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Ruhrdax – eine Kontaktplattform für „Ehrenamt trifft Wirtschaft“, kommt erstmalig nach Dortmund

Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Stephanie Ehlert (Netzwerk Ruhrgebiet), Karola Jaschewski (FreiwilligenAgentur),Michael Schüring (Netzwerk Ruhrgebiet)

OB Ullrich Sierau, Stephanie Ehlert (Netzwerk), Karola Jaschewski (Stadt), Michael Schüring (Netzwerk). Foto: Stadt

Von Gerd Wüsthoff

Die Idee ist einfach und effektiv. Die Ruhrdax-Plattform bringt NachfragerInnen, EhrenamtlerInnen und ehrenamtliche Organisationen mit Unternehmen zusammen, die das Ehrenamt unterstützen wollen. Sinn und Ziel ist es nicht, einfach „nur“ Gelder für Projekte einzusammeln, wie die Bezeichnung „Börse“ vermuten lässt. Denn Unternehmen, Handwerksbetriebe oder Dienstleister können auch Dienstleistungen unentgeltlich für den guten Zweck zur Verfügung stellen.

Ehrenamtlich interessierte Unternehmen treffen auf BürgerInnen-Engagement

Am Dienstag, 15. Mai 2018, um 17  Uhr ist es soweit: Der Ruhrdax wird durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau mit einem symbolischen Gongschlag im Rathaus eröffnet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Mit Schere, Papier und Kleister haben die Engagierten der Freiwilligenzentrale ihren nächsten Aktionstag vorbereitet, der für das Ehrenamt werben soll. Stephan Schuetze/VKK

Vielfältige ehrenamtliche Aktivitäten gibt es in Dortmund. Hier wirbt die Freiwilligenzentrale dafür. Archivbild: Stephan Schuetze/VKK

Bürgerschaftliche Organisationen können auf der Plattform Ruhrdax ihre Projekte präsentieren, welche sie ohne die Hilfe von Wirtschaftsunternehmen eventuell nicht realisieren könnten. Im Gegenzug erhalten die Unternehmen durch die Plattform den Kontakt zu Ehrenamtlichen. Das Firmenengagement kann unter anderem zum Image-Gewinn beitragen, die Arbeit an den Projekten zur Teambildung innerhalb des Unternehmens.

Die Plattform wird seit Jahren in den Niederlanden erfolgreich genutzt. Seit 2006 hat das Netzwerk Ruhrgebiet die Idee auf die lokalen Bedürfnisse vor Ort übertragen. Die Plattform ist wie ein Marktplatz organisiert, auf dem sich die ehrenamtlichen Organisationen möglichst kreativ darstellen, um das Interesse der Wirtschaft für ihre Ideen zu gewinnen.

Seit Beginn des Ruhrdax konnten über 1.000 erfolgreiche Kontakte zwischen Wirtschaft und gemeinnützigen Einrichtungen vermittelt werden. Hilfreich bei den vergangenen Präsentationen war immer wieder eine phantasievolle Darstellung der durch die ehrenamtlichen Organisationen geplanten Projekte. Dabei sind die Projekte individuell, zeitlich begrenzt und nicht monetär.

Ruhrdax – eine Börse auf Gegenseitigkeit und für Demokratie

Positiver Nebeneffekt: Häufig gibt das Ehrenamt auch etwas zurück. So stellen beispielsweise die Organisationen Räumlichkeiten zur Verfügung – für Unternehmensfeiern, Tagungen oder Veranstaltungen. Dieses Geben und Nehmen ist ebenfalls ein Marketinginstrument.

Auch Dortmund zeichnet sich durch ein hohes zivilgesellschaftliches, freiwilliges Engagement aus. Die Stadt hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Strukturen des zutiefst demokratischen bürgerschaftlichen Engagements zu stärken und zu fördern. Daher wurde im Jahr 2003 die FreiwilligenAgentur ins Leben, die Interessierte mit Hilfsorganisationen zusammenbringt.

Vereine und Ehrenamtliche  können am 15. Mai Kontakte knüpfen

Mit dem „Engel der Nordstadt“ wird ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Mit dem „Engel der Nordstadt“ wird ehrenamtliches Engagement im Stadtbezirk Innenstadt-Nord gewürdigt.

„Ruhrdax“ ergänzt das Angebot und bringt das zivilgesellschaftliche Ehrenamt mit Unternehmen zusammen, die gesellschaftlich Verantwortung übernehmen wollen.

Während des „Ruhrdax“ am 15. Mai 2018 im Rathaus Dortmund haben die TeilnehmerInnen gut zwei Stunden Zeit den passenden PartnerInnen zu finden – die ehrenamtlichen, wie auch die Unternehmen. Wer passt zu wem, welche Idee ist die passende, oder wie interessant wird sie präsentiert? Für die Ehrenamtlichen ist es eine Frage der Idee und kreativität sich eine entsprechende Aufmerksamkeit bei den Unternehmen zu verschaffen.

Für die Unternehmen ist es die Frage, welche Idee für ein ehrenamtliches Engagement ist diejenige, die am besten zum Unternehmen und seine Kapazitäten passt. Am Ende kommt dann eine tragbare, für das gemeinwohl nützliche Idee zustande.

Der Ruhrdax wird in Kooperation mit dem Netzwerk Ruhrgebiet, dem Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. und der FreiwilligenAgentur Dortmund im Rathaus Dortmund durchgeführt. Eine Teilnahme ist kostenfrei, bis auf ein Quantum an Kreativität und die erfordert nur Ideereichtum und ein Gehirnschmalz.

Weitere Informationen: www.ruhrdax.de

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