Erneut hat der „Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Dortmund e.V.“ mit einer atrakiven Exkursion eine geologische Besonderheit erkundet. Ein Dutzend Hobby-Geologen und Fossiliensammler haben das Angebot des Fördervereins des Naturkundmuseums genutzt und das naturkundliche Museum am Schölerberg in Osnabrück sowie den in der Nähe liegenden Steinbruch am Piesberg besucht.
Präparatorin führte durch den mächtigen Steinbruch Piesberg
Unter der fachkundigen Führung einer geologischen Präparatorin haben die Freunde des Dortmunder Naturkundemuseums die Besonderheiten der Erdgeschichte in der Grenzregion zwischen Niedersachsen und Nordrhein Westfalen erfahren. Vor 300 Millionen Jahren, im Erdzeitalter Karbon, prägte hier eine waldreiche Küste die Landschaft. Im Museum sind die spektakulärsten Funde aus diesem Zeitalter ausgestellt. Anschließend ging die Gruppe mit ihr in den mächtigen Steinbruch Piesberg bei Osnabrück. Seine Entstehung verdankt dieser einem unterirdischer Vulkan, der nicht zum Ausbruch kam, sondern die etwa 70 Millionen Jahre alten tief versunkenen Gesteinsschichten an die Erdoberfläche trieb.
Eigenhändige Grabung nach Fossilien aus der Karbon-Zeit
So wurde exklusiv vor Ort gezeigt , was bereits im Museum unter wissenschaftlichen Aspekten dargestellt wird. Der geologische Aufschluss der Karbonzeit mit den sichtbaren Steinkohleschichten und alten Flözen ergänzte so die rein museale Betrachtung.
Krönender Abschluss für die Exkursionsteilnehmer war natürlich, dass Sie selbst den Hammer schwingen und Fossilien von Pflanzen aus der Karbon-Zeit aus dem Gestein freilegen konnten. Auch in unserer heimischen Kohle findet man solche Exponate, doch die Piesbergfossilien zeichnet eine Besonderheit aus: ihre Farbigkeit, die es möglich macht, die feinen Strukturen zu erkennen.
So hat die Exkursion nicht nur den geschichtlich-geologischen Horizont erweitert, sondern auch die private Fossilien- und Mineraliensammlung vergrößert, denn trotz des Regens sind die mitgebrachten Rucksäcke gut gefüllt worden.
Internationaler Museumstag des Museums für Naturkunde am 18. Mai
Die Exkursion wurde von Petra Marx, 2.Vorsitzende des Fördervereins, geplant und organisiert. Weitere Exkursionen sind vorgesehen. Interessenten wenden sich bitte an petra.marx@geologieknoten.de.
Auf dem Internationalen Museumstag des Museums für Naturkunde Dortmund verkauft der Förderverein am kommenden Sonntag, 18. Mai, auf seiner Mineralien- und Fossilienbörse zwischen 11 und 17 Uhr unter anderem auch Fundstücke aus dem Piesberg.
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Stadt Dortmund – Pressestelle
Minerale aus der Auvergne – Workshop im Naturkundemuseum
Das Museum für Naturkunde an der Münsterstraße lädt am Donnerstag, 15. Mai, 19 Uhr, zu dem Workshop „Die Minerale der Mine ‚Les Montmins‘, Auvergne (Frankreich)“ ein.
Die Mine „Les Montmins“ ist eine Wolfram-Mine, die bis zur Mitte der 1960er Jahre in Betrieb war. Es gab ausgedehnte Haldenflächen, auf denen bis vor einiger Zeit gute Funde an Blei-, Wolfram- und Eisen-Calcium-Mineralen möglich waren.
Toni Schoengen aus Witten wird Minerale dieser französischen Fundstelle vorstellen und ihre Merkmale erläutern. Interessierte Sammler sind dazu eingeladen, eigenes Material aus der Fundstelle mitzubringen. Auch eigene Mikroskope können aufgebaut werden.
Für die Teilnahme ist nur der Museumseintritt zu entrichten. Erwachsene zahlen vier Euro (ermäßigt zwei Euro). Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.