Vielseitiges Programm: Nähen, Musizieren und Lesen in der „Nacht der Bibliotheken“ in Dortmund

In diesem Jahr unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“

Die Stadt- und Landesbibliothek beteiligt sich an der „Nacht der Bibliotheken“. Foto: StaLaBi
Die Stadt- und Landesbibliothek beteiligt sich an der „Nacht der Bibliotheken“. Archivfoto: Stadt- und Landesbibliothek

Die Zentralbibliothek lädt in der Dortmunder „Nacht der Bibliotheken“ Menschen ein, die vielfältigen Angebote zu entdecken – und dazu gehören auch Saatgut, Roboter, Nähmaschine oder eine Gitarre. Lesen kann man natürlich auch. In NRW ist die „Nacht der Bibliotheken“ schon seit 20 Jahren Tradition, in diesem Jahr findet sie erstmals bundesweit statt. Das Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ soll besonders den Blick auf die erweiterten Angebote der Bibliotheken schärfen. Längst können hier neben Büchern und anderen Medien auch Saatgut, Backformen und Musikinstrumente ausgeliehen, und für Schüler:innen und Studierende ist die Bibliothek ein wichtiger Lernort. Die „Nacht der Bibliotheken“ findet in diesem Jahr am 4. April statt.

In Ruhe Lesen und Instrumente ausprobieren

Los geht die lange Nacht in der Zentralbibliothek um 16 Uhr mit einer Reihe von Aktionen und Gelegenheiten zu seltenen Einblicken. Zum Beispiel können Interessierte unter dem Titel „Wissen in der Unterwelt“ in die Bestände bis zurück ins Jahr 1907 blicken. In den Kinder- und Jugendbereich locken Geschichten aus dem „Dortmunder Märchenbuch“ von Susanne Viegener.

In der Bibliothek der Dinge gibt es vom Instrument bis zum handwerklichen Gerät einiges auszuprobieren. Foto: Stadt- und Landesbibliothek Dortmund

In der „Bibliothek der Dinge“ können programmierbare Roboter, die Nähmaschine oder ein Musikinstrument ausprobiert werden. Auch für das Lesen ist Raum und Zeit – und zwar in Ruhe. Während der „Silent Reading Party“ im Studio B können Lesefans in Ruhe schmökern, zum Quatschen ist aber auch Zeit.

Nach 40 Minuten Stille gibt es 20 Minuten lang die Möglichkeit, mit anderen Teilnehmer:innen ungezwungen ins Gespräch zu gehen und sich über ihre Werke auszutauschen. Zusätzlich bieten die Freunde der Stadt- und Landesbibliothek zu familienfreundlichen Preisen Laugenstangen, Kuchen, Kaffee, Kaltgetränke und Wein an.

Das komplette Programm der Zentralbibliothek

Heike Fonteyne geleitet interessierte Besucher:innen in den – sonst nicht für das Publikum geöffneten – Magazinbereich und gewährt Einblick in die Bestände bis zurück ins Jahr 1907. Die Teilnahme ist auf 25 Personen begrenzt. Von 16 bis 16.45 Uhr (auch: 17.30 bis 18.15 Uhr und 19 bis 19.45 Uhr), Treffpunkt ist im Foyer. Interessierte werden gebeten, sich per E-Mail anzumelden (Link am Ende des Artikels).

Grafik: Nacht der Bibliotheken

Sabine Patschinsky, Akkordeonistin und Lehrerin bei „Dortmund Musik“, präsentiert von 16 bis 17 Uhr Musik aus Frankreich und Argentinien mit dem Akkordeon in der Rotunde im zweiten Obergeschoss.

Die Autorin Susanne Viegener liest von 16 bis 18 Uhr im Kinder- und Jugendbereich aus insgesamt 18 Dortmunder Märchen, die von Riesen, Hexen, Elfen, Gespenstern, Kobolden, Rittern, dem Heiligen Reinoldus und der Gründung des BVBs handeln. Diese basieren auf den alten Sagen und Legenden der Stadt.

Silent Reading Party und Bibliothek der Dinge

Eine Party ohne Musik und Smalltalk findet von 16 bis 20 Uhr im Studio B statt. Nach 40 Minuten Lesezeit haben alle 20 Minuten lang die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmer:innen über die Werke auszutauschen.

Die neue Saatgutbibliothek „verleiht“ Saaten, zum Beispiel die neue „Open-Source-Tomate“. Die Saaten werden nach dem Ernten wieder zurückgegeben. Foto: Petra Littmann für die Stadt Dortmund

Interessierte können sich informieren, wie die Saatgutbibliothek funktioniert. In der „Bibliothek der Dinge“ im ersten Obergeschoss können von 16 bis 20 Uhr einzelne Dinge wie programmierbare Roboter, die Nähmaschine oder ein Musikinstrument ausprobiert werden.

Außerdem werden in der Artothek im ersten Obergeschoss in der Zeit von 16 bis 20 Uhr zusammen Lesezeichen gestaltet.

Architekturführung, meditatives Zeichnen und Gitarrenmusik

In der Haus- und Architekturführung von 16.45 bis 17.15 Uhr oder von 18.15 bis 18.45 Uhr werden die architektonischen Besonderheiten und die Nutzung der Bibliothek erläutert. Die Teilnahme ist auf 25 Personen begrenzt. Interessierte können sich per E-Mail anmelden. Treffpunkt ist im Foyer.

Unter anderem wird eine Architekturführung angeboten. Archivfoto: Alexander Völkel für die nordstadtblogger.de

Inspiriert durch die von Maria Thomas und Rick Roberts in den USA erfundene Zentangle-Methode können Interessierte in die Welt des meditativen Zeichnens eintauchen.

Die Grundlagen der kleinen, schwarz-weißen Muster-Mixe werden von 17 bis 19 Uhr im Lesesaal im zweiten Obergeschoss in acht Schritten erläutert. Die Teilnahme ist auf zehn Personen begrenzt und es wird um Anmeldung per E-Mail gebeten.

Guido Pyka, Gitarrist und Lehrer bei „Dortmund Musik“, interpretiert in der Rotunde im zweiten Obergeschoss von 19 bis 20 Uhr Songs der 60er und 70er-Jahre und aktuelle Popsongs. Die eigenen Arrangements werden mit einem Augenzwinkern vorgetragen und lassen die Songs in einem neuen Licht erscheinen.

Mehr Informationen:

Hier können sich Interessierte für die auf eine gewisse Teilnehmerzahl begrenzten Programmpunkte anmelden: VeranstaltungenZB@stadtdo.de.

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