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Von Dunja Hayali bis Hamed Abdel-Samad: Die neue Reihe „Talk im DKH“ wartet mit großen und streitbaren Namen auf

Am Sonntag werden in Dortmund drei Flüchtlingszüge erwartet. Der erste Zug brachte 800 Menschen, die im DKH versorgt und dann landesweit verteilt wurden.

Mehr als 9000 Flüchtlinge sind mittlerweile in Dortmund. Das hat auch Auswirkungen auf hier lebende Muslime.

Das Dietrich-Keuning-Haus will sich noch intensiver den Feldern Politik und Gesellschaft widmen. Bei der neuen Reihe „Talk im DKH“ sollen interessante Gäste zu Wort und ins Gespräch mit den Gästen kommen: Den Auftakt macht am Freitag, 11. März 2016, um 19 Uhr die Islam-Wissenschaftlerin Lamya Kaddor.

Eine prominente Gästeliste für das neue Talk-Format in der Nordstadt

Ahmad Mansour hielt einen Vortrag in der AGNRW. Das Thema: Antisemitismus unter Muslimen - Woher kommt der Hass?

Ahmad Mansour sorgte unlängst in der Auslandsgesellschaft für großes Aufsehen.

Auf der Gästeliste für die nächsten Veranstaltungen stehen ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, der palästinensisch-israelische Pyschologe und Autor Ahmad Mansour, der ägyptische Politikwissenschaftler und Autor Hamed Abdel-Samad, die türkische Journalistin Asli Sevindim sowie Konfliktforscher Andreas Zick (Uni Bielefeld) und Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt (TU Dresden).

Diese Gäste wollen alle gerne in Nordstadt kommen – aber die Terminfindung ist noch nicht abgeschlossen, verdeutlicht Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, der die neue Reihe moderieren wird. Die weiteren Termine werden daher kurzfristig bekannt gegeben.

El-Mafaalani lebt in Dortmund und forscht an der FH Münster unter anderem zu den Themen Migration und Integration, Sozialpolitik und politische Bildung.

Für den kabarettistischen Kontrapunkt wird Kabarettist Ilhan Atasoy, der „König vom Borsigplatz“, sorgen.

Auftaktthema: Thema „Wo steht der Islam in Deutschland in zehn Jahren?“ 

Die Religionswissenschaftlerin Lamya Kaddor war auf Einladung des AWO-IKUZ zu Gast in der Nordstadt.

Die Religionswissenschaftlerin Lamya Kaddor ist in der Nordstadt keine Unbekannte. Fotos: Alex Völkel

„Mit der streitbaren Islamwissenschaftlerin und Bestseller-Autorin Lamya Kaddor wird es am Freitag, 11. März, um 19 Uhr losgehen. Ihr Thema „Wo steht der Islam in Deutschland in zehn Jahren?“

Denn nicht nur Deutsche, auch viele  – schon lange in Deutschland lebende – Muslime stellen sich die Frage, wie sich ihre Heimat durch die vielen muslimischen Flüchtlinge vor allem aus Syrien verändern wird.

„Was bedeutet das für das muslimische Leben in Deutschland“, verdeutlicht El-Mafaalani. „Die muslimische Gesellschaft ist bisher vor allem türkisch und bosnisch geprägt. Da gibt es viele Diskussionen um die Veränderungen.“

Neues Format soll zum Informieren und Diskutieren einladen

Ausgedacht hat sich das Format das neue Führungsduo des Keuning-Hauses, Viktor Kidess und Levent Arslan. „Wir wollen das Profil des Hauses in den Bereich Politik und Gesellschaft noch etwas schärfen“, erklärt DKH-Leiter Viktor Kidess. „Bei uns sollen sich Menschen aus erster Hand informieren, aber auch mitdiskutieren können.“

„Wir wollen internationale und nationale Themen in den Mikrokosmos Nordstadt bringen. Dafür konnten wir keinen besseren als Prof. Mafaalani finden“, ergänzt DKH-Programmleiter Levent Arslan. „Für uns ist das Format Neuland. für den lockeren Einstieg wird der König vom Borsigplatz sorgen – er wird die Themen kabarettistisch begleiten und auch entzerren.“

Alle zwei Monate soll es ein anderes aktuelles Thema bei „Talk im DKH“ geben

, Viktor Kidess, Aladin El-Mafaalani, Isabel Pfarre und Levent Arslan stellten „Talk im DKH“ vor.

Viktor Kidess, Aladin El-Mafaalani, Isabel Pfarre und Levent Arslan stellten „Talk im DKH“ vor.

Sechs Mal im Jahr soll es dieses Talk-Format geben. Aufgegriffen werden sollen Themen, die den Menschen in Dortmund unter den Nägeln brennen. Ein bis zwei Gäste sollen dann kommen.

So ist ein Streitgespräch zwischen Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick (Uni Bielefeld) und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Werner J. Patzelt (TU Dresden) zum Thema Rechtsextremismus, Gewaltbiographien und Gewaltexzesse in Vorbereitung.

Aber auch die Themen wie Bildung und sozialpolitische Aspekte sowie stadtteilbezogene Fragestellungen werden Thema werden. Allerdings soll das keine akademische Veranstaltung  wie beispielsweise die „Salafismus“-Reihe an der Fachhochschule werden, sondern auch Laienpublikum erreichen.

Ziel ist es, durch die Vernetzung in der Nordstadt auch die Migranten für die Veranstaltung zu interessieren, damit sie gemeinsam mit Deutschen die Fragestellungen diskutieren. Das DKH bittet um Anmeldungen unter dkh@dortmund.de.

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