Wir wünschen allen Menschen muslimischen Glaubens in der Nordstadt, in Dortmund und anderswo auf der Welt einen gesegneten FastenmonatRamadan. Muslim:innen weltweit fasten ab heute bis 30. März täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.
Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de
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Gemeinsamer Brief und Grußbotschaft zum Beginn des muslimischen Fastenmonats (PM)
Die Evangelische und die Katholische Kirche senden den Musliminnen und Muslimen in Dortmund ihre Grüße zum Fastenmonat Ramadan, der am 1. März beginnt.
Mit einem von der evangelischen Superintendentin Heike Proske, dem katholischen Stadtdechanten, Propst Andreas Coersmeier sowie den Islambeauftragten der beiden Konfessionen in Dortmund unterzeichneten Gruß wurde auch die gemeinsame Grußbotschaft der fünf katholischen (Erz-) Bistümer und der drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen an die muslimischen Gemeinden in Dortmund gesendet.
Die Grußbotschaft ruft angesichts globaler Herausforderungen wie des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten die Verantwortung beider Religionen in der gemeinsamen Sorge für die Welt ins Bewusstsein: „Das erfordert von uns allen für das Leid der anderen Mitgefühl und den Willen, Brücken zu bauen. Denn jeder Mensch ist Gottes Geschöpf.“ Die Kirchen sind erschrocken über das Erstarken extremistischer Kräfte und versichern: „Hass und Hetze gegen Migrant*innen und Muslime lehnen wir ab und werden ihnen auch weiterhin entgegentreten.“
In diesen Zeiten sei es wichtig, als religiöse Gemeinschaften in der Tradition Abrahams/Ibrahims engen Kontakt zu halten. Durch den Austausch könne sich die Perspektiven erweitern und ein tieferes Verständnis für die Vielfalt der spirituellen Erfahrungen entstehen. „In Dortmund pflegen wir darum seit vielen Jahren den Interreligiösen Dialog, mit dem ‚Dialogkreis der Abrahamsreligionen‘, seinem jährlichen Friedensgebet vor dem Rathaus, der Kampagne ‚Wir alle sind Dortmund‘ mit der Stadt, dem bewährten Fußballturnier der Religionen oder dem Christlichislamischen Dialogforum“. Gemeinsam setzen wir damit Zeichen der Hoffnung, für Dialog und Verständigung“.
Hier ist der Brief im Wortlaut:
Ramadan Mubarak 2025!
Zum Beginn des Monats Ramadan übermitteln wir Ihnen unsere herzlichen Grüße. Wir wissen, dass der Ramadan für viele von Ihnen nicht nur eine Zeit des Fastens ist, sondern auch der religiösen Besinnung und des Gebets. In diesem Jahr liegt der Ramadan fast parallel zu unserer christlichen Fastenzeit der Passion, so dass wir auch darin miteinander verbunden sind. Möge diese besondere Zeit Ihnen und Ihren Familien Frieden, Gemeinschaft und spirituelle Erneuerung bringen.
Im Ersten Teil der Bibel im 16. Psalm findet sich ein Vers, der über dem Monat Februar steht: „Du tust mir kund den Weg zum Leben.“ Das ist es, was wir glauben, dass Gott uns den Weg im Leben zeigt und vor allem zum Leben, durch seine Weisung und durch seine Barmherzigkeit.
Leider ist unsere Welt von Unsicherheit und Konflikten geprägt, wie schon die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten zeigen. Das erfordert von uns allen für das Leid der anderen Mitgefühl und den Willen, Brücken zu bauen. Denn jeder Mensch ist Gottes Geschöpf. Das soll auch in unserem Land gelten.
Die Kirchen sind erschrocken über das Erstarken extremistischer Kräfte und versichern Ihnen: Hass und Hetze gegen Migrant*innen und Muslime lehnen wir ab und werden ihnen auch weiterhin entgegentreten.
In diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir als religiöse Gemeinschaften in der Tradition Abrahams/ Ibrahims engen Kontakt halten. Durch den Austausch können wir unsere Perspektiven erweitern und ein tieferes Verständnis für die Vielfalt der spirituellen Erfahrungen gewinnen.
In Dortmund pflegen wir darum seit vielen Jahren den Interreligiösen Dialog, mit dem „Dialogkreis der Abrahams- religionen“, seinem jährlichen Friedensgebet vor dem Rathaus, der Kampagne „Wir alle sind Dortmund“ mit der Stadt, dem bewährten Fußballturnier der Religionen oder dem „Christlich-islamischen Dialogforum“. Gemeinsam setzen wir damit Zeichen der Hoffnung, für Dialog und Verständigung.
Lassen Sie uns weiter gemeinsam für den Frieden in der Welt beten und die Werte des Respekts und der Nächstenliebe in unserer Stadt leben. Möge der Ramadan Sie alle dazu ermutigen und stärken.
Mit herzlichen Grüßen
Heike Proske Propst, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises
Andreas Coersmeier, Stadtdechant der Katholischen Stadtkirche
Pfarrer Friedrich Stiller, Islambeauftragter, Evangelischer Kirchenkreis
Pfarrer Stefan Tausch, Islambeauftragter, Katholische Stadtkirche
Gemeinsam an friedvoller Zukunft mitwirken: Kirchen in NRW grüßen zum muslimischen Fastenmonat Ramadan (PM)
Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan (1. März bis 30. März 2025) wenden sich die fünf katholischen (Erz-) Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen mit einer Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime. Für das Erzbistum Paderborn hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Grußbotschaft unterschrieben.
Das Schreiben der christlichen Kirchen beginnt mit einem Friedenwunsch: „Wir sind als Christinnen und Christen und als Musliminnen und Muslime berufen, dem Frieden und der Barmherzigkeit zu dienen, Hass zu überwinden und Brücken zwischen Menschen zu bauen.“ „Unsere religiösen Traditionen lehren uns, das Leben zu achten und zu schützen“, betonen die Absender der Grußbotschaft. Der Beitrag der Religionen zum Frieden sei wichtig, der Mensch könne Frieden nicht aus sich allein schöpfen.
„Gott zu vertrauen, macht uns zu Hoffenden auf eine gute Zukunft. Hoffen bedeutet auch, daran mitzuwirken, dass unsere Welt so wird, wie Gott sie sich vorgestellt hat. Dafür kann es nötig sein, dass wir aufstehen und unsere Stimme erheben, wenn der unbedingte Wert eines jeden menschlichen Lebens angezweifelt, bedroht oder verletzt wird“, bekräftigen die Verantwortlichen der Kirchen.
Zeiten wie der Ramadan für Muslime und die vorösterliche Fastenzeit für die Christen seien „Gelegenheiten der Besinnung auf das Wesentliche im Leben.“ Basierend auf Aussagen der Zuversicht in Bibel und Koran ermutigen die Unterzeichnenden: „Lassen Sie uns vertrauen, dass Gott Gutes mit uns und der Welt im Sinn hat! Dieses Vertrauen schenkt uns selbst in scheinbar aussichtslosen Lagen die Kraft, weiterzumachen, nicht aufzugeben und Hoffnung in Gott zu finden.“
Unterzeichnende
Das Grußwort haben neben Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz unterzeichnet: Dietmar Arends (Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche), Dr. Helmut Dieser (Bischof von Aachen), Dr. Felix Genn (Bischof von Münster), Dr. Thorsten Latzel (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland), Dr. Franz-Josef Overbeck (Bischof von Essen), Ulf Schlüter (Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen) Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbischof von Köln).
Seit 2009 grüßen die katholischen (Erz-)Bischöfe und die evangelischen Präsides und Landessuperintendenten mit einem gemeinsamen Wort zum Ramadan. Adressaten sind muslimische Gemeinschaften und Gläubige. Die Grußbotschaft wird in gedruckter Fassung und per E-Mail versendet.
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Gemeinsamer Brief und Grußbotschaft zum Beginn des muslimischen Fastenmonats (PM)
Die Evangelische und die Katholische Kirche senden den Musliminnen und Muslimen in Dortmund ihre Grüße zum Fastenmonat Ramadan, der am 1. März beginnt.
Mit einem von der evangelischen Superintendentin Heike Proske, dem katholischen Stadtdechanten, Propst Andreas Coersmeier sowie den Islambeauftragten der beiden Konfessionen in Dortmund unterzeichneten Gruß wurde auch die gemeinsame Grußbotschaft der fünf katholischen (Erz-) Bistümer und der drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen an die muslimischen Gemeinden in Dortmund gesendet.
Die Grußbotschaft ruft angesichts globaler Herausforderungen wie des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten die Verantwortung beider Religionen in der gemeinsamen Sorge für die Welt ins Bewusstsein: „Das erfordert von uns allen für das Leid der anderen Mitgefühl und den Willen, Brücken zu bauen. Denn jeder Mensch ist Gottes Geschöpf.“ Die Kirchen sind erschrocken über das Erstarken extremistischer Kräfte und versichern: „Hass und Hetze gegen Migrant*innen und Muslime lehnen wir ab und werden ihnen auch weiterhin entgegentreten.“
In diesen Zeiten sei es wichtig, als religiöse Gemeinschaften in der Tradition Abrahams/Ibrahims engen Kontakt zu halten. Durch den Austausch könne sich die Perspektiven erweitern und ein tieferes Verständnis für die Vielfalt der spirituellen Erfahrungen entstehen. „In Dortmund pflegen wir darum seit vielen Jahren den Interreligiösen Dialog, mit dem ‚Dialogkreis der Abrahamsreligionen‘, seinem jährlichen Friedensgebet vor dem Rathaus, der Kampagne ‚Wir alle sind Dortmund‘ mit der Stadt, dem bewährten Fußballturnier der Religionen oder dem Christlichislamischen Dialogforum“. Gemeinsam setzen wir damit Zeichen der Hoffnung, für Dialog und Verständigung“.
Hier ist der Brief im Wortlaut:
Ramadan Mubarak 2025!
Zum Beginn des Monats Ramadan übermitteln wir Ihnen unsere herzlichen Grüße. Wir wissen, dass der Ramadan für viele von Ihnen nicht nur eine Zeit des Fastens ist, sondern auch der religiösen Besinnung und des Gebets. In diesem Jahr liegt der Ramadan fast parallel zu unserer christlichen Fastenzeit der Passion, so dass wir auch darin miteinander verbunden sind. Möge diese besondere Zeit Ihnen und Ihren Familien Frieden, Gemeinschaft und spirituelle Erneuerung bringen.
Im Ersten Teil der Bibel im 16. Psalm findet sich ein Vers, der über dem Monat Februar steht: „Du tust mir kund den Weg zum Leben.“ Das ist es, was wir glauben, dass Gott uns den Weg im Leben zeigt und vor allem zum Leben, durch seine Weisung und durch seine Barmherzigkeit.
Leider ist unsere Welt von Unsicherheit und Konflikten geprägt, wie schon die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten zeigen. Das erfordert von uns allen für das Leid der anderen Mitgefühl und den Willen, Brücken zu bauen. Denn jeder Mensch ist Gottes Geschöpf. Das soll auch in unserem Land gelten.
Die Kirchen sind erschrocken über das Erstarken extremistischer Kräfte und versichern Ihnen: Hass und Hetze gegen Migrant*innen und Muslime lehnen wir ab und werden ihnen auch weiterhin entgegentreten.
In diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir als religiöse Gemeinschaften in der Tradition Abrahams/ Ibrahims engen Kontakt halten. Durch den Austausch können wir unsere Perspektiven erweitern und ein tieferes Verständnis für die Vielfalt der spirituellen Erfahrungen gewinnen.
In Dortmund pflegen wir darum seit vielen Jahren den Interreligiösen Dialog, mit dem „Dialogkreis der Abrahams- religionen“, seinem jährlichen Friedensgebet vor dem Rathaus, der Kampagne „Wir alle sind Dortmund“ mit der Stadt, dem bewährten Fußballturnier der Religionen oder dem „Christlich-islamischen Dialogforum“. Gemeinsam setzen wir damit Zeichen der Hoffnung, für Dialog und Verständigung.
Lassen Sie uns weiter gemeinsam für den Frieden in der Welt beten und die Werte des Respekts und der Nächstenliebe in unserer Stadt leben. Möge der Ramadan Sie alle dazu ermutigen und stärken.
Mit herzlichen Grüßen
Heike Proske Propst, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises
Andreas Coersmeier, Stadtdechant der Katholischen Stadtkirche
Pfarrer Friedrich Stiller, Islambeauftragter, Evangelischer Kirchenkreis
Pfarrer Stefan Tausch, Islambeauftragter, Katholische Stadtkirche
Gemeinsam an friedvoller Zukunft mitwirken: Kirchen in NRW grüßen zum muslimischen Fastenmonat Ramadan (PM)
Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan (1. März bis 30. März 2025) wenden sich die fünf katholischen (Erz-) Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen mit einer Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime. Für das Erzbistum Paderborn hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Grußbotschaft unterschrieben.
Das Schreiben der christlichen Kirchen beginnt mit einem Friedenwunsch: „Wir sind als Christinnen und Christen und als Musliminnen und Muslime berufen, dem Frieden und der Barmherzigkeit zu dienen, Hass zu überwinden und Brücken zwischen Menschen zu bauen.“ „Unsere religiösen Traditionen lehren uns, das Leben zu achten und zu schützen“, betonen die Absender der Grußbotschaft. Der Beitrag der Religionen zum Frieden sei wichtig, der Mensch könne Frieden nicht aus sich allein schöpfen.
„Gott zu vertrauen, macht uns zu Hoffenden auf eine gute Zukunft. Hoffen bedeutet auch, daran mitzuwirken, dass unsere Welt so wird, wie Gott sie sich vorgestellt hat. Dafür kann es nötig sein, dass wir aufstehen und unsere Stimme erheben, wenn der unbedingte Wert eines jeden menschlichen Lebens angezweifelt, bedroht oder verletzt wird“, bekräftigen die Verantwortlichen der Kirchen.
Zeiten wie der Ramadan für Muslime und die vorösterliche Fastenzeit für die Christen seien „Gelegenheiten der Besinnung auf das Wesentliche im Leben.“ Basierend auf Aussagen der Zuversicht in Bibel und Koran ermutigen die Unterzeichnenden: „Lassen Sie uns vertrauen, dass Gott Gutes mit uns und der Welt im Sinn hat! Dieses Vertrauen schenkt uns selbst in scheinbar aussichtslosen Lagen die Kraft, weiterzumachen, nicht aufzugeben und Hoffnung in Gott zu finden.“
Unterzeichnende
Das Grußwort haben neben Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz unterzeichnet: Dietmar Arends (Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche), Dr. Helmut Dieser (Bischof von Aachen), Dr. Felix Genn (Bischof von Münster), Dr. Thorsten Latzel (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland), Dr. Franz-Josef Overbeck (Bischof von Essen), Ulf Schlüter (Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen) Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbischof von Köln).
Seit 2009 grüßen die katholischen (Erz-)Bischöfe und die evangelischen Präsides und Landessuperintendenten mit einem gemeinsamen Wort zum Ramadan. Adressaten sind muslimische Gemeinschaften und Gläubige. Die Grußbotschaft wird in gedruckter Fassung und per E-Mail versendet.