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Dortmund rüstet sich für eine riesige Pokalparty in der Nordstadt und der City mit Public Viewings und Jubelkorso

Das Public Viewing in der Westfalenhalle ist seit Tagen ausverkauft. Archivbild: Alex Völkel

Am Samstag soll in Dortmund die ganz große Pokalparty starten. Archivbild: Alex Völkel

Von Roland Klecker

Die Pressekonferenz begann zwar pünktlich um 13:09 Uhr, aber dann war irgendwie alles etwas anders als sonst. Ein bisschen Aberglaube hatte Einzug gehalten ins Rathaus. So fand die Vorstellung der Planung für das Pokal-Wochenende nicht wie gewohnt im Saal der Partnerstädte statt, sondern im Saal Westfalia, über dem Rathauseingang.

Aberglaube beim Fußball: Beim vierten Anlauf soll alles anders werden

Eine große Expertenrunde bzw. einen Planungsstab gibt es in Dortmund.

Eine große Expertenrunde bzw. Planungsstab gibt es in Dortmund. Foto: Roland Klecker

„Zum vierten Mal in Folge steht die Borussia im Pokalfinale. Damit es nicht genau so abläuft wie in den letzten Jahren, mit einer Niederlage, haben wir ein paar kleine Änderungen vorgenommen“, begrüßt Stadtsprecher Michael Meinders die Anwesenden.

Dann stellt er die Mitglieder der Planungsgruppe vor, die sich seit dem Halbfinalsieg gegen die Bayern in München zusammen gefunden hat. Ein durchaus bemerkenswerter Koordinierungsstab hat sich da zur Rechten und Linken des Oberbürgermeisters den Fragen der Medienvertreter gestellt, bei dem sich Ullrich Sierau auch artig bedankt.

OB Sierau fasst kurz die Pokalgeschichte des BVB in den letzten Jahre zusammen, bevor er auf eine weitere Neuheit hinweist: Wenn die Mannschaft den Pokal holt gibt es das Public Viewing nicht nur fürs Spiel, sondern auch für den dann am Sonntag stattfindenden Corso. Damit erhalten die Fans zusätzliche, familientaugliche Plätze um vielleicht nicht ganz nah dran, aber doch dabei zu sein.

300.000 Ticketanfragen sind beim BVB eingegangen – 22.000 Karten gab es aber nur

Beim Verein gingen laut Dr. Christian Hockenjos insgesamt 300.000 Anfragen nach Tickets ein. „Dabei hatten wir doch nur 22.000 Tickets zu vergeben“, erzählt Dr. Hockenjos.

In der Westfalenhalle wird es noch 8000 Plätze für ein Public Viewing geben. Um auch den mitreisenden Fans noch etwas zu bieten konnte auch in Berlin ein Public Viewing organisiert werden. Die 10.000 Tickets dafür waren in weniger als 24 Stunden vergriffen.

Laut Plan wird die Mannschaft am Sonntag um 13:35 Uhr zurückfliegen und um ca. 15 Uhr in Dortmund landen. Am Flughafen wird sich die Mannschaft nicht zeigen, sondern im Falle des Corsos direkt auf das ThyssenKruppStahl-Gelände an der Westfalenhütte gebracht.

Am Sonntag soll es auch ein Public Viewing vom Autokorso in der Innenstadt geben

Wie in den letzten Jahren wird es auch diesmal wieder ein Rudelgucken am Friedensplatz geben, dazu auf dem Hansaplatz und auf dem Ostenhellweg nördlich der Reinoldikirche.

„Insgesamt haben wir ein Fassungsvermögen von 27.000 Leuten, wohlbemerkt bei freiem Eintritt.“ Letzteres ist Schausteller Hans-Peter Arens sehr wichtig. „In Berlin müssen die Fans zehn Euro Eintritt bezahlen – bei uns können die Fans umsonst feiern.“ 11.000 Fans passen auf den Friedensplatz, der Einlass erfolgt ab 15 Uhr.

Wenn dann die Fassungsgrenze erreicht ist müssen die Nachzügler auf die anderen Flächen ausweichen. „Auf dem Hansaplatz ist bis 16 Uhr Wochenmarkt, dann müssen wir schnell die Infrastruktur dafür schaffen. Das wird eine große Herausforderung, aber wir packen das“, ist Arens zuversichtlich. Der Einlass auf dem Hansaplatz wird ab ca. 18 Uhr erfolgen können.

Es gibt erneut ein Glasverbot in der City und entlang des Strecke des Autokorso

Auf allen Flächen wird der Preis für ein 0,3 Liter Bier bei drei Euro liegen. Ausgeschenkt wird nur in Plastikbechern.

EDG-Geschäftsführer Klaus Niesmann bittet alle Fans das Glasverbot in der City zu beachten. Als Beispiel nannte er die Zahlen vom Corso 2012, wo trotz Glasverbot noch insgesamt 7,5 Tonnen Glasmüll angefallen ist, davon 1,5 Tonnen als Glasbruch auf der Straße.

„Davon geht eine große Verletzungsgefahr aus und es ist sehr aufwändig, das alles zu entsorgen.“ Auch die Gastwirte seien gebeten worden, nur Pappbecher einzusetzen und das Glas im Schrank zu lassen.

Umfangreiches Sicherheits-, Aufklärungs- und Raumkonzept für das Pokalwochenende

olizeipräsident Gregor Lange und OB Ullrich Sierau. Foto: Roland Klecker

olizeipräsident Gregor Lange und OB Ullrich Sierau. Foto: Roland Klecker

Polizeipräsident Gregor Lange befleißigt sich mehrfach darauf hinzuweisen, dass es keine konkrete Erkenntnislage für eine Gefährdung der Veranstaltungen in Dortmund gebe.

„Allerdings gibt es definitiv eine abstrakte Gefährdungslage durch z.B. islamistischen Terrorismus, in Dortmund soviel und so wenig wie anderswo. Aber wir dürfen und wollen uns nicht das feiern und die Freude vermiesen lassen. Die Polizei und alle weiteren Sicherheitskräfte werden ihr Möglichstes tun um die Veranstaltungen zu schützen“, so Lange.

Dafür wird eine starke polizeiliche Präsenz geschaffen, „offen wie verdeckt“, so Lange. „Nur weil Sie gerade um sich herum keine Polizei sehen heißt das nichts. Sie können davon ausgehen dass dort trotzdem Einsatzkräfte in der Nähe sind.“

An neuralgischen Punkten werden besonders ausgerüstete und bewaffnete Kräfte eingesetzt

An neuralgischen Punkten werden besonders ausgerüstete und bewaffnete Kräfte eingesetzt. Das sei nicht schön fürs Stadtbild aber notwendig, da sind sich alle einig in dieser Runde.

„Ganz konkret bekommen wir es mit warmem Wetter zu tun, mit Alkoholkonsum, Raufereien, kleineren Verletzungen, Taschendiebstählen, das Übliche halt was im Umfeld einer solchen Verantaltung passiert. Aber darauf sind wir natürlich auch gut vorbereitet“,  führt der Polizeipräsident weiter aus.

Um sich vor größeren Problemen zu wappnen und die Strafverfolgung zu unterstützen wird erstmalig der Einsatz von Videokameras vorgenommen, mobil wie ortsfest. Wohlbemerkt als Ergänzung der polizeilichen Arbeit, nicht etwa als Ersatz. In erster Linie dient die Videoüberwachung zur Verhinderung von Straftaten und dem Einsatz von Pyrotechnik und soll ein schnelleres Eingreifen ermöglichen.

Intensives und engmaschiges Meldesystem gewaltbereite Hooligans eingerichtet

Wie schon 2006 werden auch jetzt Spezialkräfte zum Einsatz kommen - sollte es nötig sein. Archivbild: Alex Völkel

Es werden wieder  Spezialkräfte zum Einsatz kommen – sollte es nötig sein. Archivbild: Völkel

„Für die bekannten gewaltbereiten Hooligans haben wir ein intensives und engmaschiges Meldesystem eingerichtet, mit empfindlichen Strafen. Diese Leute müssen sich mehrfach am Tag in einer vorgeschriebenen Wache melden um sicherzustellen dass sie nicht nach Berlin fahren und auch sonst nicht zusammenfinden“, versichert  Einsatzleiter Michael Stein.

Er richtet einen ausdrücklichen Apell an die Fans, große Taschen und Rucksäcke zuhause zu lassen. Sonst müsse mit wiederkehrenden Überprüfungen gerechnet werden. Die Hardcore-Fans sollten auch unbedingt Abstand nehmen sich mit Pyrotechnik auszustatten.

Zur Terrorabwehr werden rein vorsorglich auch Sprengstoffsuchhunde eingesetzt. Wer mit Pyrotechnik herumläuft wird hier definitiv Alarm auslösen und eine unschöne Überraschung erleben. „Sprengstoff ist Sprengstoff“. Außerdem behindere man dadurch natürlich die wirklich wichtige Gefahrenabwehr.

Die Polizei hat für die Dauer des Einsatzes ein Bürgertelefon geschaltet. Dieses ist von Samstag von 9:00 Uhr und am Sonntag von 12:00 Uhr, jeweils bis Einsatzende, unter der Telefonnummer 0231 132-5555 zu erreichen.

Bundespolizei hat sich für das Pokalwochenende ebenfalls gut vorbereitet

Die Polizei will für ein sicheres und und dennoch schönes Pokalwokalwochenede sorgen.

Die Polizei will für ein sicheres und und dennoch schönes Pokalwokalwochenede sorgen.

Sven Srol von der Bundespolizei ergänzt die Ausführungen von Lange und Stein. Vorhandene Konzepte aus den letzten Jahren, die auf den Erfahrungen von Weltmeisterschaft und Meisterfeiern fußen, seien immer wieder gedanklich durchgespielt und optimiert worden.

Er bittet vor allem bei der Abreise um Geduld, wenn der Bahnhof kurzfristig gesperrt werden müsse: „Auch wenn scheinbar noch Platz in der Halle ist, die neuralgischen Punkte sind die Auf- und Abgänge und die Bahnsteige. Da kann es zu Engpässen und Gefährdungen führen“, betont Sven Srol.

Es sei auch nicht sinnvoll bei dem zu erwartenden heißen Wetter größere Menschenmengen in der verglasten Bahnhofshalle einzupferchen. „Die Stadtbahnen und S-Bahnen fahren in erhöhtem Rhythmus, Wir haben also nicht nur Wochenendsverkehr, da ist richtig was los. Bitte benutzen Sie gerade vom Friedensplatz aus auch den Bahnhof Stadthaus.“

Außerdem müsse man ja nicht sofort abfahren, sondern könne sich ein wenig Zeit lassen. „Wer noch ein wenig mehr Zeit in der City verbringt, kann dort den großen Andrang am Bahnhof abwarten und kommt sicherlich nicht viel später nach Hause.“

Die Dortmunder Feuerwehr wird durch zahlreiche Hilfs- und Rettungsdienste verstärkt

Nach längerer Pause wollen die BVB-Fans endlich wieder einen großen Titel feiern.

Nach längerer Pause wollen die BVB-Fans endlich wieder einen großen Titel bejubeln. Foto: Oliver Schaper

Die Feuerwehr wird durch weitere Rettungskräfte vom Roten Kreuz, den Johannitern, dem Arbeitersamariterbund, den Maltesern und verschiedener Freiwilligen Feuerwehren verstärkt.

Dabei würden die seit der WM 2006 immer wieder verfeinerten Landeskonzepte zur Vorsorge und personellen Verstärkung genutzt.
„Genaue Zahlen geben wir immer erst hinterher bekannt, sowohl über die Zahl der Kräfte als auch der Einsätze. Hoffentlich bleiben es nur wenig. Schön wäre es wenn wir das ganze nur als große ,Übung‘ ansehen könnten.“

Entlang der Strecke werden elf Versorgungswege frei gehalten. Ca. alle 250 Meter gibt es eine Versorgungsstelle mit Rettungskräften. Auch die Entsorgung ist vorbereitet: 220 WCs werden die Strecke säumen, davon 20 Behinderten-WCs. An der gesamten Strecke gibt es Platz für ca. 250.000 Menschen, dazu noch 25.000 auf den Public-Viewing-Plätzen, die auch am Sonntag geöffnet sind und die Übertragung des Corsos in ARD und WDR zeigen.

Parken an der Corsostrecke verboten: Am Sonntag wird ab 4.30 Uhr morgens abgeschleppt

Entlang der Corsostrecke von der Westfalenhütte bis zur City gilt am Sonntag absolutes Halteverbot.

Wer an der Corso-Route parkt, wird rigoros abgeschleppt. (Archivbild)

Wenn der BVB den Pokal holt wird es eng mt Parkplätzen an der Corsostrecke. Jedes Fahrzeug, dass sich auf den bereits beschilderten Flächen befindet, wird rigoros abgeschleppt.

Das gibt die Leiterin des Ordnungsamts Beate Siekmann zu bedenken: „Sonntag sind wir mit allen unseren Leuten ab 4.30 Uhr unterwegs! Bitte beachten Sie die Halteverbotszeichen die jetzt schon angebracht sind. Das gilt für den Borsigplatz, die sonstige Corsostrecke und auch rund um den Hauptbahnhof.“

Weitere Details zum Autokorso gibt Dr. Ulrich Potthoff von der Dortmund-Agentur bekannt und zeigt auch eine abergläubische Seite: „Kaum war nach dem Sieg in München klar dass es nach Berlin geht haben wir online schon die Infos dazu angekündigt. Daraufhin erhielten wir eine Mail mit der Bitte das doch zu lassen, es habe ja in den letzten Jahren kein Glück gebracht. Deshalb machen wir das in diesem Jahr anders: Wir sagen Ihnen was wir verpassen werden, wenn der BVB nicht gewinnt.“

Die Strecke hätte eine Länge von 4,1 Kilometer, der Korso würde um 15.30 Uhr am Werkstor der Westfalenhütte starten. Um 16.09 Uhr fände die eineinhalbfache Umrundung des Borsigplatzes statt. Es gäbe gerade dort eine Zugangsbeschränkung, die Zählung begänne ab morgens um 8 Uhr. „Wir wissen ja wie die Dortmunder feiern können, und einige werden nach dem Spiel gleich durchmachen und sich dann morgens schon auf dem Borsigplatz einfinden“, so Potthoff.

Der WDR überträgt den Korso am Sonntag im Fall des Falles von 15.50 bis 18.30 Uhr

Auf dem Borsigplatz sind die große BVB-Party am Sonntag ihren ersten Höhepunkt erleben..

Auf dem Borsigplatz sind die große BVB-Party am Sonntag ihren Höhepunkt erleben.

Über die Oesterholzstraße, Weißenburger Straße, Geschwister-Scholl-Straße erreiche der Corso dann voraussichtlich die Innenstadt. Über Ostwall, Südwall Hiltropwall und Hoher Wall geht es dem Ziel an der Kreuzung Hoher Wall / Grafenhof entgegen, das dann im besten Fall um 18.30 Uhr erreicht sein soll.

Der WDR überträgt den Korso im Fall des Falles von 15.50 bis 17.20 Uhr in der ARD und bis 18.30 Uhr im Dritten.

Die Sicherheitskräfte bitten eindringlich, Kleinkinder und Kinder in Kinderwagen der Enge in der zu erwartenden großen Menschenmenge nicht auszusetzen. Auch Haustiere sollten auf keinen Fall zum Borsigplatz (möglichst überhaupt nicht zum Korso) mitgebracht werden.

Der Fahrzeug-Konvoi wird aus dem rund zehn Meter langen Mannschafts-Truck, einem Begleitfahrzeug für Medienvertreter und einigen weiteren Fahrzeugen bestehen. Die Spitze wird die Polizei bilden, als ‚Besenwagen’ fungieren EDG und Tiefbauamt mit ihren Einsatzfahrzeugen. Zudem sind weitere Sicherheitskräfte im Einsatz.

Strecke wurde verkürzt, um die Fahrzeit unter drei Stunden Fahrzeit zu drücken

Dortmund ist erneut im Pokalfieber. Im vierten Anlauf soll es endlich wieder gelingen.

Dortmund ist erneut im Pokalfieber. Im vierten Anlauf soll es endlich wieder gelingen.

Die Strecke ist etwas geändert und verkürzt worden, um unter drei Stunden Fahrtzeit zu bleiben. Vor dem Hintergrund der Geschehnisse im April sei man dankbar dass die Mannschaft überhaupt in die Planung eingewilligt habe. Dies sei aber laut Dr. Hockenjos „gar keine Frage“ für die Mannschaft gewesen, die Idee zur Verkürzung kam direkt aus dem Planungsbüro.

OB Sierau: „Jeder sollte verstehen dass so eine Situation, wie sie die Mannschaft bei dem Anschlag erlebt hat, nicht einfach zu verarbeiten ist. Der Gedanke an Sicherheit stand für uns im Vordergrund. Man hat den Verein gefragt ob es einen Corso geben soll, der Verein hat mit der Mannschaft gesprochen, die Mannschaft hat zugestimmt, darüber freuen wir uns. Verein und Veranstaltungspartner waren sich dann schnell über die Rahmenbedingungen einig.“

Und jetzt steht das Ergebnis ja auch schon fest: Zwischen 3:0 wie der Bierpreis oder 4:1 wie die Corsostrecke, jedenfalls mit drei Toren Unterschied. „Der Wunsch, dass die Mannschaft nach diesen aufreibenden Wochen für ihre Erlebnisse belohnt wird, ist nicht nur in der Region weit verbreitet“, so Sierau. „Auch bundesweit drücken uns viele Menschen die Daumen, wir haben viele Nachrichten dazu erhalten. Jetzt müssen sich nur noch die Frankfurter anschließen, dann wird das auch was. Glück auf!“

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2 Gedanken über “Dortmund rüstet sich für eine riesige Pokalparty in der Nordstadt und der City mit Public Viewings und Jubelkorso

  1. Feuerwehr Dortmund

    Sonnenschutz und ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Feuerwehr bittet um Vorbereitung auf hochsommerliches Wetter zum Pokalfinale

    Am kommenden Pokalwochenende ist mit hochsommerlichem Wetter zu rechnen. Im Zusammenhang mit den Veranstaltungen rund um das Pokalfinale und mit den großen Besucherzahlen bitten die Feuerwehr der Stadt Dortmund und alle für die Sicherheit zuständigen Organisationen, sich auf die zu erwartenden hohen Temperaturen entsprechend vorzubereiten. Dazu gehört insbesondere, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.

    Hinweise zum richtigen Verhalten

    Hohe Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringen Luftbewegungen: Für viele Menschen stellt das eine körperliche Ausnahmesituation dar. Wenn dann noch ungeeignete Bekleidung, Flüssigkeitsmangel und körperliche Anstrengung dazu kommen, wird es auch den Stärksten umhauen.

    Besonders ältere Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden unter der extremen Hitze. Planen Sie Aktivitäten während einer Hitzeperiode so, dass Sie ohne Notruf 112 auskommen.

    Dazu beachten Sie bitte unbedingt folgende Hinweise:

    * Vermeiden Sie es, sich länger direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Achten Sie besonders darauf, dass sich Kinder vor der Sonne schützen.

    * Viel Trinken ist wichtig. An heißen Tagen kann der Flüssigkeitsbedarf um das drei- bis vierfache höher sein als an normalen Tagen. Meiden Sie Alkohol!

    * Statt eines opulenten Mahls sollten Sie sich lieber an leichtes Essen halten.

    * Unterlassen Sie es, sich in der Hitze körperlich besonders anzustrengen.

    * Lüften Sie Ihre Wohnung nachts und morgens, wenn es außen kälter ist als innen. Wenn möglich, schützen Sie die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung mit Jalousien.

    * Sollten sich Anzeichen bei Ihnen oder Ihren Mitmenschen einstellen, die auf eine Hitzebelastung hindeuten, suchen Sie umgehend Schatten auf, lagern Sie den Oberkörper hoch und trinken Sie Etwas (kein Alkohol!).

    * Verschaffen Sie etwas Abkühlung, indem Sie beispielsweise ein kühles Tuch auf die Stirn legen. Zögern Sie nicht, den Notruf 112 zu wählen, wenn es nötig ist!

  2. DSW21

    Zum DFB-Pokalfinale – Verlängerung für Busse und Bahnen

    Ob es am Samstag (27. Mai) in Berlin eine Verlängerung geben wird, ist ungewiss. Sicher aber ist, dass DSW21 auf einen langen Abend vorbereitet ist und viele zusätzliche Bahnen und Busse anbietet. Die meisten Bahnen fahren in der Nacht von Samstag auf Sonntag bis weit nach Mitternacht, und auch im Busverkehr gibt es Ausweitungen des Angebots.

    Wer sich das Pokalfinale in der Innenstadt oder in den Westfalenhallen anschauen will, wird mit Bus und Bahn problemlos die Orte erreichen, an denen das Spiel öffentlich übertragen wird. Die Westfalenhallen sind am besten mit den Linien U45 (Hauptbahnhof – Westfalenhallen), der U46 (Brunnenstraße – Westfalenhallen) sowie der Buslinie 450 (Kirchhörde – Westfalenhallen erreichbar.

    Am Samstag fahren die Stadtbahnlinien U41, U42, U43, U45 und U47 wie gewohnt bis gegen 20.00 Uhr im 10-Minuten-Takt, danach bis gegen Mitternacht alle 15 Minuten. Danach fahren diese Linien im 30-Minuten Takt bis etwa 2.30 Uhr. Um mehr Kapazitäten anzubieten, werden auf den meisten Linien Zwei-Wagen-Züge eingesetzt. Alles rollt, was Räder hat!

    Zusätzliche Fahrten und Kapazitäten auf den Linien 450, 460 und den NEs

    Verstärkt wird am Samstag auch das Angebot auf der Linien 450 (Kirchhörde – Westfalenhallen) und 460 (Kirchlinde – Reinoldikirche), hier werden ausnahmslos die größeren Gelenkbusse eingesetzt.
    Die 450, die samstags im 15-Minuten-Takt fährt, wird von 16 Uhr bis 20 Uhr und 21.45 Uhr bis 1 Uhr durch zusätzliche Busse verstärkt.

    Die 460, die samstags im 30-Minuten-Takt fährt, fährt von 15 Uhr bis 20 Uhr und 21 Uhr bis 22 Uhr im 15-Minuten-Takt. Ab 22 Uhr bis gegen Mitternacht fahren die Busse halbstündlich.
    Selbstverständlich fährt auch der Nacht-Express wie gewohnt von 0.15 Uhr bis gegen 7.30 Uhr morgens. Auf allen NE-Linien ab »Reinoldikirche« werden Gelenkbusse eingesetzt, weitere Busse stehen auf Abruf bereit.

    Sonntag, 28. Mai – im Falle eines Pokalsieges –

    Sollte der BVB den DFB-Pokal gewinnen, findet am Sonntag im Innenstadtbereich ein Autokorso statt. DSW21 wird dann von Betriebsanfang bis –ende auf allen Stadtbahnlinien (außer der U44) die Kapazitäten erhöhen.

    Während des Autokorsos ist im Veranstaltungsbereich von Betriebsbeginn bis ca. 22.00 Uhr (Veranstaltungsende) mit erheblichen Einschränkungen zu rechen. Die Stadtbahnlinie U44 (Marten – Westfalenhütte) kann den Bereich des Borsigplatzes ab Betriebsbeginn nicht anfahren und fährt nur zwischen Marten und »Reinoldikirche«. Sie fährt an diesem Tag von der »Reinoldikirche« aus noch zusätzlich die U43-Haltestellen »Lippestraße« und und »Ostentor« an.

    Die Linien 412, 452, 456, 460 und 475 werden innerhalb der Stadtmitte umgeleitet. Die Linie 456 endet an der Haltestelle »Lüneburger Straße« der Linie 422. Die Linien 460 und 475 enden am Hauptbahnhof (Nordausgang). Der Airport Express fährt ab/bis »Märkische Straße«, hier ist mit der U41 oder U47 die Fahrt zum Hauptbhahnhof möglich. Die VKU-Linie S30 endet an der Haltestelle »Schulte-Rödding«.

    Informationen zum Pokalwochenende

    Aktuelle Informationen zum Angebot am Pokalwochenende, zu Tarifen und Fahrplänen finden Sie auf http://www.bus-und-bahn.de (mobil: bub.mobi) oder in der DSW21-App.

    Je nach Verlauf der Veranstaltungen kann es in Absprache mit Polizei und Stadt Dortmund zu kurzfristigen betrieblichen Änderungen kommen. Bei Überfüllungen sind in zentralen Stadtbahnhaltestellen auch kurzzeitige Sperrungen möglich, die der Sicherheit der Fahrgäste dienen. Bitte beachten Sie Lautsprecherdurchsagen, Zugzielanzeiger oder die Informationen durch die Servicekräfte – und bringen Sie neben guter Laune etwas Gelassenheit mit.

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