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Neonazis attackieren Zivilpolizisten: BeamtInnen wurden geblendet und beleidigt – Schläge und Tritte gingen ins Leere

Nicht nur Hunde, auch Neonazis markieren ihr vermeintliches Revier.

Nicht nur Hunde, auch Neonazis markieren ihr vermeintliches Revier in Dorstfeld.

Im Rahmen der verstärkten Polizeipräsenz in Dortmund-Dorstfeld haben am Sonntag (23.10.) Rechtsextreme zwei Zivilkräfte der Polizei mit Stroboskop-Lampen geblendet und verletzt. Anschließend versuchten sie, die BeamtInnen zu treten und zu schlagen.

PolizistInnen wurden nachts mit einer Stroboskop-Lampe geblendet

Die Botschaft der Neonazis in Dorstfeld an die Polizei ist klar.

Die Botschaft der Neonazis in Dorstfeld an die Dortmunder Polizei ist klar. Fotos: Alex Völkel

Es war ein gezieltes Vorgehen von Rechtsextremen gegen die ständige Präsenz der Polizei in Dorstfeld. Gegen 1.45 Uhr traten zwei Rechtsextreme, ein Mann und eine Frau, auf den zivilen Streifenwagen der Polizei zu und blendeten die Beamten bei völliger Dunkelheit mit einer sehr hellen Stroboskop-Lampe.

Die Polizisten stiegen daraufhin aus und wurden gezielt als Polizeibeamte massiv beleidigt. Dabei wurden die Beamten weiterhin gezielt geblendet. Die beiden Gestalten hinter der Lampe entfernten sich nun schnellen Schrittes und versuchten, durch zwischenzeitliches Blenden die Polizei abzuschütteln.

Kurze Zeit später hielten die Beamten einen Mann fest, worauf dieser versuchte, den Beamten zu schlagen. Der 25-jährige Dortmunder wurde zu Boden gebracht und fixiert. Dies nahm der weibliche Part zum Anlass, mit einem gezielten Tritt gegen den Beamten zu antworten.

Gezielte Tritte und Schläge gegen die ZivilbeamtInnen in Dorstfeld

Die Polizei zeigt in Dorstfeld rund um die Uhr verstärkt Präsenz.

Die Polizei zeigt in Dorstfeld rund um die Uhr verstärkt Präsenz – die Angriffe ändern daran nichts.

Der Beamte konnte ausweichen und die 26-jährige Dortmunderin verlor das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Selbst auf dem Boden versuchte sie weiterhin die Beamten zu treten.

Schließlich konnte sie überwältigt werden. Nachdem sie sich beruhigt hatte, ihre Personalien festgestellt wurden, wurde sie vor Ort entlassen. 

Der 25-Jährige wurde zur Personalienfeststellung zur Wache Huckarde gebracht. Nach Beendigung der Maßnahme sollte er entlassen werden, jedoch weigerte er sich die Polizeiwache zu verlassen. Erst ein Platzverweis für die Wache brachte ihn dann doch zum Gehen.

Die beiden Polizeibeamten wurden durch das Blenden mit der Lampe verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt. Es handelte sich um eine Stroboskop-Lampe mit gesetzlichem Warnhinweis bezüglich Gesundheitsgefährdung.

Fazit: Gefährliche Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung

Das polizeibekannte Pärchen aus der rechtsextremistischen Szene Dortmunds erwartet jetzt eine Anzeige wegen Gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Beleidigung.

Die Polizei wird auch weiterhin mit verstärkten Kräften in Dorstfeld Präsenz zeigen.

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