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Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Dortmund startet Online-Plattform für Geflüchtete und HelferInnen

Das Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Dortmund hat mit externen PartnerInnen die neue Plattform realisiert.

Das Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe hat mit externen PartnerInnen die neue Plattform realisiert.

Internetseiten mit Angeboten für Geflüchtete und Ehrenamtliche gibt es viele. Die meisten zeigen nur einen Ausschnitt der Angebote. Nicht so beim Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Dortmund. Sie haben in dieser Woche nicht nur eine Internetseite, sondern eine Online-Plattform gestartet.

Viele ehren- und hauptamtliche PartnerInnen machen bei der Seite mit

Sprachkurse und Beratungsangebote, Tipps zur Wohnungssuche oder Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen – vielseitige Angebote zum Ankommen, Unterstützen und Vernetzen.

„Das Besondere dabei ist: Die Infos stammen von ganz unterschiedlichen Akteuren in der Stadt“, erklärt Paul-Gerhard Stamm vom Netzwerk Ehrenamtliche. Das Netzwerk initiierte das Projekt, um möglichst umfassende Informationen für Geflüchtete und ehrenamtliche HelferInnen zu bündeln.

Vor 1,5 Jahren fing ein kleiner Kreis von Ehrenamtlichen mit dem Thema an. „Als Ehrenamtliche sind wir zunächst daran gescheitert“, räumt Paul-Gerhard Stamm ein.

Beim zweiten Anlauf – unter anderem nach dem Kontakt zur Uni Siegen – sah das schon anders aus. „Mit großem Staunen festgestellt, dass Journalisten und Informatiker der Uni Siegen eine viel größere Idee haben – nicht nur Homepage, sondern ganze Plattform, die am Ende auch Kommunikation ermöglicht“, freut sich Stamm.

Daten für eine interaktive Karte mit Treffpunkten und Beratungsmöglichkeiten

Diese ist nun online – und viele machen mit: So steuerte die Volkshochschule eine umfangreiche Auflistung unterschiedlicher Sprachlern-Angebote bei. Vom Verein Planerladen e.V. kam die Anleitung „Schritt für Schritt zur eigenen Wohnung“.

Die Dortmunder Freiwilligenagentur und das kommunale Integrationszentrum MIA-DO-KI erfassen derzeit Daten für eine interaktive Karte mit Treffpunkten und Beratungsmöglichkeiten. „Fördermittel vom Land NRW haben das möglich gemacht“, erklärt Philipp Bachmann von MIA-DO-KI.

Die Ehrenamtlichen selbst trugen Adressen unterschiedlichster Vereine und Gruppen zusammen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Außerdem berichten Menschen über ihre Arbeit, die als Paten Geflüchtete begleiten. Die Plattform bietet auch Tipps für Leute, die sich neu engagieren wollen.

Screenshot Gefluechtete_Dortmund

Kooperation mit der Uni Siegen und dem IT-Unternehmen appcom interactive 

Möglich wurde die stadtweite Zusammenarbeit durch eine Kooperation des Netzwerks Ehrenamtliche mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien sowie dem Institut für Medienforschung der Universität Siegen. Die Wissenschaftler entwickeln für das Netzwerk das „nett.werkzeug“, die konzeptionelle Basis für die Plattform.

„Wir wollten ein Werkzeug bereitstellen, mit dem ganz unterschiedliche Beteiligte gleichberechtigt zusammen arbeiten können“, erklärt Projektverantwortliche Anne Weibert. Die Universität warb dafür EU-Mittel in siebenstelliger Höhe ein. „Dafür entwickeln wir den Prototyp einer Plattform und unterstützen das Projekt mit begleitender Forschung.“

Als Software-Architekt ist das IT-Unternehmen appcom interactive GmbH aus Düsseldorf mit im Boot. Letztendlich sollen die Ergebnisse der Arbeit auf andere Regionen übertragbar sein.

Es werden noch Ehrenamtliche für das Redaktionsteam gesucht

Doch bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor den Beteiligten. So fehlen noch Themenfelder wie „Arbeit“ oder „Gesundheit“ auf der Plattform. „Gerade der Weg in den Beruf steht jetzt für viele Geflüchtete an“, sagt Christina Lüdeke, Mitglied im Sprecherrat des Netzwerks Ehrenamtliche.

„Das wird einer der nächsten Bausteine, an dem wir arbeiten.“ Wer mitmachen will: Das Redaktionsteam sucht noch ehrenamtliche UnterstützerInnen. In der nächsten Stufe sollen dann auch Geflüchtete selbst stärker in die Arbeit an der Plattform einbezogen werden und die Seite auch in mehreren Sprachen online gebracht werden. Auch dafür wird Hilfe benötigt.

Mehr Informationen:

www.gefluechtete-dortmund.de

http://www.nett-werkzeug.de

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2 Gedanken über “Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Dortmund startet Online-Plattform für Geflüchtete und HelferInnen

  1. Planerladen

    „WOHINDO – Wohnen in Dortmund“ geht online

    Der Wegweiser zur Wohnungssuche für Geflüchtete in Dortmund hat seine eigene Website
    Anlässlich des internationalen Weltflüchtlingsaktionstages sowie zum deutschen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni hat die Integrationsagentur des Planerladen e.V. die Website http://www.wohindo.de freigeschaltet.

    Wie Stadträtin Zoerner auf dem 5. Dortmunder Forum für Flüchtlinge verlauten ließ, leben von den knapp 9.000 Geflüchteten in Dortmund noch rund 900 in Übergangseinrichtungen. Ab Juli werden Dortmund voraussichtlich wieder neue Geflüchtete zugewiesen.

    Daher ist der dreisprachige Wegweiser zur Wohnungssuche in Dortmund, den der Planerladen e.V. für Geflüchtete ebenso wie für ehrenamtlich Tätige und Multiplikatoren herausgegeben hat, aktueller denn je. Und die Nachfrage nach der Broschüre lässt nicht nach. Neben der Printversion sind die Inhalte des Wegweisers nun auch auf einer für das Smartphone optimierten Website verfügbar. Unter http://www.wohindo.de sind die einzelnen Schritte des komplexen Prozesses der Wohnungssuche in den Sprachen deutsch, englisch und arabisch abrufbar.

    „Zu den Vorteilen dieses Mediums zählt, dass die Informationen unterwegs schnell aufgerufen weren können, auch wenn die Broschüre nicht zur Hand sein sollte. Außerdem können die Inhalte hier leichter aktualisiert werden als in einer Printversion“, so Regina Hermanns vom Planerladen e.V.

    Broschüre weiterhin verfügbar

    Der kostenlose Wegweiser zur Wohnungssuche kann weiterhin auch in Broschürenform vor Ort in der Integrationsagentur in der Schützenstraße 42 abgeholt werden oder telefonisch (0231/8820700) oder per E-Mail (integration@planerladen.de) bestellt werden.

    Schlussakkord für das Projekt flügge

    Die Freischaltung der Wegweiser-Website markiert den letzten großen Baustein des im Rahmen des Förderprogramms KOMM-AN NRW realisierten Planerladen-Projektes flügge (Geflüchtete | Gesellschaft | Gemeinsames Empowerment). Anlässlich des Starts des Onlineauftritts werden 15.000 Motivpostkarten zur Bekanntmachung des neuen Angebotes in 120 Dortmunder Bars, Cafés, Restaurants, Sportstudios, Kinos und Konzertlocations mit freundlicher Unterstützung des Edgar Freecard-Systems verteilt.

    Durch gezielte Aktivitäten wie einer Schulungsreihe für Geflüchtete zu Alltagsthemen, diversen Film- und Diskussionsabenden und dem Wegweiser WOHINDO hat das Projekt in den letzten 12 Monaten zur Integration und zum Empowerment von Geflüchteten in Dortmund beigetragen. Die Projektverantwortlichen hoffen, dass das Programm KOMM-AN NRW im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

    „Die Nachfragen zum Schulungsangebot duch diverse Kooperationspartner aus der Arbeit mit Geflüchteten ließen nicht nach; wir hätten doppelt so viele Schulungen durchführen können. Von daher würden wir es sehr begrüßen, wenn die Förderung fortgesetzt werden würde, um diese Aktivitäten weiterführen zu können. Der Bedarf an solchen Angeboten an der Basis ist nach wie vor sehr groß“, betont Hermanns.

  2. VHS Dortmund

    VHS bietet Übersicht über Sprachangebote in Dortmund

    Wo in Dortmund können zugewanderte Neu-Dortmunder Deutsch lernen? Eine Übersicht über die Angebote für Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache ist nun auf der Webseite der VHS Dortmund zu finden: http://www.integration.vhs.dortmund.de.

    Die Zusammenstellung wird ständig aktualisiert und umfasst sowohl offene Kurse als auch spezielle Angebote z.B. für minderjährige Geflüchtete, für Frauen oder zur Vorbereitung auf den Beruf. Der Überblick erleichtert es Beraterinnen und Beratern, das passende Sprachbildungsangebot zu finden. Möglich gemacht wurde der Service durch Unterstützung der Wirtschaftsförderung Dortmund und vieler Sprachbildungsträger.

    Weitere Informationen bei Katharina Oster (0231) 50-2 77 52 oder Stephan Straub: (0231) 50-2 64 09.

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