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Ehemalige Frenzelschule wird zu einem Bürogebäude umgebaut: Ausweichquartier für Sozialamt und Jugendamt

Das Jugendamt befindet sich an der Ecke Ostwall und Ruhrallee.

Das Dortmunder Jugendamt befindet sich an der Ecke Ostwall und Ruhrallee. Foto: Oliver Schaper

Jugendamt, Sozialamt und Gesundheitsamt haben eines gemeinsam: Die städtischen Gebäude sind in die Jahre gekommen und massiv sanierungsbedürftig. Während das Gesundheitsamt im Frühjahr 2018 in sein neues Domizil im ehemaligen Postbank-Gebäude am Wall ziehen will, sollen Sozial- und Jugendamt jedoch in ihren bisherigen Immobilien bleiben.

Ausweichquartier gesucht, das Platz für alle Dienstleistungen an einem Ort bietet 

Die Herausforderung: Es musste ein Ausweichquartier gesucht werden, in dem möglichst alle Dienstleistungen an einem Standort angeboten werden können.

Dafür scheint nun eine Lösung gefunden: Die Frenzelschule und die dazugehörigen Modulbauten – zuletzt waren in der ehemaligen Förderschule Flüchtlinge untergebracht – wird zu einem Bürogebäude umgebaut.

Hierzu bedarf es allerdings noch entsprechender Anpassungs- und Umbauarbeiten (z.B. Datenverkabelung), um das ehemalige Schulgebäude und die Modulbauten für eine Büronutzung herzurichten. Diese Herrichtungsarbeiten sollen bis Herbst 2019 abgeschlossen sein, kündigte Sozialdezernentin Birgit Zoerner an.

Fünfjährige Nutzung: Nach dem Sozialamt zieht das Jugendamt in die Frenzelschule

Das Gebäudes des Sozialamtes in der Luisenstraße ist sanierungsbedürftig.

Das Gebäudes des Sozialamtes in der Luisenstraße ist sanierungsbedürftig. Foto: Alex Völkel

Dorthin sollen dann die 250 Beschäftigten des Sozialamtes umziehen, damit von Januar 2020 an das städtische Gebäude Luisenstraße 11-13 grundsaniert werden kann. Rund zwei Jahre sind dafür veranschlagt.

Der Sanierungsfahrplan städtischer Großobjekte sieht im Anschluss an die Sanierung des Sozialamtes eine Sanierung des Gebäudes Ostwall 64 (Jugendamt) vor. Daraus ergibt sich bereits jetzt eine Anschlussnutzung des Standortes als Ausweichquartier für das Jugendamt für voraussichtlich drei weitere Jahre.

Die Herrichtungskosten des gesamten Standortes belaufen sich auf ca. 3,25 Mio Euro. Ein zusätzlicher Betrag von 750.000 Euro ist für die stadtspezifische Dateninfrastruktur (Datenverkabelung) enthalten. Dieser Betrag wäre auch bei einem Mietobjekt zu veranschlagen.

Im Vergleich dazu ist bei einer vergleichbaren externen Flächenanmietung mit Mietkosten in Höhe von ca. 5,61 Mio. Euro zu rechnen. Noch nicht berücksichtigt sind hierbei notwendige mieterspezifische Anpassungen. Die endgültige Entscheidung über das Vorhaben wird das Rat treffen.

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