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Sicherheitshinweise zu Silvester: Gefahren durch unzulässige Knallkörper – Verbotszonen in der City von Dortmund

Silvester Dortmund 2012/2013

Wer die Regeln beachtet, kann Silvester sicher genießen. Archivfoto: Alex Völkel

Die Stadt Dortmund wird erneut Verbotszonen für Pyrotechnik und Silvesterfeuerwerk vom 31. Dezember 2017 bis zum 1. Januar 2018 einrichten. So gilt ein Abbrenn- und Verwendungsverbot für Silvesterfeuerwerk im Bereich Hauptbahnhof / Katharinenstraße / Kampstraße einschließlich Umfeld Petrikirche und in den Bereichen der Innenstadtplätze inklusive dem Umfeld der Reinoldi-, Marien-, Probsteikirche (siehe Karten).

Polizei und Ordnungsamt sehen sich gut für den Jahreswechsel gerüstet

Die Stadt Dortmund und die Polizei appellieren an alle Besucherinnen und Besucher in der City, sich an das Abbrenn- und Verwendungsverbot für Silvesterfeuerwerk im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten zu halten. Die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Dortmund werden auch in diesem Jahr in der Silvesternacht verstärkt Personal einsetzen und so für Sicherheit sorgen.

Für die Besucherinnen und Besucher werden mehrere Anlaufstellen in der City eingerichtet: Zum einen wird die gemeinsam von Stadt und Polizei besetzte Citywache in der Reinoldistraße 17 bis 19 an Silvester ab 20 Uhr bis mindestens 2 Uhr an Neujahr geöffnet sein.

Außerdem stehen als Anlaufstelle zwei gemeinsam besetzte Mobile Wachen zur Verfügung, die flexibel und je nach Einsatzlage in der Innenstadt eingesetzt werden, u. a. im Bereich des Bahnhofsvorplatzes / Katharinenstr. und Reinoldikirchplatz / Platz von Leeds.

Mehr Einsatzkräfte in Uniform und Zivil

Weitere uniformierte Streifendienstkräfte von Ordnungsamt und Polizei werden präsent sein, zudem sind auch zivile Einsatzkräfte unterwegs. „Wir haben uns seit Wochen gemeinsam mit der Stadt Dortmund auf die Silvesternacht in Dortmund gewissenhaft vorbereitet“, betont Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange.

„Bereits im letzten Jahr hatten wir den Einsatz zum Jahreswechsel mit verstärkten Kräften durchgeführt, in diesem Jahr werden wir die Anzahl der eingesetzten Polizeibeamten noch einmal erhöhen, um ein Höchstmaß an Sicherheit für die hier in Dortmund feiernden Menschen zu gewährleisten. Den Einsatz leitet mit Polizeidirektor Ed Freyhoff ein äußerst erfahrener Beamter des höheren Dienstes“, so Lange.

Zum Einsatz kommen werden auch die Kameras aus der Videobeobachtung in der Brückstraße. „Unsere Polizeikräfte haben unter anderem den Auftrag, dem Entstehen kritischer und aggressiver Menschenansammlungen durch aktives polizeiliches Vorgehen entgegen zu treten. Gegen Straf- und Gewalttäter werden wir auch an Silvester konsequent durchgreifen“, so der Dortmunder Polizeipräsident.

Wer die Regeln beachtet, kann Silvester sicher genießen. Archivfoto: Alex Völkel

Wer die Regeln beachtet, kann Silvester sicher genießen. Archivfoto: Alex Völkel

Feuerwehr gibt Tipps zum Umgang mit Pyrotechnik und Feuerwerkskörpern

Jedes Jahr zum Jahreswechsel haben die Feuerwehren mit einer erheblichen Anzahl von Verletzungen, Verbrennungen und Wohnungsbränden zu tun. Dabei spielen die unsachgemäße Handhabung und Verwendung nicht zugelassener Feuerwerkskörper eine nicht unerhebliche Rolle.

Um die Anzahl der Unglücksfälle zu verringern, möchte die Feuerwehr Dortmund den Bürgerinnen und Bürgern einige Sicherheitshinweise geben, damit alle gesund in ein neues Jahr starten können:

  • Achten Sie beim Kauf Ihres Silvester-Feuerwerks auf die BAM – Zulassung (Bundesamt für Materialforschung und –prüfung; www.bam.de). Kaufen und verwenden Sie keine Grau- oder Billigimporte!
  • Bewahren Sie Ihre Feuerwerkskörper in einem sicheren geschlossenen Behälter (Umverpackung) auf, damit diese nicht durch Irrgänger entzündet werden können.
  • Schließen Sie alle Türen und Fenster und entfernen Sie brennbare Gegenstände von Balkonen, damit diese durch verirrte Raketen nicht entzündet werden können.
  • Lesen und beachten Sie immer die Gebrauchsanweisung!
  • Verwenden Sie Feuerwerkskörper nur im Freien. Für spezielle Tischfeuerwerke benutzen Sie eine feuerfeste Unterlage und achten darauf, dass sie nicht in der Nähe von leicht entzündbaren Stoffen abgebrannt werden.
  • Raketen immer senkrecht starten. Dies gelingt am besten mit einer hohen Flasche, die zum Beispiel in einem Flaschenkasten steht. Achtung: Raketen niemals aus der Hand starten.
  • Bitte nicht mehrere Knaller bündeln oder auf irgendeine Art mit Feuerwerkskörpern experimentieren.
  • Feuerwerkskörper am besten am Boden zünden und sich schnell entfernen. Zündkörper mit Anreißfläche nach dem Zünden sofort wegwerfen, niemals auf Menschen oder Tiere richten und immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.
  • Vorsicht bei Blindgängern. Diese auf keinen Fall ein zweites Mal zünden. Nähern sie sich einem Blindgänger nicht sofort; warten Sie rund fünf Minuten und übergießen ihn dann mit zuvor bereitgestelltem Wasser.
  • Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände. Sollten Sie dem Drängen trotzdem einmal nachgeben, schützen Sie ihre Kinder durch geeignete Kleidung (Baumwolle) und setzen Sie ihnen eine geeignete Schutzbrille auf. Lassen Sie die Kinder keine Sekunde aus den Augen und sprechen Sie mit ihnen im Vorfeld über die Gefahren. Achten Sie besonders auf unkontrolliert herumspringende Feuerwerkskörper wie Knallfrösche, Kreisel, etc.

Übrigens: „Nach erhöhtem Alkoholkonsum gilt stets: Genießen Sie das Feuerwerk bitte als Zuschauer. Sollte es dennoch zu einem Brand kommen, verlassen Sie so schnell wie möglich ihre Wohnung und schließen möglichst die Türen zum Brandraum“, betont die Feuerwehr. „Warnen Sie ihre Mitbewohner und alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112.Löschen Sie nur selber, wenn keine Gefahr für die eigene Gesundheit besteht.“

Wer die Regeln beachtet, kann Silvester sicher genießen. Archivfoto: Alex Völkel

Wer die Regeln beachtet, kann Silvester sicher genießen. Archivfoto: Alex Völkel

 

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4 Gedanken über “Sicherheitshinweise zu Silvester: Gefahren durch unzulässige Knallkörper – Verbotszonen in der City von Dortmund

  1. Polizei Dortmund Beitrags Autor

    Kinder durch Feuerwerkskörper verletzt – Polizei Dortmund mahnt zur Vorsicht!

    Drei Kinder sind am Freitag (29.12.) gegen 14.20 Uhr in der Haydnstraße verletzt worden, als ein Feuerwerkskörper explodierte. Ein siebenjähriger Junge aus Dortmund erlitt dabei schwere Verletzungen.

    Ersten Erkenntnissen zufolge befand sich der Siebenjährige im Hausflur eines dortigen Wohnhauses, als der Böller in seiner Hand explodierte. Diesen soll er zuvor von einem anderen Kind bekommen haben. Durch die Explosion erlitt der Junge schwere Verletzungen an der Hand und im Gesicht. Er kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Zwei Mädchen (7, 10) aus Dortmund wurden bei dem Vorfall leicht verletzt. Sie konnten nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden.

    Die weiteren Ermittlungen dauern an.

    In dem Zusammenhang mahnt die Dortmunder Polizei ausdrücklich zur Vorsicht im Umgang mit Silvesterfeuerwerk. Feuerwerkskörper gehören nicht in die Hände von Kindern und dürfen nur an Silvester und Neujahr gezündet werden. Behalten Sie Ihre Kinder im Auge und weisen Sie sie auf die möglichen Gefahren hin!

  2. Polizei Dortmund Beitrags Autor

    Erste Bilanz der Silvesternacht – Stadt und Polizei mit starken Kräften präsent

    Wie bereits mit der vorläufigen Bilanz aus der letzten Nacht, lfd. Nr. 1447, gemeldet, waren starke Einsatzkräfte der Stadt Dortmund und der Dortmunder Polizei bis in die frühen Morgenstunden im Bereich der Dortmunder Innenstadt präsent.

    Es galt, ein Höchstmaß an Sicherheit für die in Dortmund feiernden Menschen zu gewährleisten.

    Eine erste Bilanz aus dieser Nacht:

    Die Polizei erstattete 15 Strafanzeigen, in zwei Fällen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Einfache und gefährliche Körperverletzungen, aber auch Verstöße gegen das Waffengesetz lauten in mehreren Einzelfällen die strafrechtlichen Vorwürfe. In mehreren Fällen hatten Personen mit Schreckschusswaffen in die Luft gefeuert. Die Waffen wurden sichergestellt und die dementsprechenden Strafanzeigen gefertigt.

    In einem Fall erstatteten die Beamten Strafanzeige wegen sexueller Belästigung. Nördlich des Hauptbahnhofes, im Bereich der Steinstraße, beobachteten zivile Beamte der Polizei gegen 01.30 Uhr, wie zwei Männer eine 32-jährige Frau aus Dortmund sexuell belästigten. Die Beamten eilten der Geschädigten direkt zu Hilfe und konnten einen der Tatverdächtigen, einen 18-jährigen guinesischen Staatsangehörigen, festnehmen. Der zweite Verdächtige ist flüchtig, die Ermittlungen dauern an.

    Bei einer Personenkontrolle am Platz von Amiens nahmen die Beamten mehrere Personen in Gewahrsam. Gegen einen Verdächtigen lag ein Haftbefehl vor, zwei weitere Männer führten Betäubungsmittel und Bargeld in dealertypischer Stückelung mit sich. Zusätzlich mussten sich die Beamten zahlreiche Beleidigungen anhören, zur Belohnung verbrachten die beiden Beschuldigten den weiteren Neujahrsmorgen im Polizeigewahrsam. Drogen und Bargeld stellten die Polizeibeamten selbstverständlich sicher.

    Die Beamten erteilten in dieser Nacht zehn Platzverweise, darüber hinaus gab es zwei Ingewahrsamnahmen und zwei Festnahmen.

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