Neues Festival „Dortmund Urban“ soll Innenstadt beleben, Juicy Beats auf jeden Fall stattfinden

Diskussionen im Rat über die Dortmunder Festivals im Sommer

Das Juicy Beats soll zusammen mit dem neuen Innenstadt-Festival „Dortmund Urban“ wieder tausende Feierlustige anziehen Karsten Wickern | Nordstadtblogger

Der Dortmunder Stadtrat hat die Initiative „Dortmund Urban“ beschlossen – ein neues Kulturfestival, das die Innenstadt attraktiver machen soll. Das Festival setzt auf ein niedrigschwelliges Angebot für junge Menschen, um kulturelle Teilhabe zu fördern und das Stadtzentrum zu beleben. Doch in der Debatte ging es auch um das etablierte Juicy Beats Festival.

Politische Einigkeit über neues kulturelles Angebot

Die SPD begrüßte die Initiative „Dortmund Urban“ ausdrücklich. „Das Angebot an junge Menschen, sich niedrigschwellig an kulturellen Angeboten zu beteiligen, ist eine sehr gute Idee“, so Sylvia Ixkes-Henkemeier.

Katrin Lögering (Grüne) freute sich über die anstehende Belebung der Innenstadt durch „Dortmund Urban“ Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Das Projekt „Dortmund Urban“ ähnelt in seiner Ausrichtung der gelungenen Silvesterparty der Stadt. Zum Angebot soll HipHop und Rapmusik, Breakdance, Streetart, Graffiti, Comics, Fashion, Foto, Urban Gardening und vieles mehr gehören.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Lögering ergänzte, dass diese Veranstaltung auch für die Attraktivität der Innenstadt wichtig sein könnte. „Alles, was die Innenstadt belebt, ist eine gute Idee.“

Was ist mit dem Juicy Beats Festival?

Die Diskussion verlagerte sich auf das beliebte Juicy Beats Festival. Hintergrund ist ein Antrag von Grünen, CDU und Linke+, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, bis Ende April Lösungen vorzulegen, wie die diesjährige Durchführung von Juicy Beats gesichert werden kann, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage des Veranstalters.

Michael Kauch (FDP) will keine kommunalen Gelder in die finanzielle Unterstützung von kommerziellen Veranstaltungen stecken Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Michael Kauch (FDP/Bürgerliste) äußerte Bedenken gegen eine direkte finanzielle Unterstützung kommerzieller Veranstaltungen. Er berief sich auch auf den Stadtdirektor Jörg Stüdemann, der im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Ausschuss erklärte, dass es falsch sei, kommunale Mittel an kommerzielle Unternehmen zu geben.

Heinrich Garbe (AfD) lehnte diesen Zusatzantrag vehement ab: „Kommerzielle Festivals müssen sich selbst finanzieren.“ Die AfD kritisierte die hohen Ticketpreise – Petra Dresler-Döhmann (Linke+) entgegnete, dass das Festival nur halb-kommerziell sei und viele Sozialtickets anbiete.

Stüdemann: Juicy Beats kann „aussichtsreich veranstaltet“ werden

Sascha Mader (CDU) entgegnete den Vorwürfen, dass es nicht das Ziel sei, Juicy Beats direkt mit öffentlichen Geldern beiseitezuspringen, sondern einen rechtlich einwandfreien Vorschlag von der Verwaltung einzuholen.

Jörg Stüdemann erklärte, dass Juicy Beats „aussichtsreich veranstaltet werden“könne. Foto: Anja Cord für Nordstadtblogger.de

Kämmerer Jörg Stüdemann stellte klar, dass es Möglichkeiten gibt, Juicy Beats zu unterstützen, etwa durch einen solventen Co-Veranstalter. Dies sei rechtlich unproblematisch. Stüdemann betonte außerdem, dass „Dortmund Urban“ als Probelauf konzipiert sei und bei weniger Mitteln entsprechend angepasst werden müsse.

„Juicy Beats kann aussichtsreich veranstaltet werden“, zeigte er sich optimistisch. Er kündigte an, „Dortmund Urban“ nach der Durchführung zu evaluieren, um die Resonanz junger Menschen zu prüfen.

Breite Zustimmung für weiteres Festival trotz Bedenken

Wolfgang Seitz (AfD) überraschte mit Zustimmung zum Gesamtprojekt: „Wir haben so viel Geld für andere Sachen, wir sollten bei der Jugend nicht sparen.“

Juicy Beats soll auch in diesem Jahr Tausende Festival-Gäste anziehen – trotz finanziellen Problemen des Veranstalter POPMODERN Veranstaltungs GmbH Karsten Wickern | Nordstadtblogger

Stefan Dondrup (Die PARTEI) unterstützte humorvoll: „Wir treten dafür ein, dass jedes Wochenende gefeiert werden kann.“

Trotz kontroverser Diskussion beschloss der Rat den Antrag einstimmig. Damit steht nun fest, dass „Dortmund urban“ durchgeführt wird und gleichzeitig Lösungen gesucht werden, um das Festival Juicy Beats in diesem Jahr abzusichern.


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