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Karfreitagsgedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft in der Bittermark in Dortmund

Die größte Gedenkfeier findet jedes Jahr an Karfreitag in der Bittermark statt.

Die größte Gedenkfeier findet jedes Jahr an Karfreitag in der Bittermark statt. (Archivfotos)

An Karfreitag (14. April 2017) wird es in der Dortmunder Bittermark das traditionelle Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft geben. Im Vorfeld findet der 13. Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf statt.

BotschafterInnen der Erinnerung moderieren die Gedenkveranstaltung

Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft am Mahnmal in der Bittermark.

Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft am Mahnmal in der Bittermark.

In der Bittermark und im Rombergpark ermordete die Gestapo um Ostern 1945 etwa 300 Frauen und Männer. Sie kamen aus dem deutschen und ausländischen Widerstand, waren Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene.

Das Mahnmal wurde 1960 vom Hagener Künstler Karel Niestrath und dem Dortmunder Architekten Will Schwarz im Auftrag der Stadt geschaffen. Die Krypta gestaltete der französische Künstler Léon Zack.

Zum Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft lädt Bürgermeister Manfred Sauer um 15 Uhr alle Dortmunderinnen und Dortmunder zur traditionellen Veranstaltung am Mahnmal in der Bittermark ein.

Die Veranstaltung wird moderiert von den Botschafterinnen und Botschaftern der Erinnerung, die auch mit Redebeiträgen vertreten sind. Es sprechen neben Manfred Sauer, auch Nicole Godard, stv. Vorsitzende des Verbandes der Zwangs- und Arbeitsdeportierten sowie Ernst Söder, Förderverein Steinwache – Internationales Rombergpark-Komitee e.V..

Die Gedenkveranstaltung wird musikalisch gestaltet von Posaunenchören aus Dortmund, Leitung Andreas Schneider, sowie von dem Kinderchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund e.V. unter der Leitung von Bianca Kloda.

Ab 12 Uhr Treffen zum Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf am Stadion Rote Erde

Bereits ab 12 Uhr treffen sich am Stadion Rote Erde in der Strobelallee die Interessierten, die am 13. Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf teilnehmen wollen.

Rund 500 Menschen nahmen am 12. Heinrich-Czerkus-Lauf teil.

Rund 500 Menschen nahmen im vergangenen Jahr am 12. Heinrich-Czerkus-Lauf teil.

Wie in all den Jahren zuvor versteht sich der Lauf als ein starkes Signal für ein friedliches und gewaltfreies Miteinander innerhalb und außerhalb des Stadions. Im Sinne seines Namensgebers richtet er sich entschieden gegen Rechts, gegen Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung.

Alle, die dazu einen Beitrag leisten möchten, sind herzlich eingeladen, mitzulaufen: mit ihren Fahnen, Trikots und Schals, von welchem Verein, Club etc. auch immer. Wer damit ein Problem hat, wird gebeten, dem Lauf fern zu bleiben, betonen die Organisationen.

Im Einzelnen sind das die NaturFreunde Dortmund-Kreuzviertel, das Fan-Projekt Dortmund e.V., der BVB-Fanclub Heinrich Czerkus und Borussia Dortmund. Sie freuen sich auf viele WandererInnen (Start: 13 Uhr), WalkerInnen (Start: 13.30 Uhr), JoggerInnen und RadlerInnen (Start: 14 Uhr). Sie nehmen eine rund sieben Kilometer Route vom Stadion Rote Erde durch den Rombergpark in die Bittermark zur Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund.

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Per­sonen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder be­reits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, an­tisemitische oder sonstige men­schenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Falken laden mit weiteren PartnerInnen auf den Internationalen Friedhof ein

Bereits um 10.30 Uhr gedenken die Brackeler Falken zusammen mit weiteren PartnerInnen auf dem internationalen Friedhof (auf dem Hauptfriedhof Dortmund) den im Holocaust ermordeten jüdischen BürgerInnen der Stadt Dortmund, sowie weiteren Opfern des Krieges verschiedener Nationen.

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