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UPDATE Zusammenstoß von Neonazis mit Türken endete im Polizeigewahrsam – Demo am Donnerstag

Gegen angebliche Polizeigewalt hatten die Neonazis Anfang Januar demonstriert.

Gegen angebliche Polizeiwillkür wollen die Neonazis nach den Vorfällen am Montagabend demonstrieren.

In der Nacht zu Sonntag ist kurz nach Mitternacht eine Gruppe von Neonazis beim Plakatieren auf der Rheinischen Straße mit einer Gruppe türkischstämmiger Passanten aneinander geraten. Die Auseinandersetzung endete für elf Neonazis im Polizeigewahrsam. Als Reaktion haben die Neonazis für Donnerstag ab 19 Uhr (13.04.2017) eine Protestdemo angemeldet.

Nach Polizeiangaben gingen die Provokationen von den Neonazis aus

Nach ersten Zeugenaussagen ging der Auseinandersetzung eine Provokation seitens der Rechtsextremisten gegenüber der hauptsächlich türkischstämmigen Gruppe voraus. Im Rahmen der darauf folgenden verbalen Streitigkeiten kam es zu einer Schlägerei, bei der beiden Seiten u.a. Pfefferspray, Messer, Ketten und Holzlatten einsetzten.

Die zunächst fünfköpfige Gruppe aus der rechtsextremistischen Szene erhielt im Verlauf Unterstützung von circa zehn weiteren Personen. Diese leisteten gegenüber den eingetroffenen Polizeibeamten massiven Widerstand und griffen sie gezielt an. Die Beamten setzten Pfefferspray und den Einsatzmehrzweckstock ein.

Elf Angehörige der rechten Szene wurden in Gewahrsam genommen. Die Ermittlungen dauern an. Während zehn Neonazis im Laufe des Sonntags wieder entlassen wurden, sollte zunächst ein Rechtsextremist am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Ihm wurden gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und Landfriedensbruch vorgeworfen. Allerdings reichten die Beweise bzw. die Haftgründe dafür nicht aus, so dass es nicht zu der Vorführung kam. Der Neonazi wurde daher ebenfalls entlassen.

Neonazis wollen Donnerstag gegen „Täter-Opfer-Umkehr“ demonstrieren

Als Reaktion darauf haben die Aktivisten der Partei „Die Rechte“ um Ratsmitglied Michael Brück ihre ursprünglich für Donnerstag  (13.04.) vorgesehene Wahlkampf-Kundgebung in Westerfilde abgeblasen und mobilisieren stattdessen für eine Demo, mit der sie gegen die angebliche „Täter-Opfer-Umkehr“ durch die Dortmunder Polizei demonstrieren wollen.

Treffpunkt ist um 19 Uhr an der Katharinentreppe in der Dortmunder City. Um 19.30 Uhr soll sich die Demo dann von der Kampstraße über die Rheinische Straße bis zum Wilhelmplatz in Dorstfeld führen. Brück rechnet mit 60 bis 80 TeilnehmerInnen.

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