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Schlag gegen organisierte Kriminalität: Die Polizei hebt einen Drogenversandhandel in Dortmund aus

Produktion und Versand von Drogen im großen Stil werfen Polizei und Staatsanwaltschaft den beiden Männern vor.

Produktion und Versand von Drogen im großen Stil werfen Polizei und Staatsanwaltschaft den beiden Männern vor.

Im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität ist der Polizei die Festnahme von zwei Männern gelungen, die im Verdacht stehen, kiloweise Drogen verschickt zu haben – und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Hinweise aus Bayern brachte die Dortmunder Ermittler auf die Spur der gebürtigen Niederländer

Durch Hinweise von Behörden in Bayern und weitere umfangreiche Ermittlungen waren die Beamten auf die beiden gebürtigen Niederländer gestoßen. Bereits am 18. Juli 2017 erfolgte die Festnahme des 34-Jährigen (mittlerweile in Dortmund wohnhaft) und des 20-Jährigen in der Dortmunder Innenstadt. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten dies allerdings erst jetzt (4. August) mit einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Beide befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, in den Wochen zuvor von Dortmund aus kiloweise Drogen – darunter Amphetamine, Ecstasy und Kokain – verschickt zu haben. Abgewickelt wurde der Handel den ersten Ermittlungen zufolge offenbar über das Darknet.

Demnach erfolgte der Versand hauptsächlich innerhalb Deutschlands, aber auch ins angrenzende Ausland sowie außerhalb Europas. Alleine am Tag der Festnahme konnten die Beamten noch mehr als 200 Briefsendungen sowie sieben Pakete sicherstellen, die die Männer verschicken wollten. Darin enthalten: unter anderem mehrere Kilogramm Amphetamine und mehr als 3.000 Ecstasy-Tabletten.

Wohnung in der Rheinischen Straße diente als „Versandzentrum“ und Produktionsort

Eine Wohnung in der Rheinischen Straße diente als Produktionsort und Versandlager.

Eine Wohnung in der Rheinischen Straße diente als Produktionsort und Versandlager. Fotos: Polizei

Die weiteren Ermittlungen führten das Dortmunder Kommissariat für Rauschgiftkriminalität zu einer Wohnung an der Rheinischen Straße, die offenbar als Bunker, „Versandzentrum“ und teils auch Produktionsort von konsumfähigen Amphetaminen genutzt wurde.

Bei ihrer Durchsuchung brachten die Beamten unter anderem mehr als 20.000 Ecstasy-Tabletten, mehrere Kilogramm Amphetamine und Grundstoff für die Herstellung von Amphetaminen zutage.

Ausgehend von all diesen Funden ist anzunehmen, dass die beiden Tatverdächtigen in den vergangenen Wochen mehrere 100 Kilogramm vor allem an Amphetaminen verschickt haben. Die umfangreichen Ermittlungen dauern weiterhin an. Die Polizei hat hierfür eine Ermittlungskommission eingesetzt.

Polizeipräsident Gregor Lange zeigt sich über den Erfolg der Kriminalpolizei erfreut: „Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie Straftäter sich im Darknet bewegen und dort ihre Geschäfte abwickeln. Es ist der professionellen Ermittlungsarbeit meiner Kripo-Beamten und der guten Kooperation mit anderen Behörden zu verdanken, dass wir nun zwei dieser Straftäter aus dem Verkehr ziehen konnten.“

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