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Legalisierung statt Kriminalisierung: Am Samstag findet der vierte „Global Marijuana March“ in Dortmund statt

„Global Marijuana March“

Der Aktionstag „Global Marijuana March“ findet am 14. Mai in Dortmund statt. Foto: T. Pischke/ Veranstalter

Von der Katharinentreppe in der City bis zum Westpark soll am Samstag, 14. Mai 2016,  ab 14 Uhr der vierte Dortmunder „Global Marijuana March“ führen. Im Park sind mehrere Statements geplant. Wegen des Westparkfestes und des erstmaligen abgehaltenen „DORTBUNT“-Festivals findet die Veranstaltung eine Woche später statt.

Ursprünge des „Global Marijuana March“ gehen auf das Jahr 1999 zurück

„Jetzt können die Dortmunderinnen und Dortmunder noch an einem weiteren Wochenende eine bunte Veranstaltung besuchen“, sagt Nadja Reigl, Haupt-Organisatorin und Vorsitzende der Piratenpartei in Dortmund, die gemeinsam mit der Grünen Jugend und der Partei „Die Partei“ die Veranstaltung organisiert.

Die Ursprünge des „Global Marijuana March“ gehen auf das Jahr 1999 zurück. Damals, am ersten Samstag im Mai, fand die erste Veranstaltung in den USA statt. Die Veranstalter gingen für die Legalisierung von Drogen auf die Straße. Damals wie heute. Fast schon Tradition ist deshalb auch der Termin Anfang Mai.

Die Legalisierung von Drogen ist auch eine Forderung, die in diesem Jahr wieder auf dem Global Marijuana March in Dortmund gestellt wird.

Piratenpartei und die Linkspartei setzen sich für Legalisierung ein

Nadja Reigl ist Vorsitzende der Dortmunder Piraten und Organisatorin des Marsches.

Nadja Reigl ist Vorsitzende der Dortmunder Piraten und Organisatorin des Marsches.

„Dabei geht es uns nicht nur um den straffreien Eigenkonsum von Cannabis & Co. Wir fordern die Legalisierung auch, um dem Drogen-Schwarzmarkt einzudämmen“, so Nadja Reigl.

„Hinzu kommt, dass mit einer Legalisierung die Qualität der Ware besser kontrolliert und ein oft gefährlicher Verschnitt und damit eine Gesundheitsgefahr für die Konsumentinnen und Konsumenten eingeschränkt werden könnte.“

Mit dieser Forderung stehen Nadja Reigl und ihre Dortmunder Piratenpartei nicht alleine da. Die Piratenpartei und die Linkspartei setzen sich auch im Landtag und Bundestag für diese Legalisierung ein.

„Die öffentliche Empörung, die beim Thema Drogen sofort aufploppt, ist doch völlig kurzsichtig“, sagt Nadja Reigl. „Drogen sind in Deutschland doch längst legal und vor allem auch gesellschaftsfähig. Ich rede von den Drogen Nikotin und Alkohol, die nachweislich süchtig machen können.“

Mehr Geld für präventive und therapeutische Angebote statt für Kriminalisierung

Nicht zu vergessen seien auch die weit verbreitete Spiel- und Arzneimittelabhängigkeit, deren Behandlung einen großen volkswirtschaftlichen Schaden verursache.

Genauso teuer sei auch der Kampf gegen die so genannten illegalen Drogen. Eben, weil sie illegal seien. „Es ist doch kein Geheimnis, dass Polizei und Gericht überlastet sind. Und wahrscheinlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden auch ziemlich frustriert, wenn die mühsam festgesetzten Dealer schnell wieder auf freiem Fuß sind“, so Reigl.

„Wir möchten dieses Problem deshalb lieber von der anderen Seite angehen. Wir fordern ausreichend Mittel für präventive und therapeutische Angebote und eine frühzeitige Aufklärung bereits im Kindergarten und in der Schule“, betonte die Vorsitzende der Dortmunder Piraten.

Mehr Informationen: www.global-marijuana-march-dortmund.de

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