„Ich bin ein Baustellenkind“ – die April-bodo

Die neue Ausgabe des Straßenmagazins für Dortmund und Bochum:

Nadine Bönninger ist Gerüstbauerin und Unternehmerin mit Haltung. Ariane Kareev inszeniert bundesweit an Theatern – ihr bereits viertes Künstlerinnenleben. Tobias Backers forscht an der Ruhr-Universität zu Geothermie. Arne Nobel eröffnet eine Eckkneipe für Leute mit Anstand. Jeremiah Hayden berichtet aus Grants Pass, USA, wo auf die Kriminalisierung die Verfolgung Obdachloser folgt. Das Straßenmagazin im April.

Mit 19 Jahren war Nadine Bönninger Deutschlands jüngste Gerüstbauermeisterin, mit 36 Unternehmerfrau des Jahres im Handwerk. Gemeinsam mit ihrem Bruder leitet sie den Dortmunder Familienbetrieb und nutzt die Gerüste auch, um mit riesigen Bannern ein Zeichen gegen Nazis zu setzen.

Die Bochumerin Ariane Kareev galt als Wunderkind am Klavier, absolvierte eine Tanzausbildung und kam dann über Umwege zum Theater. Heute inszeniert sie an großen Bühnen in ganz Deutschland. Am Dortmunder Schauspiel ist jetzt eine wunderbare „Antigone“ von ihr zu sehen.

In den USA landen immer mehr Menschen auf der Straße, auch wegen exorbitanter Mieten. Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs können die Behörden die Betroffenen nun für ihr Dasein bestrafen. Präsident Trump spricht bereits von Lagern. Eine Reportage aus Grants Pass.

Die Straße ist rau und extrem gefährlich. Wohnungslose Frauen leben daher oft in Abhängigkeitsverhältnissen. Doch auch das ist toxisch und belastend. Wie die Städte damit umgehen? Unbeholfen und unzureichend. Der Soziologe Professor Timo Weishaupt hat untersucht, was läuft, wo es hakt und was fehlt.

Mit zunehmend ausgereifter Technologie könnte die Wärme aus dem Erdinneren eine Schlüsselrolle bei der Wärmewende spielen. Bochum ist einer der Forschungsschwerpunkte und gleichzeitig entstehen hier Geothermie-Großprojekte, erklärt Geologe Prof. Dr. Tobias Backers von der Ruhr-Universität Bochum.

HER + WAN = LOVE? Herne und Wanne-Eickel feiern in diesem Jahr ihre 50-jährige Städteehe. Das Heimatmuseum „Unser Fritz“ widmet diesem kommunalen Goldjubiläum ab dem 3. April die Ausstellung „This Is Not A Love Song“. Teil der Ausstellung sind Ehepaare aus den beiden Stadtteilen: Sie aus Herne, er aus Wanne – oder umgekehrt. Drei Hausbesuche.

Außerdem: 2.000 Platzverweise, ein Komet mit Anstand, Unis und Traktoren gegen Vučić, eine Wohnung ist erst der Anfang, Eigenbedarfskündigungen, Giersch und Karotte, Verkäufergeschichten, der bodo-Veranstaltungskalender uvm.

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