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Wohnortnah und familiär: Auf Pantoffeln in die Kinderstube – Erfolgreiches Betreuungsangebot soll ausgeweitet werden

Kinderlachen-Kinderstube bei Dogewo wurde erweitert

Bei der Dogewo finden jetzt neun Kinder Platz – betreut von drei Tagesmüttern. Fotos: Alex Völkel

Es war die erste und auch die kleinste Kinderstube in der Nordstadt. Das hat sich nun geändert: Die Kapazität der FABIDO-Kinderstube Kinderlachen bei der DOGEWO21, Heiligegartenstraße 25c, wurde erweitert. Seit Monatsanfang können hier neun statt der zuvor sechs Kinder aufgenommen werden.

Mehr Platz für kleine Kinder im Hochhaus

Kinderlachen-Kinderstube bei Dogewo wurde erweitert

Als die Gäste weg waren, konnten die Kinder wieder in Ruhe spielen.

In enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Wohnungsunternehmen konnte die Nachbarwohnung der vormals kleineren Kinderstube ebenfalls angemietet werden. Durch die Zusammenlegung verfügt die Einrichtung jetzt über gut gestaltete, kindgerecht ausgestattete Räume.

Besonders vorteilhaft ist die neue, große Küche für die Zubereitung der frischen und gesunden Mahlzeiten. Die Einrichtung eines kleinen Schlafraumes ist perfekt: Die Alterstruktur in den Kinderstuben hat sich verschoben. Die Kinder kommen heute schon mit etwa 18 Monaten dorthin. Die Kleinen gönnen sich gerne Ruhepausen vom anregungsreichen und manchmal turbulenten Gruppengeschehen.

Verstärkung für das Tagesmutter-Team

Zur Verstärkung des Tagesmütter-Teams von Mahnaz Nikpour und Jasmine Büntemeier engagiert sich dort jetzt auch Jessica Kremer. Als neue Tagesmutter kümmert sie sich um die beiden Jungen und das Mädchen, die am 1. November neu aufgenommen worden sind. In den drei FABIDO-Kinderstuben Kinderlachen, die der Städtische Eigenbetrieb seit 2008 in der Nordstadt betreibt, wurden bis heute rund 100 Kinder von Tagesmüttern liebevoll betreut. Die anderen Kinderstuben befinden sich in der Bornstraße 79 (LEG) und 138 (Julius Ewald Schmitt).

Zahl der Kinderstuben soll im kommenden Jahr verdoppelt werden

Im kommenden Jahr wird das Modell der Kinderstuben übrigens ausgeweitet: Dann sollen die Plätze und damit auch die Zahl der Einrichtungen verdoppelt werden. Bislang stehen drei mal neun Plätze zur Verfügung – größer dürfen die Kinderstuben laut Gesetzgeber nicht sein. Insgesamt werden aktuell in der Nordstadt 75 Kinder in der Tagespflege betreut – 27 davon in den drei Kinderstuben. 17 Kinder werden von Tagesmüttern in deren Wohnungen betreut. Insgesamt gibt es aber 205 Plätze für die Unter-Dreijährigen in Fabido-Einrichtungen. Fabido bietet insgesamt  1109 Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen für Kinder an. Das sind rund 75 Prozent aller Kita-Plätze in der Nordstadt. Die restlichen Kitas werden von Kirchen und freien Trägern betrieben.

Eltern und Tagesmütter schätzen das sehr persönliche Angebot

Kinderlachen-Kinderstube bei Dogewo wurde erweitert

Strahlende Gesichter bei Jungen und Junggebliebenen in der von Kinderlachen unterstützen Einrichtung.

Eltern und Tagesmütter beurteilen das Angebot als sehr gut und unterstützend. Die wohnortnahe und offen einsehbare Lage der Kinderstuben ist für viele Eltern ein wichtiges Kriterium, ihr Kind schon früh einer Bildungsinstitution anzuvertrauen. Der sehr gute Betreuungsschlüssel von eins zu drei, die individuelle Einbindung der Eltern in die Kinderstuben-Arbeit und die Transparenz des Konzeptes haben dieses Vertrauen noch gestärkt und zu einer familiären Atmosphäre geführt. Zudem werden hier  jeweils Kinder aus der direkten Nachbarschaft aufgenommen: Die Kinder können quasi auf Pantoffeln in die Kinderstube kommen.

„Die Kinderstuben tragen erfolgreich dazu bei, dass die Kinder schon früh und gut deutsch sprechen können“, betont die Fabido-Geschäftsbereichsleiterin für Tagespflege, Marion Ache. „Davon profitieren sie auch beim Übergang in die FABIDO-Kitas, in denen ihnen im Anschluss ein Platz garantiert wird.“ Aber auch die enge Einbindung der Eltern hat sich herumgesprochen, so dass die Nachfrage nach Kinderstuben-Plätzen steigt.

Großer Bahnhof für eine kleine Einrichtung

Die offizielle Erweiterung der Einrichtung übernahm Kinder- und Jugenddezernentin Waltraud Bonekamp im Beisein von Vertretern von Politik, Dogewo, Fabido und Kinderlachen. Mit von der Partie waren neben Mitarbeiterinnen, Tagesmüttern und Kindern auch Fabido-Betriebsleiter Arno Lohmann, Volker Ruiters von der Dogewo, Marc Peine, Geschäftsführer des Vereins Kinderlachen e.V., und Friedhelm Sohn, Vorsitzender des Fabido-Betriebsausschusses.

 

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