. Für uns Nachgeborene gilt es, dieses Unikat eines Denkmals aus der Weimarer Republik als Erinnerungsort im Gedächtnis der Stadt zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten.“

Die Patenschaft zur Pflege dieser Gedenkstätte wurde von der DKP Dortmund übernommen. Die Partei gedenkt an dieser Stelle jedes Jahr im März der Opfer des so genannten Kapp-Putsches.

TeilnehmerInnen der Gedenkveranstaltung  sehen sich im Widerstand bestärkt

So sah der Gedenkstein bei früheren Gedenkveranstaltungen aus.

So sah der Gedenkstein vor der Tat aus.

Die TeilnehmerInnen der diesjährigen Gedenkveranstaltung (25.03.2017) wurden durch diese faschistische Provokation in ihrer Überzeugung bestärkt, wie notwendig nach wie vor der Widerstand aller AntifaschistInnen und DemokratInnen gegen Rechts ist.

„Die DKP wird das ihr Mögliche dazu beitragen, diesen Kampf zu verstärken. Dem Auftrag des Grundgesetzes, alle faschistischen Organisationen zu verbieten und aufzulösen, muss endlich nachgekommen werden“, stellte Doris Borowski, stellvertretende Vorsitzende der DKP Dortmund, klar.

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