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14 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt: Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt startet in das neue Schuljahr

Präsentation der fertiggestellten Anne-Frank-Gesamtschule mit OB Ulrich Sierau.

Die Anne-Frank-Gesamtschule ist fertig: Links einer der drei neuen Aufzüge am mehr als 100 Jahre alten Schulgebäude.

Von Leopold Achilles

Der Umbau der Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt ist fertig: Es ist eine ungewöhnliche Sanierung – denn sie ist im geplanten Zeitplan geblieben und auch noch günstiger ausgefallen als ursprünglich gedacht. Entstanden ist ein modernes, helles und sehr energieeffizientes Schulgebäude im Norden von Dortmund. Ulrich Sierau übergab mit VertreterInnen von Schule, Politik, Verwaltung und weiteren geladenen Gästen das sanierte Gebäude an der Burgholzstraße.

Anne-Frank-Gesamtschule ist „Ein starkes Stück Nordstadt“ – Schule ist nun auf dem neusten Stand

Oberbürgermeister Ulrich Sierau in der Anne-Frank-Gesamtschule.

Bei der Präsentation der fertiggestellten Anne-Frank-Gesamtschule mit OB Ulrich Sierau.

Ebenso wie Schulleiter Bernd Bruns ist auch Dortmunds Oberbürgermeister von dem Schulgebäude mehr als begeistert. Sie nannten die Anne-Frank „eine richtig tolle Schule“. Beide sprachen ein großes Dankeschön an alle Beteiligten des Umbaus aus.

Die Sanierung hatte die Schule, die in der Nähe des Brauereimuseums in Dortmund liegt, auch bitter nötig. Oberbürgermeister Sierau blickte bei der Präsentation auf einen seiner Besuche als zuständiger Dezernent im Jahr 2007 zurück. Als heruntergekommen und „hässlich“ ist dem jetzigen Oberbürgermeister der Zustand von damals in Erinnerung geblieben.

Damals war die Schule noch nicht zur Sanierung vorgesehen. „Mir war klar, dass es nicht so bleiben kann.“ Diese Schule leiste einen wichtigen Beitrag dafür, dass wir hier an dieser Stelle voran kommen, so Sierau weiter. Über den Ablauf der Bauarbeiten, dass diese pünktlich fertig gestellt wurden und dass das Bauvorhaben rund zwei Millionen Euro weniger gekostet hat, macht den Oberbürgermeister zudem sehr zufrieden.

Bezirksbürgermeister Ludwig Jörder nannte die Anne-Frank-Gesamtschule mit ihrem erneuerten Erscheinungsbild ein „starkes Stück Nordstadt“. Für die Schule richte sich der Weg nun nur noch nach vorne, so Jörder. Von der Bezirksvertretung Arnsberg war Schuldezernentin Martina Butzke angereist. Sie war sehr froh, in dem hellen Gebäude stehen zu können: „Jetzt wo das Paket geschnürt ist, wünsche wir ein gutes Gelingen“.

Das Gebäude ist jetzt hell, freundlich, energieeffizient und zudem modern eingerichtet

Beim gemeinsamen Rundgang durch das Gebäude wurden neben den klassischen Klassenräumen auch die naturwissenschaftlichen wie auch die Werkräume der Schule gezeigt: „Alles auf dem neusten Stand“ erklären Bau- und Schulleitung. Besonders sind sie auf die Ernergieeffizienz des Schulgebäudes.

So sind in Teilen des Gebäudes die CO2 Emissionen niedriger als seitens der strengen gesetzlichen Energieauflagen gefordert. Der Energieverbrauch des über 100 Jahre alten Gebäudeteils wurde sogar um etwa 35 Prozent gesenkt. Das allein wurde durch die Ertüchtigung der Dächer und die Erneuerung der Fenster geschafft. Außerdem ist die barrierefreie Erschließung durch drei neue Aufzüge sichergestellt.

SchülerInnen freuen sich über ihre neu gestaltete Schule

Bei der Präsentation waren auch ein paar Schülerinnen und Schüler gekommen und sorgten unter anderem mit selbstgebackenen Waffeln für das leibliche Wohl. Sie alle hatten sichtlich Freude, sich in dem nun freundlichen Gebäude aufzuhalten.Sie freuen sich auf ihre kommende Schulzeit. Am kommenden Mittwoch wird der Schulbetrieb wieder aufgenommen.

Bei der Präsentation der fertiggestellten Anne-Frank-Gesamtschule mit OB Ulrich Sierau.

Bei der Präsentation der fertiggestellten Anne-Frank-Gesamtschule mit OB Ulrich Sierau.

Die anwesenden Bauleiter des Projektes erklärten, dass durch konsequente Projektsteuerung, Vergabegewinne, sowie Prozess- und Planungsoptimierungen die ursprünglich mit 16,1 Millionen Euro kalkulierten Kosten für die Sanierung um gut zwei Millionen Euro reduziert werden konnten.

Wie wichtig die Sanierung von Schulen ist, zeigen diese Zahlen: Die Städtische Immobilienwirtschaft betreut 369 Bauprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 364 Millionen Euro. Der Großteil davon – 166 Projekte mit rund 215 Millionen Euro – umfasst Bauprojekte an Schulen.

Eines dieser 166 Projekte ist die umfangreiche Sanierungsmaßnahme an der Anne-Frank-Gesamtschule, in der Nordstadt, die nun so gut wie abgeschlossen ist.

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2 Gedanken über “14 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt: Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt startet in das neue Schuljahr

  1. Grünen-Fraktion

    Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt weiter stärken: Gebäude an der ehemaligen Vincke-Grundschule muss dauerhaft zur Verfügung gestellt werden

    Die GRÜNEN im Rat setzen sich dafür ein, dass das Gebäude der ehemaligen Vincke-Grundschule dauerhaft von der Anne-Frank-Gesamtschule genutzt werden kann. Das ist ein Ergebnis des Besuchs der Fraktion in der vergangenen Woche vor Ort und einem Gespräch mit Schulleiter Bernd Bruns und seinem Stellvertreter Axel Kirilow.

    Monika Landgraf, Mitglied der GRÜNEN im Schulausschuss:
    „Die Anne-Frank-Gesamtschule hat schwierige Zeiten hinter sich. Umso beindruckender ist es, was in den letzten Jahren hier für eine gute, erfolgreiche und zukunftsfähige Schule entstanden ist. Die Umstrukturierungen in der Schulleitung und die inzwischen abgeschlossene Sanierung des Hauptgebäudes sind ein großer Gewinn für die Schullandschaft der gesamten Nordstadt. Die eigene Zielvorstellung der Schule ist es, dass jede(r) Schüler*in den höchstmöglichen Abschluss bekommen soll. Als GRÜNE werden wir die Anne-Frank-Gesamtschule dabei gerne unterstützen.“

    Dazu zählt aus Sicht der GRÜNEN Fraktion auch die weitere Nutzung des Gebäudes der bisherigen Vincke-Grundschule, die während der Sanierungen des Hauptgebäudes als Ausweichräumlichkeit genutzt wurde. Inzwischen ist klar, dass diese Räume dauerhaft gebraucht werden. Das muss bei allen weiteren Planungen berücksichtigt werden.

    Beim Besuch der GRÜNEN Fraktion erläuterten Mitarbeiter der städtischen Liegenschaften, dass durch die Sanierung des Hauptgebäudes nicht nur der Brandschutz, die Rettungswege sowie die energie- und haustechnischen Anlagen auf den neusten Stand gebracht worden sind. Auch die Vorteile insbesondere für die Schüler*innen sind nun deutlich sichtbar: Es gibt neue Fachräume, neue Einrichtungen, neue Technik und auch neue Materialien. Saniert wurden darüber hinaus auch die Schultoiletten – und das alles barrierefrei. Auch ein Elterncafe konnte inzwischen eingerichtet werden. Das bedeutet eine bessere Einbindung und Mitwirkung, die notwendig ist Insgesamt waren für die Sanierung 16,1 Millionen Euro geplant, die tatsächlichen Kosten lagen allerdings nur bei 14,2 Millionen Euro.

    Claudia Plieth, GRÜNES Mitglied im Schulausschuss:
    „Positiv ist auch, dass sich die Anmeldezahlen inzwischen deutlich gesteigert haben. Für das laufende Schuljahr mussten erstmals sogar 23 Kinder abgewiesen werden.
    Beindruckend finden wir, dass mit einigen Unternehmen in der Nordstadt inzwischen ein Ausbildungspakt geschlossen worden ist, der jedem Schüler und jeder Schülerin verbindlich einen Ausbildungsplatz bei entsprechendem vorherigem sozialem Engagement in der Schule garantiert.“

    Vor dem Hintergrund der gestiegenen Kinder- und Anmeldezahlen muss aus Sicht der GRÜNEN auch der weitere Ausbau der Schullandschaft in der Nordstadt wieder und weiter auf die Tagesordnung. Bereits vor zwei Jahren hatte es dazu eine Diskussion gegeben, auch vor dem Hintergrund einer Umfrage, in der sich viele Eltern ein längeres gemeinsames Lernen gewünscht hatten.
    Monika Landgraf: „Wir sehen die Notwendigkeit sowohl hinsichtlich einer zusätzlichen Grundschule als auch beim Ausbau der weiterführenden Schulen. Die Verwaltung hat uns mitgeteilt, dass dazu nun ein Gesamtkonzept hinsichtlich des Bedarfes in der Nordstadt und möglicher Standorte erstellt werden soll. Ziel muss es sein, die Frage zu beantworten, wie die Schullandschaft im Norden zukünftig aussehen soll.“

    Ein besonderes Augenmerk legt die neue Schulleitung auch auf das Thema Armut, von der viele Schüler*innen betroffen sind. Das zeigt sich insbesondere auch bei der Mittagsverpflegung. Viele Kinder können sich selbst das eigentlich schon preiswerte Mittagessen nicht leisten. Immer wieder ist zu beobachten, dass sich mehrere Kinder ein Essen teilen bzw. teilen müssen. Aus diesem Grund soll nun schnellstmöglich eine Erhebung vorgenommen werden, die die momentane Situation aufzeigt, um dann Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

    „Unser Besuch hat uns gezeigt, dass sich die Anne-Frank-Gesamtschule in guten Händen und auf einem guten Weg befindet. Sie ist eine Bereicherung und unverzichtbar für die Nordstadt“, so Monika Landgraf und Claudia Plieth abschließend.

  2. Cornelia Wimmer

    Schulraum im Norden ist sehr sehr knapp, genauer gesagt: Er reicht bei weitem nicht aus. Wer bekommt unter diesen Umständen das Gebäude der ehemaligen Vincke-Grundschule?
    Die Fraktion die LINKE +Piraten in der BV Nord und der der BV kooptierte Vertreter des Integrationsrates, Niki Schäfer, haben über nunmehr eineinviertel Jahre beharrlich immer wieder gefordert und argumentativ untermauert, dass das Gebäude der ehemaligen Vincke-Grundschule dauerhaft der Anne-Frank-Gesamtschule zur Verfügung gestellt werden solle.. – Eine entsprechende Anfrage der Fraktion DieLINKE +Piraten in der BV Nord vom 21.9. 2016 (!) wurde trotz ständiger Nachfragen erst nach einem Jahr im September 2017 und auch da noch beunruhigend ausweichend beantwortet. – Eine mündliche Zusage konnte man erstmals in der BV vom 8.11. dieses Jahres vernehmen: Der Berichterstatter der Stadt hielt es auch für richtig, die begehrten Räumlichkeiten der Anne-Frank-Gesamtschule zu überlassen, anstatt sie unter dem Druck steigender Anmeldezahlen für die Grundschulen als solche zu nutzen..
    Dass die GRÜNEN sich jetzt auch für die Überlassung der Räumlichkeiten an die Anne-Frank-GE einsetzen, ist erfreulich und sachgerecht, wer wüsste das nicht. Die beharrliche Unterstützung der GRÜNEN im Vorfeld wäre es auch gewesen, zumal sie mit Frau Schneckenburger einen parteiinternen „kurzen Draht“ zu Entscheidungsträgern haben.

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