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„Weltbaustelle NRW“ in Dortmund-Hörde errichtet: Das Projekt vereint urbane Kunst und nachhaltige Entwicklung

An der Piepenstock- Ecke Chattenstraße entsteht ein großes Kunstwerk. Die Künstler Oliver Mark und Joe Madisia gestalten die Hauswand dabei sehr farbenfroh in Handarbeit. - Foto: Leopold Achilles

An der Piepenstock- Ecke Chattenstraße entsteht ein großes Kunstwerk. Die Künstler Oliver Mark und Joseph Madisia gestalten die Hauswand dabei sehr farbenfroh in Handarbeit. – Fotos: Leopold Achilles

Das Haus von Familie Happe in der Piepenstockstraße 36 ist keine gewöhnliche Baustelle, sondern eine von 16 „Weltbaustellen“ in Nordrhein-Westfalen. Hier in Dortmund-Hörde entsteht unter der Leitung des Künstlerduos Oliver Mark und Joseph Madisia noch bis zum 29. September ein großes Wandgemälde.

Weltbaustellen bereichern, fördern und verschönern: Entwicklungspolitik trifft Kunst 

Die beiden Künstler werden bei Ihren Arbeiten im Süden von Dortmund von vier Auszubildenden der Außerbetrieblichen Ausbildungsstätte Handwerkskammer Dortmund GmbH und ihrem Ausbilder Pierre Danielczyk unterstützt.

Gemeinsam mit den Künstlern kletterten Melek, Marvin, Jauad und Muhammed geschickt das 14 Meter hohe Gerüst an der Hauswand hoch und runter. Ihre Aufgabe war es, die 140 Quadratmeter große Fassade zu grundieren. In nur zwei Tagen trugen sie dazu 60 Liter Haftgrund auf.

Künstler erhalten Unterstützung von jungen Bauten- und Objektbeschichtung-Azubis

Joseph Madisia in gut zehn Metern Höhe auf der Weltbaustelle in Dortmund Hörde.

Joseph Madisia in gut zehn Metern Höhe auf der Weltbaustelle in Hörde.

Die vier jungen Männer begannen vor rund einem Monat ihre Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter und sind mit großer Begeisterung bei der Arbeit.  Zwei Tage lang standen sie von 8 bis 15 Uhr auf dem Gerüst in der Piepenstockstraße. Diesmal malten sie die Wandfläche rund um den Schriftzug „Zukunft“ grün aus.

Der aus Namibia stammende Künstler Joseph Madisia lobt die Geschicklichkeit, mit der die Auszubildenden den Pinsel entlang der vorgegebenen Linien führen. Oliver Mark ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit den jungen Leuten macht total Spaß und ist eine echte Bereicherung für uns.“

In der Vergangenheit haben Pierre Danielczyk und seine Auszubildenden bereits mehrere urbane Gestaltungsprojekte mit dem Künstler und Kommunikationsdesigner Oliver Mark erfolgreich umgesetzt.

Bereits in Düsseldorf, Bochum und Dinslaken sind Weltbaustellen errichtet und fertig gestellt worden

An der Piepenstock- Ecke Chattenstraße entsteht ein großes Kunstwerk. Die Künstler Oliver Mark und Joe Madisia gestalten die Hauswand dabei sehr farbenfroh in Handarbeit. - Foto: Leopold Achilles

In den Jahren 2016 und 2017 entstehen in Nordrhein-Westfalen insgesamt 17 Weltbaustellen. Bei jeder der Weltbaustellen geht es darum, urbane Kunst mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung zu verbinden.

In Dortmund wurde die Weltbaustelle im Rahmen der FAIR FRIENDS-Messe in den Westfalenhallen durch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau – zugleich Schirmherr des Projekts – offiziell eröffnet.

Das Wandbild entsteht seit dem 18. September in der Piepenstockstraßer 36 in Hörde. Zum Ende der Malarbeiten laden alle Beteiligten zu einem fairen Frühstück ein, um die fertig gestellte „Weltbaustelle“ zu feiern.

Die Veranstaltung findet kommenden Freitag (29. September 2017) zwischen 11 und 14 Uhr in der Piepenstockstraße Ecke Chattenstraße in Dortmund Hörde, direkt vor dem Kunstwerk, statt.

Weitere Informationen finden sich auf eine-welt-netz-nrw.de.

Über die Künstler:

An der Piepenstock- Ecke Chattenstraße entsteht ein großes Kunstwerk. Die Künstler Oliver Mark und Joe Madisia gestalten die Hauswand dabei sehr farbenfroh in Handarbeit. - Foto: Leopold AchillesJoseph Madisia, geboren 1954 in Lüderitzbuch, ist ein zeitgenössischer Künstler aus Namibia. Der ehemals gelernte Zimmermann wandte sich in den 80er Jahren der Malerei zu.

Seit dem Jahre 1994 nahm er u.a. in Namibia, Indien, Deutschland, Brasilien, Norwegen, Slowenien und der Schweiz an Gruppenausstellungen teil und wurde vor allem durch seine abstrakte Malerei auch international bekannt.

Er hat Kunst an der University of Namibia studiert und ist seit 2001 Mitglied des Vorstandes der „National Art Gallery of Namibia“.

Oliver Mark bei seiner Arbeit auf der Weltbaustelle in Hörde.

Oliver Mark

Oliver Mark ist Teil des Dortmunder Vereins „Die Urbanisten“. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt durch Partizipation der BürgerInnen städtischen Lebensraum neu zu gestalten und somit Eigenverantwortung und individuelle Ressourcen zu stärken.

Der Künstler war letztes Jahr unter anderem mit an der Verschönerung der Mauern unter der S-Bahn-Brücke an der Kuithanstraße in der westlichen Innenstadt von Dortmund beteiligt.

 

 

 

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