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Weltpremiere in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“: Dortmunder Abschlussfilm „Valentina“ auf der Berlinale

Szenenbild aus der Dokumentation Valentina

Szenenbild aus dem Abschlussfilm „Valentina“ von Fachhochschul-Absolventin Luise Schröder.

Der Abschlussfilm „Valentina“ von der Dortmunder Fachhochschul-Absolventin Luise Schröder hat es ins Programm der diesjährigen Berlinale geschafft. Dort feiert er am 18. und 19. Februar Weltpremiere in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“.

51-minütigen Schwarz-Weiß-Dokumentarfilm über Roma-Armenviertel

Filmplakat ValentinaIm Mittelpunkt des Films steht die zehnjährige Valentina, die im Roma-Viertel Shutka in der mazedonischen Hauptstadt Skopje aufwächst.

Valentina ist gleichermaßen Protagonistin und begnadete Erzählerin in dem 51-minütigen Schwarz-Weiß-Dokumentarfilm.

„Soll ich euch eine Geschichte erzählen?“, fragt sie und lädt die Zuschauer zu ihrer Großfamilie ein, die im Armenviertel eine baufällige Ein-Zimmer-Hütte bewohnt und über die sie mit viel Witz und Liebe erzählt.

Alltagsbeobachtungen mischen sich mit persönlicher Erzählung, Träume mit wahren Begebenheiten und schmerzhaften Erinnerungen: ein intensives, filmisches Porträt der Familie Demaili. Am Ende wird klar, dass alles Geschichtenerzählen nur eine Übung für Valentinas großen Traum ist.

Für das Filmprojekt reiste Luise Schröder für insgesamt vier Monate nach Skopje, wo sie in den Alltag der Menschen am Stadtrand eintauchte.

Kooperation von Luise Schröder mit Maximilian Feldmann (Regie)

Luise Schröder

Luise Schröder

Das Drehbuch entwickelte die Absolventin des Studiengangs „Film/Fernsehen, Studienrichtung Kamera“ der Fachhochschule Dortmund zusammen mit Maximilian Feldmann (Regie), der an der Filmakademie Baden-Württemberg Dokumentarfilmregie studierte.

Für den gemeinsamen Diplomfilm drehten sie insgesamt sieben Wochen in Mazedonien.

Für ihren Abschlussfilm am Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund bekam Luise Schröder im Juni 2014 die Bestnote 1,0 (Prof. Sandra Hacker und Harald Opel).

Begleitet von Dozent Rainer Komers, der sich als dramaturgischer Berater an der Produktion beteiligte, und Oscar Stiebitz, ehemaliger Sounddesign-Student der FH Dortmund, erfolgte die endgültige Fertigstellung des Films Anfang 2016.

Kamerafrau für nationale und internationale Produktionen

Luise Schröder arbeitet seit ihrem Abschluss als freie Kamerafrau für nationale und internationale Dokumentarfilm-Produktionen und lebt in Berlin.

Zusammen mit Maximilian Feldmann plant sie aktuell ein Patenprogramm für den Schulbesuch der Kinder der Familie Demaili, Renovierungsarbeiten am Haus und juristische Hilfe für die Bewilligung des Sozialhilfeantrags.

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