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Nordstadt: Quartiersmanagement steht vor personellen Veränderungen – Ab 2015 stärkere städtische Führung?

Abschiedsfeier für Quartiersmanager David Grade (hinten in der Mitte)

Abschiedsfeier für David Grade (hinten in der Mitte). Für seine Stelle gibt es 60 Bewerbungen. Foto: A. Völkel

Das Quartiersmanagement der Nordstadt steht vor Veränderungen – nicht nur personell: Die Stadt hat jetzt den Vertrag mit der Stadtteilschule als Trägerin des Quartiersmanagements bis zum Jahresende verlängert. Dann ist aber definitiv Schluss – zumindest in der bisherigen Form.

Vertrag mit der Stadtteilschule in der jetzigen Form wird beendet

Eine Anschlusslösung wird es geben, bestätigte Stadtsprecher Udo Bullerdiek auf Nachfrage der Nordstadtblogger. Aber wie genau diese Lösung aussehen könnte, sei völlig offen. Der bisherige Vertrag werde auf keinen Fall abermals verlängert. Stattdessen würden mögliche andere Modelle diskutiert. „Eine Menge Leute machen sich Gedanken“, so Bullerdiek weiter. Es könnte auch sein, dass das Quartiersmanagement künftig stärker in städtischer Trägerschaft geführt werde.

Diese klare Botschaft kommt für manchen Akteur offenbar überraschend. Denn bei der Stadtteilschule hofft man offensichtlich auf eine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit. Deutlich wird das darin, dass man für das Quartiersmanagement neue Räumlichkeiten sucht. Im Sommer soll – nach umfangreichen Umbauarbeiten – ein neues Domizil an der Mallinckrodtstraße bezogen werden.

Quartiersmanager-Stelle soll kurzfristig wiederbesetzt werden

Zudem soll kurzfristig eine Stelle neu besetzt werden: Denn David Grade hat jetzt nach drei Jahren seinen Abschied gegeben. Der bisher für das Quartier Nordmarkt zuständige Quartiersmanager möchte eine Fortbildung zum „Systemischen Kinder- und Jugendtherapeuten“ machen. Diese dauert fünf Jahre und ist sehr kostenintensiv – „ich gehe in die geplante Armut“, sagte Grade mit einem lachenden und einem weinenden Auge, als er von seinen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet wurde.

Die Stadtteilschule will seine Stelle schnellstmöglich neu besetzen, betont Träger-Vorstand Veit Hohfeld im Gespräch mit den Nordstadtbloggern. Obwohl die Vakanz nicht groß publik gemacht wurde, gab es 60 Bewerbungen. Und das, obwohl der neue Arbeitsvertrag nur bis zum Jahresende laufen wird. Ob der Vertrag anschließend verlängert werden kann, ist nun offener denn je – für alle Beschäftigten.

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