Jede Menge Belletristik, Kinderbücher, CDs und Sachliteratur stehen in dem offenen Bücherschrank im Uhlandblock. Wer juristischen Rat braucht, greift zum „Hausjuristen“, wer wissen möchte was eine Nuckelpinne oder ein Nüllendoktor ist, kann sich darüber in dem Band „Dortmunder Wortschätzchen“ informieren.
Die Vitrine ist zur Eröffnung schon mit vielen Büchern und anderen Medien gefüllt
Die Vitrine, die der Spar- und Bauverein jetzt am Bürgersteig der Unverhaustraße aufgestellt ist zur Eröffnung schon gut gefüllt. Der Anwohner und Bücherschrankpate Eduard Schmidt hat schon Sorge, dass er zu klein ist.
Auf seine Initiative und die seiner Nachbarn hat sich die Wohnungsbaugesellschaft entschlossen, den Schrank aufzustellen. „Ich lese gerne und viel und ich habe kaum Platz in meiner Wohnung für die vielen gelesenen Bücher“, sagt er.
„Der Gedanke, dass andere Bewohner aus dem Quartier, sie auch noch lesen könnten, gefällt mir“, begründet er seine Initiative.
Gesehen hat er so ein kostenloses Literaturangebot schon in Freiburg und in der Heinrichstraße im Unionviertel.
Der Spar- und Bauverein hat in der Heinrichstraße gute Erfahrungen gemacht
Dort hat der Spar-und Bauverein schon vor drei Jahren solch einen Schrank aufgestellt. „Wir haben dort gute Erfahrungen gemacht“, resümiert Karen Engelmann von dem Wohnungsunternehmen.
Die Befürchtungen Schmidts, dass die Vitrine überfüllt sein könnte, kann sie zerstreuen. Eine permanente Fluktuation des Buchbestandes konnte sie in der Heinrichstraße feststellen.
Unter dem Motto „Finden, was man sucht – und geben, was man hat“, kann jeder seine bereits gelesenen Bücher, dort für seine Nachbarschaft zur Verfügung stellen und nach neuem Lesestoff stöbern.
„Das Angebot steht nicht nur Bewohnern und Mitgliedern der Wohnungsbau-Genossenschaft zur Verfügung, sondern allen Quartierbewohner, die gerne lesen“, sagt Engelmann.
Der Bücherschrank soll sich zum Treffpunkt und Ort der Kommunikation entwickeln
Mieter Eduard Schmidt kann sich vorstellen, das sich die Vitrine zu einem Treffpunkt im Viertel entwickeln könnte. „Eine Bank für den Sommer wäre schön“, denkt er schon weiter.
Die steht auch neuerdings an der Heinrichstraße. „Wir überlegen, ob wir so eine Sitzgelegenheit auch hier installieren“, verspricht Karen Engelmann, „aber erst muss sich der Bücherschrank im Uhlandblock etablieren.“
Zur Eröffnung ist auch der Vorstandsvorsitzende von Spar- und Bau gekommen. „So ein Angebot ist ein Ort der Kommunikation, denn hier kommen Menschen über Bücher ganz schnell miteinander ins Gespräch“, weiß Franz-Bernd Große-Wilde.