Die 9. Auflage des „Afro-Ruhr-Festivals“ feiert die Vielfalt der Kulturen vom 29. Juni bis 1. Juli im Dietrich-Keuning-Haus (DKH). Zum Programm gehören eine „Parade der Vielfalt“, Konzerte, ein buntes Kinder- und Jugendprogramm, ein interkulturelles Fußballturnier, Theater, traditionelle Tänze, afrikanisches Essen, Literatur und Kino. Erstmalig soll es in diesem Jahr außerdem Seminare und politische Workshops geben. Gleichzeitig wird zum 20-jährigen Jubiläum von „Africa Positive e.V.“ der Eintritt zu allen Veranstaltungen kostenlos sein.
„Parade der Vielfalt“ soll alle Kulturen des Ruhrgebiets darstellen
Zum Auftakt des Festivals wird wieder eine „Parade der Vielfalt“ durch die Stadt Dortmund ziehen und auf das Festival aufmerksam machen. Startpunkt der Parade ist der Friedensplatz am Dortmunder Rathaus. Von dort aus soll die multikulturelle Versammlung dann zum Dietrich-Keuning-Haus (DKH) weiterziehen. Begleitet wird sie dabei von der „Bäng Bäng Marching Steelband“ aus Dortmund und der „Otumfuo“ Band aus Ghana.
Die bunte Prozession besteht aus einer „Fusion von Kulturen, in der nicht nur afrikanische, sondern möglichst alle Kulturen des Ruhrgebiets“ vertreten sein sollen, macht Veye Tatah, Gründerin des Vereins „Africa Positive“ deutlich. So ist ausdrücklich jede und jeder dazu eingeladen.
Auch Levent Arslan, kommissarischer Leiter des DKH, unterstreicht die Multikulturalität der Veranstaltung: „Wir erfüllen unsere Kernaufgaben, indem wir Menschen verschiedener Kulturen zusammenbringen, nicht nur Menschen aus Afrika.“
Abwechslungsreiches Programm und musikalische „Top-Acts“
Die BesucherInnen erwartet ein facettenreiches Programm, inklusive Live-Acts international bekannter KünstlerInnen. Der Afrika-Markt mit Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten kann bis in die Abendstunden besucht werden. Viele Aktionen laden dabei zum Mitmachen und Lernen ein.
Musikalischer Höhepunkt ist die Band „X-Maleya“ am Samstagabend. Die drei Musiker mischen ihre urbane Musik mit traditionellem Sound und Botschaften der Hoffnung und Solidarität.
Bei „Miss-Afro-Ruhr“ wird die Frau mit der schönsten natürlichen Frisur gekürt. „Die Aktion wurde von Jugendlichen selbst ins Leben gerufen und wird auch von ihnen koordiniert“, berichtet Veye Tatah.
Neben zeitgenössischer Musik auch traditionelle Tanzvorführungen
Gemeinsam mit dem „BVB-Lernzentrum“ hat „Africa Positive e.V.“ außerdem ein Fußballturnier am Samstag organisiert. „Afrika Dortmund“, „Afrika NRW“, das Jugendamt, der BVB Fanclub und das DKH wollen Mannschaften stellen.
Das sonntägliche Programm richtet sich an Familien. Es gibt Tanzvorführungen und Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Kreativ- und Bewegungsangebote im Sportpark, dem neuen Außengelände des DKH.
Der Fokus am Sonntag liegt vor allem auf traditionellen Tänzen, „damit die Jugendlichen über Hip Hop und moderner Musik ihre Wurzeln nicht vergessen“, meint Tatah.
Politische Seminare und Informationen zum afrikanischen Kontinent
Neben Spaß, Musik und Party sollen außerdem nachhaltige Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, mit besonderem Bezug zu Afrika, im Fokus stehen. So gibt es zum ersten Mal die Gelegenheit, Fachseminare, eine politische Podiumsdiskussion und eine Autorenlesung zu besuchen.
Burkhard Rinsche vom Kulturbüro prognostiziert, dass „Afrika in den nächsten Jahren ein eminent wichtiges Thema bleiben wird“. Deshalb sei es von Bedeutung, „kulturpädagogische Aktivitäten auch mit der knallharten politischen Realität zu verknüpfen“ sagt Rinsche in Anspielung auf globale Gerechtigkeit, Flucht und Migration.
Insgesamt kooperieren die Veranstalter von „Africa Positive e.V.“, DKH und Kulturbüro mit mehr als einem Dutzend Partnern, darunter dem BVB-Lernzentrum, dem Jugendamt, der Auslandsgesellschaft NRW und DEW21.
Weitere Informationen zum Program von „Afro-Ruhr-Festival“ unter: www.afro-ruhr-festival.de
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