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Sammeln aus Sicht der Informatik: „Stadtgespräche im Museum“ in Dortmund zum Umgang mit „Big Data“

In der Rotunde des Museums werden die Stadtgespräche stattfinden. Archivbild: Völkel

In der Rotunde des Museums finden die Stadtgespräche statt. Archivbild: Alex Völkel

Smartphones, soziale Netzwerke, Satelliten und Sensoren: Mit der rasanten Verbreitung von internetfähigen Geräten wachsen die Datenberge, die wir sammeln und anhäufen. Was bedeutet „Big Data“? Sind wir Daten-Messies? Werden die Daten irgendwann von selbst „sprechen“? Oder lässt sich Wissen nur generieren, wenn man Beobachtungen und Messungen mit einer Theorie abgleicht?

„Stadtgespräche im Museum“ widmen sich dem Oberthema „Sammeln“

Kristian Kersting ist Professor für Data Mining. Er lehrte und forschte am MIT (USA), in Sankt Augustin, Bonn und an der TU Dortmund.

Kristian Kersting ist Professor für Data Mining und lehrte  u.a am MIT.

Um solche Fragen geht es in der nächsten Veranstaltung der interdisziplinären Reihe „Stadtgespräche im Museum“, die sich mit dem Oberthema „Sammeln“ beschäftigt: Am Donnerstag, 1. Juni, 18 Uhr ist Prof. Kristian Kersting zu Gast im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (Hansastr. 3). Der Eintritt ist frei. Nach dem Vortrag darf diskutiert werden.

Kristian Kersting ist Professor für Data Mining. Er lehrte und forschte am MIT (USA), in Sankt Augustin, Bonn und an der TU Dortmund. Er ist Autor einer großen Zahl von Publikationen und Mitherausgeber mehrerer führender Fachzeitschriften auf den Gebieten des Data Mining, des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz und leitete mehrere internationale, wissenschaftliche Workshops und Konferenzen zu diesen Themen.

Bei den nächsten „Stadtgesprächen“ am 22. Juni, 18 Uhr kommt die Linzer Schriftstellerin Evelyn Grill und liest aus ihrem Roman „Der Sammler“. Eine FM-Anlage steht kostenlos zur Verfügung.

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Ein Gedanke zu “Sammeln aus Sicht der Informatik: „Stadtgespräche im Museum“ in Dortmund zum Umgang mit „Big Data“

  1. MKK Beitrags Autor

    Sprache sammeln und erforschen: „Stadtgespräche im Museum“ zu den Brüdern Grimm

    In der Reihe „Stadtgespräche im Museum“ geht es in diesem Jahr aus unterschiedlichen Perspektiven rund ums Sammeln. Gast bei der nächsten Veranstaltung am Donnerstag, 6. Juli, 18 Uhr ist Dr. Bernhard Lauer von der Brüder Grimm Gesellschaft Kassel. Im Museum für Kunst und Kulturgeschichte spricht er über das Sammeln und Forschen der Brüder Grimm. Der Eintritt ist frei, nach dem Vortrag darf diskutiert werden. Eine FM-Anlage steht kostenlos zur Verfügung.

    „Suchet, so werdet ihr finden“ und „Findet, so werdet ihr suchen“, schrieb der Dichter Achim v. Arnim 1808 auf zwei Stammbuchblätter – zuerst an Jacob und, umgedreht, an Wilhelm Grimm. Die Sätze sind programmatisch für das Wirken der Kasseler Sprachforscher und Märchensammler. Jacob und Wilhelm Grimm trugen ihr ganzes Leben lang Schätze der deutschen und europäischen Kulturgeschichte zusammen, dokumentierten sie systematisch und erforschten sie.

    Ihre „Kinder- und Hausmärchen“, mit denen sie die moderne Märchen- und Sagenforschung begründeten, gehören zu den erfolgreichsten Büchern der Weltliteratur. Mit ihren umfänglichen Sprach- und Literaturforschungen begründeten sie die moderne Deutsche Philologie. Auch zu den Rechts-, Geschichts- und Mythenwissenschaften leisteten sie bedeutende Beiträge. Ihre Werke lesen sich denn auch wie eine enzyklopädische Kulturgeschichte, in der neben den Deutschen fast jedes europäische Volk mit seiner Sprache und Dichtung berücksichtigt ist. Der Vortrag gibt zugleich Einblicke in die weltweite Sammlungs-, Forschungs- und Ausstellungstätigkeit des Brüder Grimm-Museums Kassel und der Brüder Grimm-Gesellschaft.

    Dr. Bernhard Lauer leitete von 1989 bis 2014 das Brüder Grimm-Museum in Kassel und ist seit 1990 Geschäftsführer der internationalen Brüder Grimm-Gesellschaft. Er lehrte am Fachbereich Neuere Sprachen und Literaturen an der Universität Marburg und war Kurator zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland. Er veröffentlichte zur Brüder Grimm-Philologie sowie zu verschiedenen Bereichen der Europäischen Kulturgeschichte.

    Nach der Sommerpause geht es mit den „Stadtgesprächen“ am 21. September, 18 Uhr weiter: Prof. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen zu Halle, spricht über die „Wunderkammer“ der Stiftungen und ihre Sammlungen.

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