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Razzien bei Mitgliedern der Dortmunder Ultra-Gruppierung „RIOT0231“ – Innenminister strebt ein Verbot an

Bei den Durchsuchungen wurden u.a. mehrere Computer, Smartphones, Fanartikel der Gruppierung, Sturmhauben, Baseballschläger, Mundschutze sowie Quarzsandhandschuhe beschlagnahmt.

Bei den Durchsuchungen wurden u.a. mehrere Computer, Smartphones, Fanartikel der Gruppierung sichergestellt.

Das Innenministerium hat der Ultra-Gruppierung „RIOT0231“ den Kampf angesagt: „Das sind keine Fans, das sind Gewalttäter und Gewaltjunkies, die den Fußball missbrauchen, um ihren gewalttätigen Phantasien nachzukommen. Das darf in der Gesellschaft keinen Platz haben“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Hausdurchsuchungen bei vier Mitgliedern

Die Polizei Dortmund hat heute (09.05.2017) im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW sowie des Landeskriminalamtes NRW in Dortmund vier vereinsrechtliche Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse des zuständigen Verwaltungsgerichts vollstreckt. Sie richten sich gegen die sogenannte Ultra-Gruppierung „RIOT0231- Ultras H“.

„Es sind professionell ausgebildete Schläger, gegen die eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren laufen“, rechtfertigt Jäger die Razzien. Damit sollen Belege gefunden werden, dass die „Riots0231“ vereinsmäßige Strukturen aufweisen. „Dann könnten wir sie sie verbieten, ihr Vermögen einziehen, Stadionverbote, Betretungsverbote aussprechen. Nur so können wir die Gewaltjunkies aus dem Stadion bekommen“, sagte der NRW-Innenminister.

Ultra-Gruppierung „RIOT0231“ umfasst 50 Personen – darunter viele Intensivtäter

Die Gruppierung umfasst etwa 50 Personen. 20 von ihnen sind Mitglieder in der selben Kampfsportschule und trainieren laut Jägers  gezielt Schlägereien. Elf Mitglieder seien bekannte Intensivtäter im Bereich Sport und Gewalt. Sie sollen unter anderem an den Angriffen gegen die Fans von RB Leipzig beteiligt gewesen sein.

Bei den Durchsuchungen wurden u.a. mehrere Computer, Smartphones, Fanartikel der Gruppierung, Sturmhauben, Baseballschläger, Mundschutze sowie Quarzsandhandschuhe beschlagnahmt.

Auch  Sturmhauben, Baseballschläger, Mundschutze sowie Quarzsandhandschuhe wurden beschlagnahmt.

Bei den Durchsuchungen wurden u.a. mehrere Computer, Smartphones, Fanartikel der Gruppierung, Sturmhauben, Baseballschläger, Mundschutze sowie Quarzsandhandschuhe beschlagnahmt. Die Gegenstände werden jetzt ausgewertet.

Die vereinsrechtlichen Vollstreckungsmaßnahmen wurden von der Dortmunder Polizei initiiert und basieren auf umfangreich zusammengeführten Erkenntnissen im Zusammenhang mit dieser Ultra-Gruppierung.

Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Mitglieder der „RIOT0231- Ultras H“ fortgesetzt gravierende Straf- und Gewalttaten begehen. Falls sich diese Hinweise erhärten sollten, wird das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW über ein Vereinsverbot entscheiden. Entsprechende Ermittlungen laufen seit Monaten.

Lange: „Gewalt und kriminelle Schläger haben im Fußball nichts zu suchen“

„Die Polizei Dortmund schöpft konsequent alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um Straftätern und gewaltbereiten Ultras das Handwerk zu legen. Solchen Chaoten geht es nicht um den Fußball, sie begehen Straf- und Gewalttaten und schüchtern andere Menschen ein“, kommentiert Polizeipräsident Gregor Lange.

Die Leidtragenden seien häufig die wahren Fußball-Fans, die den Sport liebten und Woche für Woche mit ihren Vereinen mitfieberten. „Gerade für diese Fans ist es eine bedeutende Botschaft: Gewalt und kriminelle Schläger haben im Fußball nichts zu suchen“, so der Dortmunder Polizeipräsident weiter.

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